„Blade Runner 2049“ – Perfektes Sequel über (Nicht-)Menschlichkeit

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„Blade Runner 2049“ besitzt umwerfende Schauwerte, einen fantastischen Score, eine kluge und wendungsreiche Handlung und ist im besten Sinne gemeint verdammt langsam. Denis Villeneuve wiedersteht der Gefahr, simplen Popcorn-Bombast abzuliefern, sondern erzählt einen spannenden und erschreckend aktuellen Film über die Fragen nach Menschlichkeit, Schöpfung, modernen Sklaven und einen möglichen Ausbruch aus dystopischen Lebensverhältnissen zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Auch als inszenatorische und thematische Weiterführung des Sci-fi-Kult-Klassikers von 1982 funktioniert die späte Fortsetzung überraschend gut: Das Sequel knüpft sinnvoll an „Blade Runner“ an, hat aber eine eigene Geschichte zu erzählen.

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„What Happened To Monday“ – Noomi Rapace mal 7!

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„What Happended To Monday“ ist einer dieser Filme, der auf den ersten Blick ein überaus intelligentes und interessantes Szenario bietet, sich bei genauerem Hinsehen aber doch nur als ein riesiges Logikloch voller Filmfehler entpuppt. Wirklich sehenswert ist aber die Schwedin Noomi Rapace, die hier die Rollen von sieben (!) Zwillingschwestern übernimmt und wieder mal ihre Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Hollywood-Veteranen Glenn Close und Willem Dafoe hingegen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Macher hätten sich mehr auf ihre ausbaufähige Grundhandlung konzentrieren sollen, daraus hätte man deutlich mehr machen können. Düstere Zukunftvisionen müssen auch Sinn machen, um überzeugen zu können!

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„The Man in the High Castle“ – Interessante Dystopie in Serie!

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Was wäre, wenn die Nazis und die Japaner den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt hätten? Diese u.a. von Ridley Scott produzierte Serie, basierend auf einem Roman von Philip K. Dick, der schon die Romane zu „Blade Runner“, „Total Recall“ oder „Minority Report“ schrieb, spielt in einem fiktiven 1962, in dem das die Realität ist. Ein interessantes Szenario, das schon alleine genug Potential für interessante Handlungsansätze bietet. Die erste Staffel kann einen definitiv ködern, in der zweiten Staffel muss aber mehr kommen.

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„Mad Max: Fury Road“ – Kompromissloses Action-Kunstwerk

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Selten schafft es ein Film, einen so umzuhauen wie der vierte „Mad Max“. Der Trailer war originell und hob sich angenehm vom ganzen Blockbuster-Superhelden-Einheitsbrei ab. Und (schon fast unerwartet) kann der Film tatsächlich alle geschürten Erwartungen erfüllen! Was für ein furioses Endzeit-Action-Gewitter! Zwei Stunden eine einzige lange Actionszene, die aufgrund großartiger Inszenierung und Detailliebe nie langweilig wird. Die Story – so man sie denn so nennen will – ist dabei nebensächlich; aber dies hat wohl auch keiner anders erwartet. Der Film ist ein kleines Meisterwerk in seiner perfekten Bild-Ton-Komposition, die ein wahres auf die Spitze getriebenes Vollgas-Feuerwerk entfacht und einen niedergeschmettert und überwältigt aus dem Kino entlässt. Sehenswert!

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Harrison Ford in „Blade Runner 2“

Harrison Ford wurde nun offiziell für „Blade Runner 2“ bestätigt. Ridley Scott wird bei seinem Traumprojekt nicht selbst Regie führen, sondern momentan ist Denis Villeneuve („Enemy“, „Prisoners“) ein heißer Kandidat für die Inszenierung der Fortsetzung des Kultfilms. „Blade Runner 2“ soll einige Jahrzehnte nach dem ersten Teil angesiedelt sein. Im Sommer 2016 sollen dann die Dreharbeiten beginnen.

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„Snowpiercer“ – Grausame 2-Klassen-Dystopie

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Snowpiercer

Der mit Spannung erwartete neue Film vom „The Host“-Regisseur Joon-ho Bong ist eine eigenwillige Verfilmung der französischen Dystopie-Comics „Schneekreuzer“, in der die letzten Überreste der Menschheit in einem 2-Klassen-System in einem sich selbst antreibenden Zug durch die vereiste Erde fahren. Der Film ist in erster Linie ein nicht gerade zimperlicher Science-fiction-Actionfilm, ist aber trotz amerikanischer Starbesetzung weit ab von Hollywood, streut er zahlreiche geradezu philosphische Klänge ein und ist im Wesentlichen eine Allegorie über Gesellschaften mit mehreren sozialen Klassen. Und somit schonmal interessant!

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„Her“ – Spezieller Liebesfilm mit zynischen Seitenhieben

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Joaquin Phoenix führt eine Beziehung mit seinem Betriebssystem. Klingt wie eine Komödie oder eine böse Dystopie. Überraschender Weise gelingt Regisseur Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaption.“) aber ein hochemotionaler Film über Liebe und Beziehungen, der das ungewöhnliche Liebespaar durchaus ernst nimmt. Dass bei dieser Beziehung jedoch einige Probleme vorprogrammiert sind (pun intended), liegt auf der Hand. Der Film ist ruhig und melancholisch inszeniert, kann aber gerade am Anfang auch einige humoristische und zukunftskritische Klänge einstreuen. Aus einer interessanten Idee wurde ein gut umgesetzter Film, der zum Weiterdenken anregt. Ein kleiner Höhepunkt des Filmjahres!

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„Die Tribute von Panem: Catching Fire“ – Gute Fortsetzung mit schwächelnder zweiter Filmhälfte

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„Die Tribute von Panem: Catching Fire“ („The Hunger Games: Catching Fire“) ist der zweite Teil der Verfilmung der gleichnamigen Buchtrilogie von Suzanne Collins. Die Fortsetzung von „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ ist atmosphärisch, weitgehend gelungen, überzeugt schauspielerisch und beweist eingangs überraschend viel Mut zu einer konsequent düsteren Atmosphäre. Leider wird die zweite Filmhälfte, die eigentlichen Hunger Games, nicht ganz so stimmig umgesetzt.

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