„Pacific Rim 2: Uprising“ – Roboter! Bumbum! Buff!

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Guillermo del Toro ist ein außergewöhnlicher Regisseur, was er unlängst mit „Shape of Water“ wieder unter Beweis stellen konnte. Mit „Pacific Rim“ schickte er vor fünf Jahren einen für ihn recht ungewöhnlichen Popcorn-Actioner ins Kino, der allerdings aufgrund seiner völlig überdrehten Ideen, dem frechen Diebstahl bei anderen Filmen und vor allem den „Godzilla“-ähnlichen Monstern doch gut unterhalten konnte. Eigentlich war zu erwarten, dass die Riesenroboter irgendwann eine Fortsetzung bekommen würden und dass diese ohne del Toro auf dem Regiestuhl ihren ironischen Stil zugunsten langweiligem Actionkrachwumm opfern würde. Genau das ist auch der Fall. „Pacific Rim 2“ bietet zwar auch einiges an Roboterkämpfen, verzichtet aber fast komplett auf coole Monster und versucht auch noch krampfhaft einen jüngeren Cast um John Boyega und Scott Eastwood zu etablieren, der mit nervigen Sprüchen und übertriebenem Coolness-Gehabe vergeblich versucht, das Publikum bei Laune zu halten. War der erste Teil orginell genug, um auch Menschen mit einem höheren Intellekt unterhalten zu können, zielt der zweite Teil ganz klar nur noch auf pure Actionfans ohne größeren Anspruch.

Inhalt

Vor einigen Jahren war der Vater von Jake Pentecost (John Boyega) maßgeblich daran beteiligt, den Angriff der Wassermonster mit ihren Riesenrobotern zurückzuschlagen. Seitdem befindet sich die Welt im Neuaufbau, ein neuer Angriff scheint auszubleiben. Jake war ebenfalls ein guter Pilot der als „Jaeger“ bezeichneten Roboter, doch er ließ das Militär unter sich und ging in den Untergrund. Doch als er mit der jungen Amara (Cailee Spaeny) mit dem Gesetz in Konflikt gerät, holt man die beiden zurück in das Verteidigungsteam. Kurz darauf beginnt ein neuer Angriff, allerdings völlig anders als erwartet.

Review

Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Darsteller aus dem ersten Teil ausgetauscht, offensichtlich wollte man bewusst eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Gleichzeitig beschränkte man sich auf den Militäranteil und die Roboteraction, jegliche Originalität, die der erste Teil noch mitbrachte, wurde ebenfalls über Bord geworfen. Nun könnte man hoffen, dass man sich trotzdem mit ausgeschaltetem Gehirn trotzdem fröhlich mit überdrehter Action berieselen lassen könnte, aber sowas wie Spannung oder gar Spaß will einfach nicht aufkommen. Das liegt zum Teil auch mal wieder an John Boyega, der schon in der neuen „Star Wars“-Trilogie nicht unbedingt durch gutes Schauspiel überzeugen konnte. Er darf hier den coolen Draufgänger spielen, doch seine ständigen Sprüche gehen einem schnell auf die Nerven. Die ohnehin fehlende Handlung hat aber noch einen weiteren Schwachpunkt, denn bis auf das Finale wird dieses Mal fast komplett auf die coolen Monster verzichtet, die im ersten Teil am meisten Spaß gemacht hatten. So muss man sich hier tatsächlich fragen, ob man nicht wirklich lieber einen „Transformers“-Film schauen wollen würde als diesen Trash.

Fazit

Die überflüssige Fortsetzung des überdrehten Roboter-Monster-Clashs setzt statt fieser Monster und überdrehter Wendungen auf „Star Wars“-Newcomer John Boyega und sprücheklopfende Jugendliche, was sich nicht unbedingt als gute Idee erweist.

Bildergalerie


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