„Maze Runner 3“ – Actionsreiches, spannendes Finale!

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Lange Zeit mussten Fans wegen einer Verletzung, die sich Hauptdarsteller Dylan O’Brien bei den Dreharbeiten zum dritten und letzten „Maze Runner“-Film zuzog, auf den Kinostart warten. Doch das Warten auf „Maze Runner 3 – Die Auserwählten in der Todeszone“ hat sich immerhin einigermaßen gelohnt, denn auch wenn die Genialität des ersten Teils im Labyrinth auch hier nicht wieder erreicht werden kann, wirkt der Film nicht so leer und langweilig wie der zweite Teil in der Brandwüste. Die Handlung wird zu einem konsequenten Ende gebracht, alle Charaktere können auf ihre Art noch mal performen und der dritte Teil kann wieder mit genug Action und Thrill aufwarten, um die Reihe zum Ende doch noch zu retten. Gerade das Thema Zwei-Klassen-Gesellschaft wird hier auf einen ganz perversen Level dargestellt, sodass die Sozialkritik immerhin wieder etwas zum Tragen kommt. Und ein kurzer vermeintlicher Ausflug ins Labyrinth sowie die Rückkehr eines Totgeglaubten lassen ein paar gute Erinnerungen an den Anfang wach werden.

Inhalt

Thomas (Dylan O’Brien), seine Freunde aus dem Labyrinth und vom Widerstand gegen den Konzern WCKD sind immer noch dabei, von der Organisation gefangene Jugendliche zu befreien, von denen sich WCKD verspricht, dass in ihnen ein Heilmittel gegen den Virus steckt, der bereits den Großteil der Menschheit ausgerottet hat. Auch Thomas‘ Freundin Teresa (Kaya Scodelario) wirkt daran mit, seit sie ihre Freunde im Glauben an die richtige Sache verraten hat. Als Thomas und seine engsten Freunde einen der ihren direkt aus dem Hauptsitz von WCKD befreien wollen, der mitten in der letzten großen Stadt liegt, welche von allen „normalen“ Menschen durch eine große Mauer geschützt wird, weiß Thomas, dass er vermutlich nicht nur Teresa, sondern auch den fiesen Janson (Aidan Gillen) wiedertreffen wird. Gleichzeitig plant der Widerstand mit den Geretteten die Flucht über das Meer.

Review

Während der erste Film in sich eine runde Sache war, weil er in erster Linie davon lebte, dass man nicht wusste, was es mit dem Labyrinth auf sich hatte und mit der Flucht von dort schon das eigentliche Ziel vor Augen hatte, wollte der „sandige“ zweite Teil so gar nicht fruchten. Hier wurden zwar viele Erklärungen für den eigentlichen Plot gelegt, trotzdem vermisste man den Mysteryfaktor und die originellen Einfälle. Die kommen hier natürlich auch nicht zurück, schließlich gibt es keine Mysterien mehr zu lösen, es gilt nur noch ein rundes Ende für die Handlung und ein Klären der offenen Rechnungen zu besiegeln, um die Reihe abzuschließen. Das passiert auch mit einem ordentlichen Rumms, die Actionszenen machen schon gleich am Anfang wieder Spaß und aufgrund des unterschiedlichen Orte, nicht zuletzt dank der hochtechnisierten Stadt, kommt der dritte Teil auch wieder deutlich abwechslungsreicher daher.

Dabei darf sich der ganze Cast noch mal richtig austoben, neben Dylan O’Brien, Thomas Brodie-Sangster und Kaya Scodelario sowie Aidan Gillen, Giancarlo Esposito und Patricia Clarkson darf sogar Will Poulter noch mal zurückkehren, der mir beim ersten Teil zum ersten Mal als interessanter Newcomer aufgefallen ist zuletzt in „Detroit“ dann so richtig überzeugt hat. Wirklich herausragende Leitungen sieht man hier natürlich nicht, aber der Cast spielt souverän und setzt die Entwicklung seiner Charaktere sinnvoll fort.

Man kann sich auch hier wieder fragen, warum der Anführer ständig für Einzelne so viele Leben aufs Spiel setzt und auch so manch andere Entscheidungen sind etwas fragwürdig, aber da auch hier die Bösen es nicht so richtig drauf haben, kann man sich entspannt zurücklehnen und das Finale genießen, auch wenn ein paar prominente Opfer mit unter den Toten sind. So kann man sich weiter fragen, ob die Entwicklung des Franchise einem wirklich liegen mag, aber immerhin schließt sich der Kreis am Ende auf diverse Arten. Auch das eindeutige Statement dazu, dass letztendlich die Flucht aus der verkorksten Gesellschaft die beste Variante ist, da sowohl die unterdrückende Elite als auch die unterdrückte Unterschicht letztendlich nicht unbedingt eine Welt schaffen werden, in der man gerne leben möchte.

Fazit

Wer wie ich vom zweiten „Maze Runner“-Teil enttäuscht war, sollte dem Franchise die Chance geben, mit dem dritten Teil die Handlung zu einem zufriedenstellenden Ende zu bringen. Wenn auch hier der Labyrinth-Mystery-Level fehlt, so kommt das Finale immerhin kurzweilig und actiongeladen daher, sodass man den ein oder anderen Logikfehler verzeihen kann.

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