„Die Verlegerin“ – Spielberg und die Freiheit der Presse!

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Es ist sicher kein Zufall, dass Steven Spielberg zusammen mit den Stars Tom Hanks und Meryl Streep gerade jetzt einen Film in die Kinos bringt, in dem es um den Presseskandal in den 70ern, als die Washington Post und andere Verlage brisantes Material zum Vietnamkrieg in die Finger bekamen und die US-Regierung versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern. Wenn auch nicht unbedingt Intelligenz an erster Stelle steht, so zeigt auch dieser Film deutlich die Parallelen zwischen Donald Trump und Richard Nixon, wenn es darum geht, die gegebene Macht zu überschreiten und sich mal eben über alle Grundsätze der Pressefreiheit hinweg zu setzen. „The Post“ ist ein spannender Zeitungsthriller und nicht zuletzt fast schon ein Prequel zu „Die Unbestechlichen“, dem Film über die Watergate Affäre mit Robert Redford und Dustin Hoffman. Bevor Spielbergs nächstes Popcorn-Event „Ready Player One“ in wenigen Wochen in die Kinos kommt, zeigt er noch mal, wie gut er auch „kleine“ Filme in Szene setzen kann.

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„Suburbicon“ – Matt Damon und die Abgründe der Vorstadt!

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Wenn ein politisch engagierter Schauspieler wie George Clooney ein altes Script der Coen-Brüder mit Stars wie Matt Damon, Oscar Isaac und Julianne Moore verfilmt, bei dem es um die rassistische und engstirnige Welt eines Vorortes Ende der 50er geht, erwartet man bitterbösen schwarzen Humor und einen ordentlichen Schwung Gesellschaftskritik. Beides ist bei „Suburbicon“ zu finden, aber trotzdem will der Film sich irgendwie nicht richtig anfühlen. Für eine schwarze Komödie ist vieles zu ernst, für einen ernsten Film ist vieles zu überdreht. Der Film ist böse, ganz klar, letztendlich gibt es hier eigentlich keinen, der es nicht faustdick hinter den Ohren hat. Allerdings ist der große Twist viel zu früh aus dem Sack, danach zählt man nur noch Leichen und der Mob nebenan, der aufs Fieseste gegen eine schwarze Familie vorgeht, verkommt völlig zum irgendwie nicht richtig mit der Haupthandlung verwobenen Nebenschausplatz. Leider gibt es hier weder für Clooney, Damon, Moore oder die Coens einen wirklichen Pluspunkt auf dem Filmkonto.

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„Barry Seal – Only in America“ – Tom bescheißt alle!

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Dass ich nicht gerade ein Fan von Tom Cruise bin, ist nichts Neues, in diesem Film hat er mir allerdings richtig Spaß gemacht. „Barry Seal“ ist irgendwie eine Mischung aus „Narcos“ und „Blow“, auch hier geht es um Drogenschmuggel in den 80ern, die Geschichte von Barry Seal setzt allerdings allem die Krone auf. Der Pilot arbeitete nämlich in seinen besten Zeiten zeitgleich für die CIA, das Medellin-Kartell und Rebellen aus Nicaragua, eine Konstellation, die zwangsläufig zu sehr viel Geld aber auch sehr vielen Problemen führte. Der Film wurde bewusst locker inszeniert, so schien sich auch Barry Seal nie der Ernsthaftigkeit seines Tuns wirklich bewusst zu sein. Cruise spielt den Piloten erstaunlich facettenreich, der Film ist abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt, aber das Beste ist eben die reale Geschichte selber.

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Schwarze, Farbige oder Afroamerikaner?

