„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ – Grandios!

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Die Filme von Martin McDonagh sind überschaubar, aber wenn er mal einen dreht, kommen immer Geniestreiche wie „Brügge sehen… und sterben?“ oder „7 Psychos“ dabei heraus. Auch sein neuer Film dürfte schnell Kultstatus erlangen und nach seinem Erfolg bei den Golden Globes sicher auch noch bei den Oscars abräumen. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist ein wirklich grandioser Film mit einer bitteren Handlung voll schwarzem Humor, die immer wieder solche Haken schlägt, dass man immer wieder überrascht wird. Rund wird der Film aber erst durch den einfach herrlichen Cast! Wie schon in „7 Psychos“ sind Woody Harrelson und Sam Rockwell wieder mit von der Partie und liefern beide eine ihren besten Rollen ab, ganz klar den Vogel schießt aber Frances McDormand ab. Wer übrigens glaubt, dass es hier um die Aufklärung eines Mordes geht, dem sei gleich gesagt, das wäre nicht interessant genug gewesen, was hier zwischen den Protagonisten abgeht, ist um einiges spannender und origineller.

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„Detroit“ – Packendes Drama über die Rassenunruhen 1967!

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Mit Klassikern wie „Near Dark“, „Strange Days“ oder „Gefährliche Brandung“ machte sich Regisseurin Kathryn Bigelow schon früh einen Namen, doch seit ihrer Zusammenarbeit mit dem Journalisten Mark Boal präsentiert sie nach „Tödliches Kommando“ und „Zero Dark Thirty“ mit „Detroit“ bereits ihr drittes politisches Drama, das sich nicht nur durch die akribische Recherche und den Drang zur exakten Wiedergabe der Ereignisse, sondern auch durch eine wirklich packende Erzählweise auszeichnet. Der Film spielt während der Rassenuhruhen 1967 in Detroit und konzentriert sich in erster Linie auf einen brutalen Polizeieinsatz in einem Hotel. Obwohl es sich hier um einen Film mit historischem Background handelt, wirkt er schon fast wie ein Horrorfilm, so erschreckend ging es damals zu und so unberechenbar setzten die rassistischen Polizisten ihre Macht ein. Trotzdem schafft es Kathryn Bigelow erneut, möglichst neutral zu bleiben und die Unsicherheit und Wut auf beiden Seiten des Konfliktes gut zu veranschaulichen.

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„The Punisher“ – Nur Gewalt, Militarismus und Waffengeilheit!

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Mit „Daredevil“ begann eine interessante TV-Reihe eher unscheinbarer Marvel-Superhelden, die zuletzt im gemeinsamen Ensemble „The Defenders“ gipfelte. Ein interessanter Nebencharakter aus der zweiten Staffel von „Daredevil“ hat jetzt sein eigenes Spin-Off erhalten: der „Punisher“. Als Kontrastprogramm zum blinden Superhelden funktionierte „The Walking Dead“-Star Jon Bernthal in dieser Rolle nicht schlecht, eine eigene Serie war so fast unvermeidlich. Doch die Superkräfte „Gewalt“, „Rache“ und „ewiger Soldat“ können über 13 lange Folgen sehr langweilig werden, viel schlimmer kommt noch das direkte Ansprechen von Waffenbefürwortern und Militärbegeisterten hinzu. Erwartungsgemäß wurde natürlich auch der Gewaltlevel auf einen neuen Level gebracht, der das Franchise auch nicht unbedingt voran bringen dürfte. Immerhin scheint „The Punisher“ nicht direkt in die Haupthandlung der „Defenders“ einzugreifen, ich würde daher jedem, der nicht über fast 13 Stunden einer rachegeilen Tötungsmaschine und seinen nicht minder ätzenden Militärgegnern beim gegenseitigen Foltern und Töten zuschauen will, diesen Ableger doch zu überspringen!

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„Rillington Place“ – Tim Roth als brutaler Serienkiller!

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Es hat schon immer perverse Serienmörder gegeben, mit „Rillington Place – Der Böse“ widmet sich die BBC mit ihrem Serien-Dreiteiler dem Briten John Reginald Christie, der in den 1940ern eine Reihe düsterer Morde begangen hatte. Mit Tim Roth hat man den perfekten Kandidaten für die Darstellung des schmuddeligen, perversen Mörders gefunden. Er spielt diesen so überzeugend, dass ich dem ekelhaften Treiben schon nach dem ersten Teil nur noch wiederwillig weiter zuschauen wollte. Zudem zieht sich die Handlung mitunter etwas und wird durch seinen seltsam unchronologischen Aufbau nicht unbedingt besser. Die Serie ist überzeugend düster, die Darsteller gut, aber trotzdem nicht unbedingt was für jeden Geschmack.

