„Dunkirk“ – Audiovisuell intensiv, erzählerisch leer

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Dass sich insbesondere die englischsprachigen Kritiken geradezu mit Superlativen bezüglich „Dunkirk“ überschlagen, hat mich letztlich doch noch ins Kino gelockt, obwohl ich Kriegsfilmen skeptisch gegenüberstehe und mich die Trailer bisher kaltgelassen haben. Nolans minimalistische Fokussierung auf das nackte Gefühl vom Überleben ist interessant, auch technisch ist der Film klar das Meisterwerk, zu dem es momentan mitunter erklärt wird. Sounddesign und Kamera sind fantastisch, sodass der Film eine intensive Kriegserfahrung ermöglicht. Erzählerisch hat der Film jedoch so wenig zu bieten, dass man trotz temporeicher Musikuntermalung und Schnittfolge irgendwann durch die repetitiven Szenen, die Gesichtslosigkeit der Figuren und die patriotischen Anklänge auf die Uhr guckt. Ich habe mich irgendwann eher gelangweilt. Der Gang ins Kino lohnt sich, wenn man sich einfach von den Bildern und Geräuschen berauschen lassen will.

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„Valerian“ – Kunterbuntes Science-Fiction-Abenteuer!

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Lange ist es her, dass Luc Besson für Meisterwerke wie „Léon – Der Profi“ oder „Das fünfte Element“ stand, zuletzt aber nur noch Rohrkrepierer wie „Lucy“ auf die Leinwand brachte. Die Trailer zu „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ ließen wieder Hoffnung aufkommen, dass hier im SciFi-Bereich neue Maßstäbe gesetzt werden würden und Besson wieder zur alten Bestform auflaufen würde, schließlich hat man oft gehört, dass er sich mit der Verfilmung seiner Lieblings-Comicreihe, die auch für „Star Wars“ hier und da Ideengeber war, einen Kindheitstraum erfüllt hat und schon seit Jahren an den Vorbereitungen gesessen hat. Das Ergebnis will leider hier und da einfach zu viel, doch unterhalten kann der Film auf jeden Fall. Die mit beeindruckenden Spezialeffekten grandios in Szene gesetzten Welten und Kreaturen alleine sind den Kinobesuch schon wert, die kurzweilige, kunterbunte Achterbahnfahrt mit zwei amüsanten Agenten im Weltraum macht aber auch Spaß. Ein neues Meisterwerk ist „Valerian“ vermutlich nicht, aber trotzdem sehenswert.

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„Spiderman: Homecoming“ – Tom Hollands erstes Solo-Abenteuer!

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Nach drei Filmen mit Tobey Maguire und einem noch gar nicht so lange zurückliegenden zweiteiligen Reboot mit Andrew Garfield durfte jetzt Tom Holland in die Rolle des Marvel-Spinnenmannes schlüpfen, dieses Mal auch integriert in das MCU. Seinen ersten Auftritt hatte er bereits in „Captain America: Civil War“, der war auch gar nicht so schlecht ausgefallen, jetzt muss sich zeigen, ob der Charakter auch alleine funktioniert. Wobei alleine relativ ist, denn Tony Stark bzw. Iron Man ist ein wesentlicher Bestandteil des Films und auch Captain America hat ein paar spezielle „Gastauftritte“. Der Film kommt abseits der inzwischen sehr düster gewordenen Filme sehr entspannt daher, wirkt aber irgendwie zu sehr wie der Ableger für die jüngeren Zuschauer. So funktioniert der Film zwar insgesamt, stellt aber nicht unbedingt ein Highlight der Marvel-Filme dar.

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„Ich – Einfach unverbesserlich 3“ – Lustig und total FLAUSCHIG!

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Nach dem Solo-Film der „Minions“ sind endlich auch Gru und seine knuffige Familie zurück. Nach einem soliden ersten Teil und einer wirklich witzigen Fortsetzung muss jetzt der dritte Teil zeigen, ob die Reihe weiterhin Potential hat. Und das gelingt ihm auf voller Länge! „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ ist lustig und actionreich, führt ein paar gelungene neue Charaktere wie Grus Zwillingsbruder oder den Bösewicht Balthazar Bratt, einen echten Fan der Musik und Kleidung aus den 80ern, ein und bietet wieder ein paar echt süße Momente mit den drei kleinen Mädchen und ihren beiden Adoptiveltern. Ja, natürlich die Minions dürfen auch ihren Teil dazu beitragen, der Film würde aber auch problemlos ohne sie funktionieren. Diese Reihe schafft es tatsächlich, mit jedem Film besser zu werden.

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„Wonder Woman“ – Mit cooler Frauenpower zur Rettung von DC!

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Was Marvel kann, das können wir auch, dachte sich DC und siehe da, sie konnten es nicht. Zack Snyder drehte mit „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ zwei übertrieben düstere, effektüberladene, melancholische Langweiler voller Pathos und ohne jegliche Selbstironie, trotzdem war er bis vor kurzem auch noch für den Superheldenkombifilm „Justice League“ aktiv. In diesen ganzen Einheitsbrei stolpert fast unbemerkt „Wonder Woman“, ein Charakter, den man kaum ernst nimmt und entsprechend von der Verfilmung auch nicht viel erwartet hat. Doch ausgerechnet dieser Film präsentiert sich tatsächlich als bisher bester Film aus dem neuen DC-Film-Universum. Regisseurin Patty Jenkins schickt Gal Gadot, Connie Nielsen und Robin Wright mit so viel Frauenpower in den Ring, dass ihre männlichen Gegenüber wie Chris Pine oder David Thewlis dem kaum etwas entgegensetzten können.

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