„Justice League“ – Erwartungsgemäß enttäuschend!

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Ok, nachdem „Wonder Woman“ tatsächlich Spaß gemacht hat und nicht dem pathostriefenden, effektüberladenen Stil von Zack Snyders „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ gefolgt ist, musste man dem vorprogrammierten Rohrkrepierer „Justice League“ immerhin eine Chance geben, obwohl wieder der Name Zack Snyder auf dem Regiestuhl stand. Erwartungsgemäß banal, langweilig und wieder viel zu düster kam dann aber auch dieses „Avengers“-Gegenstück von DC daher. Offensichtlich hat auch Joss Wheadon nicht mehr viel retten können, der den Regieposten übernahm, als Snyder aus traurigen familiären Gründen aussteigen musste. Warum es jetzt überall heißt, der Film würde mal etwas lockerer daher kommen und sich viele Fans (unfassbarerweise) sogar noch einen Director’s Cut von Zack Snyder wünschen, will sich mir nun gar nicht mehr erschließen. Die wenigen, nicht wirklich lustigen Sprüche gleichen den wieder total übertrieben düsteren Ton des Films kein Stück aus. DC zeigt hier leider erneut, dass man mit Superhelden ohne Charakter und Identifikationsbezug eben nicht wirklich unterhaltsam die Welt retten kann.

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„Blade Runner 2049“ – Perfektes Sequel über (Nicht-)Menschlichkeit

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„Blade Runner 2049“ besitzt umwerfende Schauwerte, einen fantastischen Score, eine kluge und wendungsreiche Handlung und ist im besten Sinne gemeint verdammt langsam. Denis Villeneuve wiedersteht der Gefahr, simplen Popcorn-Bombast abzuliefern, sondern erzählt einen spannenden und erschreckend aktuellen Film über die Fragen nach Menschlichkeit, Schöpfung, modernen Sklaven und einen möglichen Ausbruch aus dystopischen Lebensverhältnissen zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Auch als inszenatorische und thematische Weiterführung des Sci-fi-Kult-Klassikers von 1982 funktioniert die späte Fortsetzung überraschend gut: Das Sequel knüpft sinnvoll an „Blade Runner“ an, hat aber eine eigene Geschichte zu erzählen.

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„Die Verführten“ – Sofia Coppolas neues Drama!

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Sofia Coppola, Tochter des legendären Francis Ford Coppola, startete damals mit „The Virgin Suicides“ und ihrem Meisterwerk „Lost in Translation“ als Regisseurin wirklich stark durch. Doch schon „Marie Antoinette“ konnte nicht mehr mithalten, „Somewhere“ war zwar wieder ganz nett, aber „The Bling Ring“ wieder überflüssig. Ihr neuer „Die Verführten“ hat mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning und Colin Farrell einen beachtlichen Cast zu bieten, der Film ist solide inszeniert und gespielt, aber trotzdem nichts, was sich wirklich einprägt. Interessant wird er im Vergleich zur 1971er Verfilmung „Betrogen“ mit Clint Eastwood.

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Kurz kritisiert 19: Von Jürgen, Conni und Sartana!

Die Liste meiner Kurzkritiken ist immer länger geworden, jetzt versuche ich sie endlich mal abzuarbeiten. Dieses Mal sind ein paar neuere Filme wie „Jürgen – Heute wird gelebt“, „Conni & Co 2“, „Churchill“, „Killing Hasselhoff“, „The Bye Bye Man“, „Zoom“, „Spotlight“, „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“, „Equals“, „Song To Song“, „Power Rangers“ sowie die Klassiker „Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“, und „Eraserhead“ mit von der Partie.

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„What Happened To Monday“ – Noomi Rapace mal 7!

