„Verborgene Schönheit“ – Will Smiths Rehabilitation bleibt aus

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Hätte Will Smith damals nicht die Hauptrolle in „Django Unchained“ für das Weltraumdesaster „After Earth“ geopfert, wäre seine Karriere vielleicht nicht so abgestürzt. Seither sucht er weiterhin auf einen neuen Erfolg und hat mit dieser der „Weihnachtsgeschichte“ ähnlichen Geschichte gar nicht mal ein so unoriginelles Projekt ausgewählt, doch das Ergebnis kommt so tölpelhaft daher, dass irgendwie gar nichts funktionieren will. Da hilft auch der beeindruckende Nebencast von Kate Winslet, Edward Norton und Michael Peña bis zu Keira Knightley und Helen Mirren nicht wirklich. Alle machen hier leider keine gute Figur, da das ambitionierte Projekt sich selbst zu ernst nimmt und so keine Szene das eigentliche Potential richtig umsetzt.

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„Swiss Army Man“ – Melancholischer Furzhumor mit Leiche!

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swissarmymanSeit ich den herrlich absurden Trailer zu „Swiss Army Man“ gesehen habe, wollte ich unbedingt wissen, was mir das alles sagen soll. Das weiß ich nach dem Film immer noch nicht so ganz, aber ich habe lange nicht mehr einen so herrlich verrückten Film gesehen, der auf der einen Seite so primitiv und auf der anderen Seite so emotional daher kommt. Paul Dano und Daniel Radcliffe spielen einfach großartig. „Swiss Army Man“ hat so skurrile Einfälle, so seltsame Dialoge und doch so viel Tiefgang, einen vergleichbaren Film habe ich bisher nicht gesehen. Ein absoluter Außenseiter, aber vermutlich nicht jedermans Sache.

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„Raum“ – Großartiges Entführungs-Familien-Drama!

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Letzendlich konnte nur Hauptdarstellerin Brie Larson für ihre einmalige Leistung einen Oscar für diesen Film gewinnen, verdient hätte er sicher mehr. „Room“ ist so vielschichtig, spannend und gefühlvoll wie kaum ein anderer Film. Das Schicksal von Mutter und Kind, eingesperrt in einen kleinen Raum, die versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen, ist einzigartig inszeniert und neben Brie Larson auch von dem kleinen Jacob Tremblay wirklich erstklassig gespielt. Auch die Nebendarsteller Joan Allen, William H. Macy und Sean Bridgers können überzeugen. Sicher einer der besten Filme des Jahres!

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„Margos Spuren“ – Toller Film über Liebe und Freundschaft

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Nachdem schon die Verfilmung von John Greens Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gut funktioniert hatte, hat mich sich nun auch seines Romans „Margos Spuren“ angenommen und auch diese Adaption kommt witzig, gefühlvoll und originell daher, was nicht zuletzt an den tollen Jungschauspielern liegt, wobei ich persönlich kein Fan von Model Cara Delevingne bin, deren leicht arrogante Art aber hier doch ganz gut zu Margos Charakter passt. Schön, dass es in letzter Zeit so viele Jugendfilme über das Erwachsenwerden gibt, die nicht nach Schema F laufen.

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„Wish I Was Here“ – Auch Zach Braffs zweiter Film ist toll!

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Für die meisten wird Zach Braff für immer J.D. aus „Scrubs“ bleiben, doch wer damals seinen grandiosen Film „Garden State“ gesehen hat, weiß, dass Braff deutlich mehr drauf hat. Trotzdem hat es viele Jahre gedauert, bis mit „Wish I Was Here“ der zweite Film mit ihm vor und hinter der Kamera in die Kinos kommt. Dieser bleibt zwar etwas hinter „Garden State“ zurück, kann aber auch mit einer gefühlvollen Story, tollen Darstellern, originellen Ideen und einer gesunden Mischung aus lustigen und traurigen Szenen punkten. Man kann also nur hoffen, dass man auf Braffs nächsten Film nicht wieder so lange warten muss.

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„Blau ist eine warme Farbe“ – Voyeuristische Einblicke in Adèle

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Der im französischen Original „La vie d’Adèle“ betitelte ‚Skandalfilm‘ und Cannes-Gewinner über die lesbische Beziehung zwischen Adèle und Emma stellt eine Montage vieler einzelner Momentaufnahmen aus dem Leben der Protagonistin dar. Geradezu voyeuristisch sieht der Zuschauer der Titelfigur beim Tanzen, durch die Gegend gehen, Sex haben oder irgendwo rumstehen zu – dabei klebt die Kamera meist effektiv sehr dicht am Körper von Adèle. Auch die berüchtigten Sexszenen sind weitgehend gelungen (das Marketing darüber auch) und der 3 Stunden lange Film kann mit einer langsamen, fragmenthaften Erzählung viele Emotionen und Spannung erzeugen.

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„Her“ – Spezieller Liebesfilm mit zynischen Seitenhieben

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Joaquin Phoenix führt eine Beziehung mit seinem Betriebssystem. Klingt wie eine Komödie oder eine böse Dystopie. Überraschender Weise gelingt Regisseur Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaption.“) aber ein hochemotionaler Film über Liebe und Beziehungen, der das ungewöhnliche Liebespaar durchaus ernst nimmt. Dass bei dieser Beziehung jedoch einige Probleme vorprogrammiert sind (pun intended), liegt auf der Hand. Der Film ist ruhig und melancholisch inszeniert, kann aber gerade am Anfang auch einige humoristische und zukunftskritische Klänge einstreuen. Aus einer interessanten Idee wurde ein gut umgesetzter Film, der zum Weiterdenken anregt. Ein kleiner Höhepunkt des Filmjahres!

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„47 Ronin“ – Keanu Reeves als Samurai-Kämpfer!

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Wenn Hollywood versucht, japanische Legenden zu verfilmen, ist das eigentlich schon gleich zum Scheitern verurteilt, sowas machen die Asiaten einfach besser. Das gilt leider auch für „47 Ronin“, der krampfhaft versucht, episch zu wirken, aber an schlecht animierten Fantasy-Elementen, Kitsch und einer hier und da etwas unlogischen Handlung scheitert. Auch Keanu Reeves wirkt deplatziert und kann dem Film nicht wirklich helfen. Für Fans japanischer Fantasy ein netter Zeitvertreib, aber garantiert kein Geheimtipp. Dann sollte man lieber wieder zu Klassikern wie „Tiger & Dragon“ oder „Hero“ greifen.

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