„Blade Runner 2049“ – Perfektes Sequel über (Nicht-)Menschlichkeit

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„Blade Runner 2049“ besitzt umwerfende Schauwerte, einen fantastischen Score, eine kluge und wendungsreiche Handlung und ist im besten Sinne gemeint verdammt langsam. Denis Villeneuve wiedersteht der Gefahr, simplen Popcorn-Bombast abzuliefern, sondern erzählt einen spannenden und erschreckend aktuellen Film über die Fragen nach Menschlichkeit, Schöpfung, modernen Sklaven und einen möglichen Ausbruch aus dystopischen Lebensverhältnissen zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Auch als inszenatorische und thematische Weiterführung des Sci-fi-Kult-Klassikers von 1982 funktioniert die späte Fortsetzung überraschend gut: Das Sequel knüpft sinnvoll an „Blade Runner“ an, hat aber eine eigene Geschichte zu erzählen.

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„Feuchtgebiete“ – Hygiene wird bei Helen kleingeschrieben

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„Wenn man Schwänze, Sperma und andere Körperflüssigkeiten ekelhaft findet, kann man es mit dem Sex auch direkt bleiben lassen.“ Die gleich zu Filmbeginn formulierte Kernaussage lässt sich direkt auf Charlotte Roches Bestseller sowie seine Verfilmung übertragen: Die Zuschauer wissen, was sie erwartet – wer sich darauf nicht einlassen will, muss den Film gar nicht erst gucken. Dabei überrascht, wie es Regisseur David Wnendt gelingt, durch inszenatorische Kniffe und Stilisierung den Tabubruch-Film nicht zum reinen Ekelbüffet verkommen zu lassen; auch Hauptdarstellerin Carla Juri erweist sich als Volltreffer für ihre polarisierende, in der Popkultur angekommene Kultfigur, sodass die Verfilmung als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.

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