„Ready Player One“ – Spielbergs bunte Nerd-Nostalgie-Effekt-Orgie!

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Steven Spielberg ist sicher einer der bedeutendsten Regisseure der 80er und hat nicht zuletzt die Popkultur ins Kino gebracht. Nachdem seine letzten Blockbuster „Indiana Jones 4“ sowie „Tim und Struppi“ in keiner Form an seine kultigen Erfolge aus den 80ern anknüpfen konnten, konzentrierte sich der Regisseur mehr auf historisch und politisch motivierte Filme wie „Lincoln“, „Bridge of Spies“ und zuletzt „Die Verlegerin“, eine Rückkehr zu seiner alten Qualität schien unwahrscheinlich. Mit „Ready Player One“ kehrt Spielberg jetzt allerdings nicht nur mit lautem Knall in die Welt des Popcornkinos zurück, er verfilmte dafür zudem eine Romanvorlage, die sich zentral eben genau um die Popkultur der 80er dreht. Während ich am Anfang noch skeptisch war, ob mich der größtenteils animierte Film tatsächlich seinen Bann ziehen würde, war ich bald voll drin in der wilden Achterbahnfahrt. Denn „Ready Player One“ bietet nicht nur das gute alte „Jugendliche und Bösewichte auf rasanter Schatzjagd“-Thema, der Film ist dermaßen voll von Anspielungen auf die Film-, Musik- und Computerspielwelt der 80er, dass man sicher noch beim dritten Mal neue Anspielungen und Charaktere erkennen würde. Endlich mal wieder gelungenes Spielberg-Popcornkino!

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„Greatest Showman“ – Der High School Musical Circus!

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Dass Hugh Jackman nicht nur als „Wolverine“ Krallen ausfahren, sondern auch singen kann, hat er bereits in „Pan“ und vor allem in „Les Misérables“ unter Beweise gestellt, so gibt er gesangstechnisch auch in „Greatest Showman“ alles. Doch das poppige, bunte und durchaus optisch aufwendig inszenierte Musical über den legendären Zirkus-Erfinder P.T. Barnum krankt an vielen anderen Stellen. Gerade wer die tatsächliche Vita von Barnum durchliest, muss sich fragen, warum bei einer so interessanten Geschichte und einem ebenso vielschichtigen Mann so eine oberflächliche, kitschige und jeglicher Logik entsagende Handlung zusammengematscht wurde. Selbst der Hauch Sozialkritik verpufft total, die wahllos bzw. eher sinnlos herausgepickten Elemente aus Barnums Leben werden mit zwar eingängigen und grundsätzlich hörbaren Popsongs sowie gut arrangierten Tanzszenen optisch und akustisch nett aufbereitet, die Handlung selber ist aber unglaublich langweilig, ohne jeglichen Tiefgang und nicht zuletzt durch die Songs an den unwichtigsten Stellen elendig in die Länge gezogen. Man kann auch Musicals deutlich anspruchsvoller gestalten, die Dramaturgie findet hier leider eher auf dem Niveau der „High School Musical“-Filme statt. Schade!

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„Coco“ – Pixars spaßiger Ausflug in die Welt der Toten!

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Das ehemalige Animationsaushängeschild Pixar hatte zuletzt 2015 mit „Alles steht Kopf“ mal wieder einen echten Geniestreich hingelegt, danach konnten „Findet Dorie“, „Arlo & Spot“ sowie „Cars 3“ nur bedingt als großer Wurf bezeichnet werden. Das ändert sich jetzt mit „Coco – Lebendiger als das Leben“, der mit herrlich schrägem Humor und einer gefühlvollen Geschichte über den Tod und die Musik mal wieder einen Nerv trifft. Die Geschichte über einen Jungen aus Mexiko, der so gerne Musiker wäre, dessen Familie aber aufgrund einer alten Familiengeschichte Musik komplett aus ihrem Leben verbannt hat, und den es am Tag der Toten aus Versehen in deren verrückte Welt verschlägt, kann mit vielen amüsanten Ideen und einer tollen Mischung aus Witz und Gefühl mal wieder auf voller Länge überzeugen.

