„Dunkirk“ – Audiovisuell intensiv, erzählerisch leer

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Dass sich insbesondere die englischsprachigen Kritiken geradezu mit Superlativen bezüglich „Dunkirk“ überschlagen, hat mich letztlich doch noch ins Kino gelockt, obwohl ich Kriegsfilmen skeptisch gegenüberstehe und mich die Trailer bisher kaltgelassen haben. Nolans minimalistische Fokussierung auf das nackte Gefühl vom Überleben ist interessant, auch technisch ist der Film klar das Meisterwerk, zu dem es momentan mitunter erklärt wird. Sounddesign und Kamera sind fantastisch, sodass der Film eine intensive Kriegserfahrung ermöglicht. Erzählerisch hat der Film jedoch so wenig zu bieten, dass man trotz temporeicher Musikuntermalung und Schnittfolge irgendwann durch die repetitiven Szenen, die Gesichtslosigkeit der Figuren und die patriotischen Anklänge auf die Uhr guckt. Ich habe mich irgendwann eher gelangweilt. Der Gang ins Kino lohnt sich, wenn man sich einfach von den Bildern und Geräuschen berauschen lassen will.

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„Free Fire“ – Ballern, schnacken und weiterballern!

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Gerade hatte ich mich bei einem Klassiker aus den 70ern noch gefragt, warum man eigentlich heute nicht mehr solche Dialoge in den Filmen hat, da kommt „Free Fire“ um die Ecke. Da vermurkst ein Trupp um Stars wie Brie Larson, Cillian Murphy, Armie Hammer, Sam Riley und Jack Reynor einen Waffendeal und dann wird nur noch geballert, angereichtert mit großartigen Sprüchen, die oft auch in einen Bud-Spencer-Film gepasst hätten. Das macht richtig Laune, obwohl der ganze Film eigentlich nur in einer Lagerhalle spielt und man den Trotteln dabei zusieht, wie sie sich gegenseitig auszuschalten versuchen. Das kommt aber so kurzweilig daher, denn alle Charaktere erweisen sich als äußerst zäh und mitunter auch ziemlich unfähig, sodass man zudem nicht mal so richtig sagen kann, wem man überhaupt gönnt, das Chaos am Ende zu überleben. Und mich würde wirklich interessieren, wie viele Patronen in diesem Film abgefeuert wurden. Schon lange keinen so lauten Film mehr gesehen!

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„Im Herzen der See“ – Gelungener „Moby Dick“-Film!

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herzenderseeDer Roman „Moby Dick“ gilt in den USA als einer der Grundpfeiler amerikanischer Literatur, daher wurde der Stoff auch schon mehrmals verfilmt. Ron Howard geht mit „Im Herzen der See“ einen neuen Weg, widmet er sich doch den Begebenheiten, die damals als Vorlage des Romans galten. Natürlich nimmt sich der mit Chris Hemsworth, Cillian Murphy, Ben Whishaw und Brendan Gleeson gut besetzte Film einige Freiheiten, wenn es um den Wahrheitsgehalt geht, das Ergebnis ist aber absolut gelungen, sowohl Handlung als auch optische und akustische Umsetzung können sich sehen lassen.

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„Transcendence“ – Johnny Depp wird digital!

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Der Einfluss der digitalen Welt wird immer größer, alle sind abhängig von Smartphones und dem Internet und alles wird immer mehr vernetzt. Auf dieser Entwicklung baut „Transcendence“ auf und zeigt ein Szenario, das zwar nicht unbedingt auf Logik und Realismus aufbaut, aber trotzdem angesichts unserer digitalen Welt einen interessanten Ansatz darstellt. Regisseur Wally Pfister war bisher eher als Kameramann u.a. für die letzten Filme von Christopher Nolan tätig, für seine Regiearbeit konnte er mit Johnny Depp, Morgan Freeman, Paul Bettany, Kate Mara, Cillian Murphy und Rebecca Hall eine beachtliche Starriege verpflichten. Wer nicht zu sehr hinterfragt, wird hier optisch und inhaltlich gut unterhalten.

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Was macht eigentlich Ron Howard?

Nach dem großen Erfolg von „Rush“ scheint Regisseur Ron Howard wieder ein besonders gefragter Name zu sein. Der Regisseur, der für die inhaltlich wie qualitativ sehr unterschiedlichen Filme wie „Frost/Nixon„, „The Da Vinci Code“ und „Illuminati„, „Dickste Freunde“, „Der Grinch“, „Apollo 13“, „A Beautiful Mind“ oder „Willow“ verantwortlich ist, hat in den nächsten Jahren alle Hände voll zu tun. Neben „Heart of the Sea“ plant er „Mena“, „Inferno“ und nach wie vor Stephen Kings „Der dunkle Turm“.

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„In Time“ – Zeit ist Geld!

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Ich fand den Trailer von „In Time“ ansprechend, also schaute ich mir den Film mal an. Die Idee hinter dem Film ist keine wirklich neue: Der Kapitalismus hat gesiegt und lebt sich nun perfide aus – dafür aber mal in einer interessanten Variante mit der Lebenszeit als Währung. Andrew Niccol, der schon mit „Lord of War“ und „Gattaca“ überzeugte, versucht sich nun an einer Zeit-Raum-Geschichte.

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Christopher Nolan – Konstruktivist ohne Emotionen?

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Aufgrund des Erfolgs seines letzten Filmes „Inception“ ist es wohl an der Zeit, dem Autorenregisseur Christopher Nolan einen eigenen Post zu widmen. Denn auch nahezu alle weiteren Werke der Filmographie des mittlerweile 40-Jährigen werden weitgehend von Kritikern und Zuschauern gelobt: „Memento“, „Insomnia“, „Batman Begins“, „Prestige„, „The Dark Knight„. Wobei insbesondere letzteres den absoluten Durchbruch erwirkt hat und zeitweise auf Platz 4 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten stand. Nolan wird überall in den höchsten Tönen gelobt und gilt als einer der innovativsten Köpfe in Hollywood. Und doch gibt es auch Kritik an Nolan.

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„Inception“ – Nolans neues Kinoereignis des Jahres

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Ich erwarte von Regisseur Christopher Nolan („Memento“, „Prestige„, „The Dark Knight„) inzwischen eine Menge, da mich bis jetzt jeder Film von ihm begeistern konnte. Und ein Science-Fiction-Actionthriller schien wie geschaffen für den düster-dramatischen Stil des Ausnahmeregisseurs. Als aber ausschließlich nur unfassbar positive Kritiken mit Bestnoten zu dem Film auftauchten und er momentan in der IMDb auf sage und schreibe Platz 3 der am besten bewerteten Filme steht, hatte ich Angst, dass die entstehenden Erwartungen in nie erreichbare Sphären abdriften. Mit Glück habe ich den Film in der Sneak Preview in Münster bereits im englischen Original sehen können und kann sagen, dass Nolan aber in der Tat ein neuer Geniestreich gelungen ist!

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