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„Silence“ – Scorsese schickt Andrew Garfield nach Japan

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Religion war in der Geschichte oft der Auslöser für Gewalttaten, so auch im Japan des 17. Jahrhunderts, als Tausende Christen von der japanischen Regierung verfolgt und brutal getötet wurden. In dieser Zeit folgt Regisseur Martin Scorsese auf Basis einer wahren Geschichte zwei portugiesischen Priestern, deren Glaube in der feindlichen Umgebung auf so manche Probe gestellt wird. Neben einer großartigen Leistung der Stars Andrew Garfield, Adam Driver und Liam Neeson bietet „Silence“ wirklich beeindruckende Bilder und regt zum Nachdenken über die Auslegung der unterschiedlichen Glaubensgrundsätze an. Der Film ist voller Bitterkeit und lässt einen mit seinem Hauptdarsteller leiden, aber trotzdem immer mit der Frage im Hinterkopf, ob dessen unerschütterlicher Glaube wirklich zum Guten führt.

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„Killer’s Bodyguard“ – Reynolds und Jackson im Ballerrausch!

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Wenn „Deadpool“ Ryan Reynolds als Bodyguard und Samuel L. Jackson als Killer aufeinandertreffen und trotz ihrer doch eher gegensätzlichen Jobs zusammenarbeiten müssen, dann könnte dabei richtig krasse Action und ein Menge cooler Sprüche herauskommen. In diesem Fall aber… klappt das tatsächlich! Reynolds und Jackson machen einfach Spaß, die Action überschreitet alle Grenzen, natürlich auch die der Logik, aber das macht hier nichts. Vom Anfang bis zum Ende ist „The Hitman’s Bodyguard“ kurzweilig und absolut unterhaltsam, eine schöne Actionkomödie für Zwischendurch, der neben den beiden Hauptdarstellern auch noch Gary Oldman, Salma Hayek, Elodie Yung und Joaquim de Almeida mit im Cast hat.

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„Game of Thrones“ – Was stimmt da nicht in Westeros?

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90% aller Abonnenten vom HBO schauten das Finale der siebten Staffel der Fantasyserie „Game of Thrones“. Neben allen Websites, die auch nur entfernt mit Serien und Filmen zu tun haben, berichten inzwischen wirklich alle großen deutschen Zeitungen online über jede Folge und jedes potentielle Mysterium, um über die Ereignisse, die Intrigen, die Personen und die noch zu lüftenden Geheimnisse zu diskutieren und alles zu analysieren. Denn fast die ganze Welt besteht jetzt aus „Game of Thrones“-Experten. Das kann für die ursprünglichen Fans, die schon vor der Serie die Bücher liebten, mit deren Stil die neuen Staffeln immer weniger zu tun haben, ganz schön nervig sein. Ich gehöre dazu und kann so langsam sogar verstehen, warum man auf die fehlenden Bücher von George R. R. Martin vielleicht ewig warten muss.

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„Free Fire“ – Ballern, schnacken und weiterballern!

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Gerade hatte ich mich bei einem Klassiker aus den 70ern noch gefragt, warum man eigentlich heute nicht mehr solche Dialoge in den Filmen hat, da kommt „Free Fire“ um die Ecke. Da vermurkst ein Trupp um Stars wie Brie Larson, Cillian Murphy, Armie Hammer, Sam Riley und Jack Reynor einen Waffendeal und dann wird nur noch geballert, angereichtert mit großartigen Sprüchen, die oft auch in einen Bud-Spencer-Film gepasst hätten. Das macht richtig Laune, obwohl der ganze Film eigentlich nur in einer Lagerhalle spielt und man den Trotteln dabei zusieht, wie sie sich gegenseitig auszuschalten versuchen. Das kommt aber so kurzweilig daher, denn alle Charaktere erweisen sich als äußerst zäh und mitunter auch ziemlich unfähig, sodass man zudem nicht mal so richtig sagen kann, wem man überhaupt gönnt, das Chaos am Ende zu überleben. Und mich würde wirklich interessieren, wie viele Patronen in diesem Film abgefeuert wurden. Schon lange keinen so lauten Film mehr gesehen!

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