Neue Dokus: „Wikinger“, „Wildes Thailand“ & „Dunkirk“

Hier kommen wieder drei neu erschienene Dokumentationen, die wir euch kurz vorstellen wollen. Als erstes wäre da „Die Wikinger – Legende und Wahrheit“, ein Zweiteiler mit neuen Erkenntnissen zu den nordischen Kriegern, die dreiteilige Naturdokumentation „Wildes Thailand“, die eins der schönsten Länder Asiens mit seiner beeindruckenden Tierwelt präsentiert, und zuletzt die Kriegsdoku „Dunkirk“, die sich in drei Teilen der Belagerung Dünkirchens im Zweiten Weltkrieg widmet.

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„Die Verführten“ – Sofia Coppolas neues Drama!

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Sofia Coppola, Tochter des legendären Francis Ford Coppola, startete damals mit „The Virgin Suicides“ und ihrem Meisterwerk „Lost in Translation“ als Regisseurin wirklich stark durch. Doch schon „Marie Antoinette“ konnte nicht mehr mithalten, „Somewhere“ war zwar wieder ganz nett, aber „The Bling Ring“ wieder überflüssig. Ihr neuer „Die Verführten“ hat mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning und Colin Farrell einen beachtlichen Cast zu bieten, der Film ist solide inszeniert und gespielt, aber trotzdem nichts, was sich wirklich einprägt. Interessant wird er im Vergleich zur 1971er Verfilmung „Betrogen“ mit Clint Eastwood.

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„Die Frau des Zoodirektors“ – Ganz klar kein Tierfilm!

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Wenn man das Cover mit Kuschellöwe sieht und den Titel hört, denkt man sofort an einen Familienfilm wie „Wir kaufen einen Zoo“. Doch „Die Frau des Zoodirektors“ ist ein trauriges Drama, dass die recht unbekannte wahre Geschichte des polnischen Ehepaares Antonina und Jan Żabińska zeigt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden und andere von den Nazis Verfolgte in ihrem Zoo versteckten. Der Film ist gefühlvoll und doch bitter, auch wenn seine Heldin ein wenig überzeichnet wirkt. Das liegt aber nicht in erster Linie an Darstellerin Jessica Chastain, die in der Rolle überzeugen kann. Ganz weit vorne spielt auch mal wieder Daniel Brühl, der als Zoodirektor Berlins und gleichzeitig als hochrangiger Nazi zwischen seinen zoologischen Interessen und der Zuneigung zu Antonia und seinen Pflichten als deutscher Soldat hin- und hergerissen ist.

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„Planet der Affen: Survival“ – Düsterer dritter Teil des Reboots!

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Nach den fünf Klassikern aus den 70ern und dem misslungenen Remake von Tim Burton in den 90ern wurde das „Planet der Affen“-Franchise 2011 sehr gelungen wiederbelebt. Nachdem der erste Teil „Prevolution“ die Experimente mit den Affen und den dadurch verursachten Ausbruch einer Seuche thematisierte, widmete sich der zweite Teil „Revolution“ der Konfrontation von überlebenden Menschen und intelligenten Affen, der unausweichlich zum Krieg führte. Auch im dritten Teil steht Affe Caesar im Mittelpunkt, großartig von Andy Serkis per Motion Capturing in Szene gesetzt. Der eigentlich friedliche Affe kommt dieses Mal allerdings auch an seine Grenzen, als ein von Woody Harrelson gekonnt böse gespielter Colonel mit seinen Soldaten den Affen endgültig den Garaus machen will. Auch der dritte Teil beeindruckt mit wirklich lebensecht wirkenden Affen und einer bitteren Handlung, in der man sich so gar nicht mehr mit seiner eigenen Rasse identifizieren kann. „Survival“ rundet die neue Trilogie ab und bietet ein Ende, das die Reihe sinnvoll abschließt. Eine weitere Fortsetzung würde vermutlich nicht mehr funktionieren.

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„Dunkirk“ – Audiovisuell intensiv, erzählerisch leer

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Dass sich insbesondere die englischsprachigen Kritiken geradezu mit Superlativen bezüglich „Dunkirk“ überschlagen, hat mich letztlich doch noch ins Kino gelockt, obwohl ich Kriegsfilmen skeptisch gegenüberstehe und mich die Trailer bisher kaltgelassen haben. Nolans minimalistische Fokussierung auf das nackte Gefühl vom Überleben ist interessant, auch technisch ist der Film klar das Meisterwerk, zu dem es momentan mitunter erklärt wird. Sounddesign und Kamera sind fantastisch, sodass der Film eine intensive Kriegserfahrung ermöglicht. Erzählerisch hat der Film jedoch so wenig zu bieten, dass man trotz temporeicher Musikuntermalung und Schnittfolge irgendwann durch die repetitiven Szenen, die Gesichtslosigkeit der Figuren und die patriotischen Anklänge auf die Uhr guckt. Ich habe mich irgendwann eher gelangweilt. Der Gang ins Kino lohnt sich, wenn man sich einfach von den Bildern und Geräuschen berauschen lassen will.

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„Genius“ – Großartige erste Staffel über Albert Einstein!

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Qualitativ sind heute viele Serien den Kinofilmen weit überlegen, also produziert fast jeder Sender inzwischen seine eigenen Serien. Auch National Geographic verlässt jetzt den Dokumentarbereich und startet mit „Genius“ eine wirklich sehenswerte Serie über die genialsten Wissenschaftler unserer Zeiten. Dass sich die erste Staffel Albert Einstein widmet, verwundert nicht. Allerdings erfährt man in zehn Folgen so viel Interessantes über das Genie, was vorher sicher nicht vielen bekannt war. So folgt man dem von Geoffrey Rush und Johnny Flynn fantastisch dargestellten Wissenschaftler von seinen ersten Ausflügen in die Physik, über das Patentamt und seine ersten bahnbrechenden Theorien bis zur Verfolgung durch die Nazis und seinem Tod in den USA. Die Geschichte eines der klugsten Köpfe aller Zeiten, brilliant gespielt und inszeniert. Absolut sehenswert.

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„Deutschland 83“ – Tolle Serie zum Ost-West-Konflikt der 80er Jahre

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Es ist schon lustig, dass RTL aus Versehen eine wirklich gelungene Serie produziert und sie dann zuerst in die USA verkauft, bevor sie auf dem eigenen Kanal ausgestrahlt wird. Vermutlich erkannte man gleich, dass sie für das Standardpublikum von RTl nicht primitiv genug war. „Deutschland 83“ kann mit einer sehr guten Besetzung, einer spannenden und zugleich sehr interessanten Handlung und einer auch von der Ausstattung her sehr gelungenen Umsetzung punkten. Neben dem zentralen Thema des Kalten Kriegs und der Spionageaktivitäten der DDR und der BRD widmet man sich zudem Themen wie Aids, Homosexualität, Kommunen und natürlich auch der Musik der 80er, die zudem für einen wirklich grandiosen Soundtrack sorgen.

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„The Man in the High Castle“ – Interessante Dystopie in Serie!

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Was wäre, wenn die Nazis und die Japaner den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt hätten? Diese u.a. von Ridley Scott produzierte Serie, basierend auf einem Roman von Philip K. Dick, der schon die Romane zu „Blade Runner“, „Total Recall“ oder „Minority Report“ schrieb, spielt in einem fiktiven 1962, in dem das die Realität ist. Ein interessantes Szenario, das schon alleine genug Potential für interessante Handlungsansätze bietet. Die erste Staffel kann einen definitiv ködern, in der zweiten Staffel muss aber mehr kommen.

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