„Barry Seal – Only in America“ – Tom bescheißt alle!

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Dass ich nicht gerade ein Fan von Tom Cruise bin, ist nichts Neues, in diesem Film hat er mir allerdings richtig Spaß gemacht. „Barry Seal“ ist irgendwie eine Mischung aus „Narcos“ und „Blow“, auch hier geht es um Drogenschmuggel in den 80ern, die Geschichte von Barry Seal setzt allerdings allem die Krone auf. Der Pilot arbeitete nämlich in seinen besten Zeiten zeitgleich für die CIA, das Medellin-Kartell und Rebellen aus Nicaragua, eine Konstellation, die zwangsläufig zu sehr viel Geld aber auch sehr vielen Problemen führte. Der Film wurde bewusst locker inszeniert, so schien sich auch Barry Seal nie der Ernsthaftigkeit seines Tuns wirklich bewusst zu sein. Cruise spielt den Piloten erstaunlich facettenreich, der Film ist abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt, aber das Beste ist eben die reale Geschichte selber.

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Schwarze, Farbige oder Afroamerikaner?

Zuletzt habe ich mit „Moonlight“, „Fences“ und „The Birth of a Nation“ drei sehr gute Filme gesehen und stand plötzlich beim Schreiben der Reviews vor einem ganz anderen Problem. Alle Filme konzentrieren sich auf Schwarze und thematisieren auch die ungerechte Behandlung, den Rassismus und die Unterdrückung. Doch in der heutigen Zeit wird man oft schon als Rassist abgestempelt, wenn man negativ besetzte Begriffe verwendet, auch wenn man es natürlich nicht beabsichtigt. Und so war ich auf einmal nicht mehr sicher, ob die Begriffe „Schwarzer“ oder „Farbiger“ überhaupt noch unbelastet verwendet werden dürfen.

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„The Birth of a Nation“ – Emotionales Drama über den ersten Sklavenaufstand!

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Nat Turner gilt als einer der ersten Sklaven, der sich mit ein paar Gleichgesinnten ihren Unterdrückern entgegen stellten. Für Regisseur Nate Parker war es so ein Wunschprojekt, Turners Geschichte ins Kino zu bringen, dass er neben Regie, Produktion und Drehbuch auch noch die Hauptrolle übernahm. „The Birth of a Nation“ ist ein bitteres, provokantes, bildgewaltiges Epos, das ungeschönt das Leben der Sklaven drei Jahrzehnte vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und ihren Versuch des Widerstands zeigt. Der Film ist brutal, zynisch und bitter, ein emotionaler Rundumschlag. Besonders interessant ist der Einfluss des christlichen Glaubens, der beide Seiten in die Position versetzt, das Richtige zu tun und letztendlich auch dem Prediger Nat Turner als Vorlage für seinen radikalen Sinneswandel dient.

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„Snowden“ – Spannendes Biopic über den Whistleblower!

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snowdenOliver Stone hat sich schon immer gerne politischen Themen angenommen, dieses Mal widmet er sich der Geschichte von Edward Snowden, der mit den Kenntnissen über die Methoden von CIA und NSA bezogen auf die Überwachung der Bevölkerung Amerikas und der ganzen Welt damit an die Öffentlichkeit ging. Der Film ist spannend und sehr informativ, erfährt man doch sehr viel Interessantes über Snowden und die Gründe, die ihn zu seiner Entscheidung brachten. Zudem ist der Film neben einem mal wieder großartigen Joseph Gordon-Levitt mit weiteren Stars wie Shailene Woodley, Zachary Quinto, Rhys Ifans, Tom Wilkinson, Timothy Olyphant und Nicolas Cage hervorragend besetzt.

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„The Purge 3: Election Year“ – Politischer, aber nicht besser

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Schon der erste Teil von „The Purge“ kam mit einer für einen Horrorfilm interessanten Grundidee daher, die aber nicht wirklich konsequent umgesetzt wurde, im zweiten Teil versuchte man, der Handlung einen größeren Sinn zu geben, auch das wurde dem Potential nicht gerecht. Jetzt geht man im dritten Teil noch eine Ebene höher und macht das „Purge“-Thema zum Politikum, doch wenn man ehrlich ist, dient der Film weiterhin dem lüsternden Zuschauer, Verrückten beim brutalen Abschlachten anderer zuzuschauen, als wirklich zu kritisieren. So funktioniert er zwar nach dem alten Muster, aber nach diesem Teil sollte dann auch mal Schluss sein.

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„Trumbo“ – Cranston als kommunistischer Drehbuchautor

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Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Paranoia vor dem Kommunismus in den USA so groß, dass Hollywood eine schwarze Liste erstellte und ein umfangreiches Arbeitsverbot in der Filmbranche verhängte. Dieser Film widmet sich dem davon betroffenen Drehbuchautor Dalton Trumbo, großartig gespielt von Bryan Cranston, der fast schon besessen gegen die ungerechte Behandlung vorging und dafür einige Tiefpunkte in seinem Leben durchleben musste. „Trumbo“ ist auch von Nebendarstellern wie Helen Mirren, Diane Lane, Elle Fanning, John Goodman und Alan Tudyk toll gespielt, mitreißend und interessant inszeniert und auf jeden Fall ein kleiner Geheimtipp.

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„San Andreas“ – Katastrophenfilm mit Dwayne Johnson

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Filme, in denen sich die Menschen vor enormer Zerstörung durch die Natur oder Außerirdische retten müssen, sind eigentlich das Gebiet von Roland Emmerich, dieses Mal schickt Regisseur Brad Peyton Ex-Wrestler Dwayne Johnson los, um im für die Amerikaner vielleicht gruseligsten Naturkatastrophen-Szenario seine Familie zu retten: Dem Verschieben der Kontinentalplatten unter dem San Andreas Graben und den daraus resultierenden Erdbeben. Das ist optisch gelungen und insgesamt ganz ordentlich anzuschauen, ein Meisterwerk hat hier sicher keiner erwartet, daher kann man sich ganz entspannt zurücklehnen und die Katastrofe genießen. Oder man lässt es einfach, auch kein Verlust.

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„The Homesman“ – Tommy Lee Jones‘ Western kann punkten!

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Mit „The Homesman“ riskiert Tommy Lee Jones den Drahtseilakt, als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Doch sein Western kann absolut überzeugen, auch wenn oder gerade weil er kein typischer Western ist. Die Handlung ist vielschichtig, folgt keinem vohersagbaren Schema und kann einen immer wieder emotional packen und verwirren. Dabei ist der Film unheimlich ruhig inszeniert. Während der Film schon inhaltlich und optisch überzeugen kann, hat man auch mit dem Cast einfach gut ausgewählt, denn nicht nur Tommy Lee Jones und die mal wieder grandiose Hilary Swank können voll und ganz überzeugen, auch die mit prominenten Namen wie Miranda Otto, William Fichtner, John Lithgow, James Spader, Hailee Steinfeld oder Meryl Streep besetzten Nebenrollen bereichern den Film ungemein. „The Homesman“ ist sicher nicht jedermans Sache, aber auf jeden Fall ein Geheimtipp!

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