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„What Happended To Monday“ ist einer dieser Filme, der auf den ersten Blick ein überaus intelligentes und interessantes Szenario bietet, sich bei genauerem Hinsehen aber doch nur als ein riesiges Logikloch voller Filmfehler entpuppt. Wirklich sehenswert ist aber die Schwedin Noomi Rapace, die hier die Rollen von sieben (!) Zwillingschwestern übernimmt und wieder mal ihre Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Hollywood-Veteranen Glenn Close und Willem Dafoe hingegen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Macher hätten sich mehr auf ihre ausbaufähige Grundhandlung konzentrieren sollen, daraus hätte man deutlich mehr machen können. Düstere Zukunftvisionen müssen auch Sinn machen, um überzeugen zu können!

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„Thor 3: Tag der Entscheidung“ – Zonk, der Kalauer-Gott!

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Ich habe mich bei den Filmen aus dem MCU selten so schwer mit einer Bewertung getan wie bei diesem hier. Man kann sicher sagen, dass die „Guardians of the Galaxy“ dem oft etwas vor Pathos triefenden Superhelden-Kosmos die Prise Humor und Selbstironie verpassten, die ihm bis dahin größtenteils fehlte. Was bei „Doctor Strange“ noch als gesunde Mischung funktionierte, wurde bei „Spiderman“ dann schon grenzwertig. „Thor 3“ ist jetzt das bombastische Endprodukt der Verlustigung des MCU! Dabei kann man auch nicht sagen, dass die unzählbaren Slapstick-Einlagen, die gaglastigen Wortgefechte, die ins Unendliche übertriebende Situationskomik und die coolen Sprüche alle ihr Ziel verfehlen, aber es ist einfach nicht ok, einen komplexen Filmkosmos und seine Charaktere nur noch auf das zu reduzieren, was offensichtlich bei den letzten Filmen das Publikum am meisten überzeugen konnte. Hoffen wir mal, dass das MCU nicht an dieser Überdosis Humor letztendlich qualvoll krepiert.

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„Die Frau des Zoodirektors“ – Ganz klar kein Tierfilm!

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Wenn man das Cover mit Kuschellöwe sieht und den Titel hört, denkt man sofort an einen Familienfilm wie „Wir kaufen einen Zoo“. Doch „Die Frau des Zoodirektors“ ist ein trauriges Drama, dass die recht unbekannte wahre Geschichte des polnischen Ehepaares Antonina und Jan Żabińska zeigt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden und andere von den Nazis Verfolgte in ihrem Zoo versteckten. Der Film ist gefühlvoll und doch bitter, auch wenn seine Heldin ein wenig überzeichnet wirkt. Das liegt aber nicht in erster Linie an Darstellerin Jessica Chastain, die in der Rolle überzeugen kann. Ganz weit vorne spielt auch mal wieder Daniel Brühl, der als Zoodirektor Berlins und gleichzeitig als hochrangiger Nazi zwischen seinen zoologischen Interessen und der Zuneigung zu Antonia und seinen Pflichten als deutscher Soldat hin- und hergerissen ist.

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„Jungle“ – Daniel Radcliffe kämpft gegen den Urwald!

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Das Finale der „Harry Potter“-Filmreihe liegt bereits sechs Jahre zurück und noch immer wird Daniel Radcliffe in erster Linie mit dem Zauberer in Verbindung gebracht. Und doch macht er weiterhin alles richtig in seiner Karriere, nach seiner einzigartigen Performance in „Swiss Army Man“ kann er in „Jungle“ erneut in einer absoluten Ausnahmerolle überzeugen. Realistisch, bitter und spannend erzählt der Film die reale Geschichte eines jungen Mannes, der in den 80ern mehrere Wochen alleine im südamerikanischen Dschungel überlebte. Neben einem großartigen Radcliffe, der für die Rolle fast bis auf die Knochen abmagerte, spielen auch Joel Jackson, Kevin Gale und Thomas Kretschmann die Rollen seiner Begleiter auf der Urwald-Expedition wirklich klasse. Der fieseste Darsteller ist allerdings der menschenfeindliche Dschungel selber.

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