„American Gods“ – Abgedrehte Fantasy nach Neil Gaiman

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Nach dem Meisterwerk „Ein gutes Omen“, das Neil Gaiman zusammen mit Fantasy-Legende Terry Pratchett schrieb, hatte ich mir vor Jahren auch seinen Roman „American Gods“ vorgenommen. Nach den ersten Bildern der Serie kam mir auch wieder in den Sinn, warum ich damals beim Lesen schon so verwirrt zurückgelassen wurde, denn „American Gods“ stellt in düsteren Bildern eine Welt von Göttern vor, die schwer in Worte zu fassen ist. Gewalt und Sex bekommen hier einen völlig neuen Stil, der sicher nicht jedermans Sache ist. Trotzdem hebt die Serie sich von der Masse ab, komplett überzeugen konnte sie mich dennoch nicht, da ihr doch etwas der rote Faden fehlt.

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„Legion“ – Mindfuck aus dem „X-Men“-Universum

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Man könnte meinen, dass sich mit „Legion“ eine weitere Superheldenserie in den übersättigten Markt einreiht, doch weit gefehlt. Die komplexe Handlung, die konfusen Metaebenen und die einzigartige Optik machen die Serie zu einem echten Highlight. Trotz einiger Hinweise auf die Welt der bekannten „X-Men“ hat der Stil nichts mit dem der „X-Men“-Kinofilme zu tun. Die gerade mal acht Folgen umfassende erste Staffel bietet eine solche Fülle an absurden Ideen und mitunter wirklich gruseligen Aspekten, dass man sich wirklich freuen kann, dass „Fargo“-Showrunner Noah Hawley auch für diese Serie verantwortlich ist.

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„Gone Girl“ – Thrillige Ehemetapher mit Medienkritik

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Gone Girl

David Fincher liefert mit „Gone Girl“ erneut einen gelungenen Thriller ab, der trotz stolzer Laufzeit von 2,5 Stunden niemals langweilig wird. Dabei wird die Spannung nur durch die Geschichte aufrechterhalten und nicht durch Action. Doch trotz der guten schauspielerischen Leistungen wirkt der Film am Ende nicht ganz rund: Man hat z. T. das Gefühl, dass die Buchadaption von Gillian Flynn, die auch das Drehbuch zum Film geschrieben hat, viele Themen anspricht, aber keines wirklich im Fokus steht und von denen sich die meisten zum Schluss verloren haben. Die psychologische Ausgefeiltheit der Figuren hinkt irgendwann leider den übergeordneten Ebenen des Geschehens hinterher. Dennoch ist der Film durchaus sehenswert!

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„Enemy“ – Lynchiger Doppelkopf-Mindfuck

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alllost-g

Lange gab es nicht mehr so einen kryptischen Film im Lynch/Cronenberg-Stil wie „Enemy“. Jake Gyllenhaal spielt seine Doppelrolle wieder einmal ausgezeichnet! Visuell und inhaltlich fesselnd erfordert der Mystery-Thriller vom „Prisoners„-Regisseur Denis Villeneuve die Betrachtung des Films auf einer Meta-Ebene, da zwischen die ansonsten halbwegs geradlinige Erzählung ein paar Psycho-Szenen mit Spinnen-Metaphorik eingestreut werden und die verschiedenen Figuren und Beziehungskonstellationen zum Teil miteinander verschwimmen. Aber das Beste: Der Film lädt zum Nachdenken und Nochmalsehen ein und im Gegensatz zu den Lynch-Filmen gibt es auch einige Anhaltspunkte, wie der Film nun zu verstehen ist.

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„Under the Skin“ – Johansson als tödliche Alien-Verführerin

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alllost-g

„Under the Skin“ bietet einen psychedelischen Trip ins triste Schottland und eine kühle, verführerische und sehr freizügige Scarlett Johansson. Der Regisseur macht es einem alles andere als leicht, den Film zu verstehen – würde die offizielle Inhaltsangabe nicht verraten, dass es sich um ein Alien handelt, das Männer ‚verspeist‘, wäre nicht einmal das wirklich verständlich. Stimmungsvoll werden die irrationalen Bilder mit starken Albtraum-Klängen untermalt, was den Film zu einem fesselnden audiovisuellen Erlebnis macht. Inhaltlich thematisiert der Film Einsamkeit und Körperlichkeit; viele Szenen und die wortlose, distanzierte Inszenierung hinterlassen allerdings oft ein Fragezeichen.

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