Zuletzt habe ich mit „Moonlight“, „Fences“ und „The Birth of a Nation“ drei sehr gute Filme gesehen und stand plötzlich beim Schreiben der Reviews vor einem ganz anderen Problem. Alle Filme konzentrieren sich auf Schwarze und thematisieren auch die ungerechte Behandlung, den Rassismus und die Unterdrückung. Doch in der heutigen Zeit wird man oft schon als Rassist abgestempelt, wenn man negativ besetzte Begriffe verwendet, auch wenn man es natürlich nicht beabsichtigt. Und so war ich auf einmal nicht mehr sicher, ob die Begriffe „Schwarzer“ oder „Farbiger“ überhaupt noch unbelastet verwendet werden dürfen.

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„The Birth of a Nation“ – Emotionales Drama über den ersten Sklavenaufstand!

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Nat Turner gilt als einer der ersten Sklaven, der sich mit ein paar Gleichgesinnten ihren Unterdrückern entgegen stellten. Für Regisseur Nate Parker war es so ein Wunschprojekt, Turners Geschichte ins Kino zu bringen, dass er neben Regie, Produktion und Drehbuch auch noch die Hauptrolle übernahm. „The Birth of a Nation“ ist ein bitteres, provokantes, bildgewaltiges Epos, das ungeschönt das Leben der Sklaven drei Jahrzehnte vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und ihren Versuch des Widerstands zeigt. Der Film ist brutal, zynisch und bitter, ein emotionaler Rundumschlag. Besonders interessant ist der Einfluss des christlichen Glaubens, der beide Seiten in die Position versetzt, das Richtige zu tun und letztendlich auch dem Prediger Nat Turner als Vorlage für seinen radikalen Sinneswandel dient.

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„Snowden“ – Spannendes Biopic über den Whistleblower!

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snowdenOliver Stone hat sich schon immer gerne politischen Themen angenommen, dieses Mal widmet er sich der Geschichte von Edward Snowden, der mit den Kenntnissen über die Methoden von CIA und NSA bezogen auf die Überwachung der Bevölkerung Amerikas und der ganzen Welt damit an die Öffentlichkeit ging. Der Film ist spannend und sehr informativ, erfährt man doch sehr viel Interessantes über Snowden und die Gründe, die ihn zu seiner Entscheidung brachten. Zudem ist der Film neben einem mal wieder großartigen Joseph Gordon-Levitt mit weiteren Stars wie Shailene Woodley, Zachary Quinto, Rhys Ifans, Tom Wilkinson, Timothy Olyphant und Nicolas Cage hervorragend besetzt.

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„The Purge 3: Election Year“ – Politischer, aber nicht besser

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Schon der erste Teil von „The Purge“ kam mit einer für einen Horrorfilm interessanten Grundidee daher, die aber nicht wirklich konsequent umgesetzt wurde, im zweiten Teil versuchte man, der Handlung einen größeren Sinn zu geben, auch das wurde dem Potential nicht gerecht. Jetzt geht man im dritten Teil noch eine Ebene höher und macht das „Purge“-Thema zum Politikum, doch wenn man ehrlich ist, dient der Film weiterhin dem lüsternden Zuschauer, Verrückten beim brutalen Abschlachten anderer zuzuschauen, als wirklich zu kritisieren. So funktioniert er zwar nach dem alten Muster, aber nach diesem Teil sollte dann auch mal Schluss sein.

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„Trumbo“ – Cranston als kommunistischer Drehbuchautor

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Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Paranoia vor dem Kommunismus in den USA so groß, dass Hollywood eine schwarze Liste erstellte und ein umfangreiches Arbeitsverbot in der Filmbranche verhängte. Dieser Film widmet sich dem davon betroffenen Drehbuchautor Dalton Trumbo, großartig gespielt von Bryan Cranston, der fast schon besessen gegen die ungerechte Behandlung vorging und dafür einige Tiefpunkte in seinem Leben durchleben musste. „Trumbo“ ist auch von Nebendarstellern wie Helen Mirren, Diane Lane, Elle Fanning, John Goodman und Alan Tudyk toll gespielt, mitreißend und interessant inszeniert und auf jeden Fall ein kleiner Geheimtipp.

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