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„Baby Driver“ – Schnell, spannend und unterhaltsam!

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Edgar Wright ist bisher in erster Linie für rasante Komödien wie „Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“, „The World’s End“ oder „Scott Pilgrim“ bekannt gewesen, sein neuer Gaunerfilm „Baby Driver“ kommt zwar etwas ernster, dafür aber noch rasanter daher. Die Verfolgungsjagden sind das eine, was aber auch hier wieder bestens funktioniert, sind die leicht überzeichneten Charaktere. Hauptdarsteller Ansel Elgort kann hier zwar überzeugen, muss aber den Kürzeren ziehen bei einem fiesen Kevin Spacey und einem wirklich durchgeknallten Jamie Foxx. Doch auch Lily James, Jon Bernthal, Eiza Gonzalez und Jon Hamm machen ihre Sache gut. „Baby Driver“ verknüpft gekonnt bekannte Elemente aus Auto- und Gaunerfilmen zu einem abgedrehten Actionfilm, der trotz seines bitteren Untertons natürlich auch den ein oder anderen Moment zum Schmunzeln bietet.

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„La La Land“ – Die großartige Rückkehr des Musicals!

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Klar, es hat immer Musikfilme und Musicals gegeben, aber so wirklich im Gedächtnis sind mir in den letzten Jahren keine geblieben. Und plötzlich kommt „La La Land“, singt und spielt sich mit Emma Stone und Ryan Gosling ganz tief ins Herz und kann dabei auch noch optisch überzeugen. Das musikalische Meisterwerk wurde daher nicht umsonst mit zahlreichen Golden Globes ausgezeichnet, auch bei den Oscars ist bei den Nomierungen einiges drin. Weit weg vom typischen Popcornkino, mit dem Potential zum Geheimtipp, der durch die Medienpräsenz nun doch keiner mehr ist. Ein toller Film über Musik, Hollywood und die Liebe!

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„The Beatles: Eight Days A Week – The Touring Years“ – Rockt!

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eightdaysaweekDie Beatles sind ein musikalisches Phänomen, das bis heute seinesgleichen sucht. Einzigartig waren auch die Touren und das Verhalten der Fans, das ein Ausmaß annahm, mit dem letztendlich weder Ordnungshüter noch die Band selber umzugehen vermochten. Die Dokumentation von Ron Howard widmet sich den wenigen Jahren in den 1960ern, in denen die Band auf der ganzen Welt auf Tournee waren, was sie dort erlebten und was sie letztendlich dazu brachte, nie wieder auf Tour zu gehen. Ein interessanter Einblick mit seltenen Aufnahmen und natürlich zahlreichen der geliebten Songs.

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„Green Room“ – Thriller mit Patrick Stewart als Nazi!

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greenroomWie wandlungsfähig der kürzlich viel zu jung verstorbene Anton Yelchin war, kann er auch in diesem Film unter Beweis stellen. Mitglieder einer Punkband werden in einer Skinhead-Disco Zeuge eines Mordes und müssen sich in einem Raum verschanzen, weil man die Zeugen beseitigen will – eine nette Grundidee für einen guten Horrorthriller. Neben Anton Yelchin macht vor allem Patrick Stewart Spaß, der als fieser Obernazi mal völlig gegen seine normalen Rollen besetzt wurde und hervorragend als Bösewicht funktioniert. „Green Room“ ist spannend und abwechslungsreich, aber mitunter auch nichts für schwache Nerven.

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Kurz kritisiert 14: Von Drummern, Königen und Politikern

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Hier kommen wieder ein paar Bemerkungen zu ein paar Monate älteren Filmen, die trotzdem Erwähnung finden sollten. Heute sind „Pay The Ghost“, „Whiplash“, „Kung Fu Panda 3“, „Daddy’s Home – Ein Vater zu viel“, „Ich und Earl und das Mädchen“, „Automata“, „Königin der Wüste“, „Macbeth“, „Jane Got A Gun“ und „Der Fall Barschel“ mit dabei.

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