„The Cloverfield Paradox“ – Leider enttäuschend!

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Um den ersten „Cloverfield“-Film wurde schon vor zehn Jahren ein großes Mysterium gemacht, der Wackelkamera-Stil war neu, die Trailer weckten Neugier, verrieten aber nicht viel, der Monsterhorror selber war dann solide und spannend inszeniert. Vorletztes Jahr kam dann mit „10 Cloverfield Lane“ eine indirekte Fortsetzung in die Kinos, wieder unter großer Geheimhaltung und spannender, origineller Umsetzung, wenn auch nur bedingt mit einer Verbindung zum ersten Teil. Über den dritten Teil „The Cloverfield Paradox“ konnte man ebenfalls nicht viel vorab erfahren, einen konkreten Kinostart gab es nicht, dafür aber Gerüchte um eine Direktveröffentlichung auf Netflix. Die kam dann vor einigen Tagen mehr als überraschend um die Ecke, nur wenige Stunden nach dem ersten Trailer. Wenn man diesen Teil jedoch anschaut, wird einem schnell klar, warum Paramount sich keinen großen Kinoerfolg ausgerechnet hat. Der größtenteils im Weltraum spielende Film wirkt unlogisch und nicht wirklich originell, selbst die Bezüge zum ersten Teil holpern ohne Ende.

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Kurz kritisiert 20: Von Psychologie, Polka und Prügeln

Dann holen wir doch mal wieder eine Reihe von Filmen nach, die für eine komplette Review nicht gereicht haben, aber trotzdem nicht unerwähnt bleiben sollten. Dieses Mal gibt es Kurzkritiken zu den Filmen „Professor Marston And The Wonder Woman“, „The Limehouse Golem“, „The Polka King“, „Sie nannten ihn Spencer“, „Colossal“, „Once Upon A Time In Venice“, „Happy Deathday“, „Paddington 2“ und „Sharknado 5: Global Swarming“.

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„Bright“ – Will Smith als Cop zwischen Orks und Elfen!

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Der mit 100 Millionen Dollar bisher teuerste Netflix-Film wurde zwar in den ersten Tagen extrem oft aufgerufen, doch die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Während Kritiker den Copfilm, der in einer alternativen Realität spielt, in der Menschen zusammen mit Fantasiewesen wie Orks, Elfen und Feen leben, fast durchweg durchfallen lassen, ist er bei den Zuschauern relativ beliebt. Woran liegt das? Grundsätzlich ist nicht nur das Szenario interessant, auch wurde die Parallelwelt sehr gut umgesetzt, sodass man schnell in die Handlung eintauchen kann. Die Handlung ist rasant und grundsätzlich auch spannend, zudem wird das Szenario dafür genutzt, um konkret auf Themen wie Rassismus, Korruption oder Konflikte zwischen den Gesellschaftsschichten einzugehen. Doch gerade da fangen die Probleme bereits an, denn diese Themen werden einem zu übertrieben unter die Nase gerieben, auf der anderen Seite werden die Orks durchweg als Ghettobrutalos dargestellt, was die Grundbotschaft fast schon lächerlich wirken lässt. Zudem werden die meisten Charaktere und ihre Intentionen überhaupt nicht näher erläutert, so wird der Film nach kurzer Zeit zu einer zwar rasanten Verfolgungsjagd, die auf den zweiten Blick aber doch recht konzeptlos daherkommt.

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„Dark“ – Erste deutsche Netflix-Produktion ist düster!

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„Babylon Berlin“ hat gerade erst gezeigt, dass auch in Deutschland Serien in internationalem Format gedreht werden können, da präsentiert auch Netflix seine erste deutsche Produktion, die ebenso ein internationaler Erfolg werden dürfte. „Dark“ mag zwar in Grundzügen an „Stranger Things“ erinnern, hat aber trotz entführter Kinder, Mystery-Grusel und seiner 80er-Komponente eigentlich gar nichts mit der US-Serie gemeinsam. Denn hier ist alles düster, alle Charaktere haben dunkle Geheimnisse, Sympathieträger sucht man fast vergebens und sowas wie auflockernder Humor wurde ersatzlos gestrichen. Stattdessen gibt es ein wirklich konfuses Puzzle über mehreren Zeitebenen, ein mysteriöses Höhlensystem, ein Atomkraftwerk und dazu sehr viele Lügen. Die Mysteryserie versteht es, einen mit seinem Mindfuck-Konstrukt bis zum Finale bei der Stange zu halten, mit einer einzigartig düsteren Optik und tollen Bildern und einem wahrhaft depressiven Sound. Die Serie erinnert in vielerlei Hinsicht an „Donnie Darko“, der Zeitreise-Aspekt hier ist zudem sehr interessant und spannend und letztendlich sogar ziemlich rund. „Dark“ mag mit seiner Düsternis zwar insgesamt schon etwas übertrieben, ist aber in jedem Fall sehenswert!

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„The Punisher“ – Nur Gewalt, Militarismus und Waffengeilheit!

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Mit „Daredevil“ begann eine interessante TV-Reihe eher unscheinbarer Marvel-Superhelden, die zuletzt im gemeinsamen Ensemble „The Defenders“ gipfelte. Ein interessanter Nebencharakter aus der zweiten Staffel von „Daredevil“ hat jetzt sein eigenes Spin-Off erhalten: der „Punisher“. Als Kontrastprogramm zum blinden Superhelden funktionierte „The Walking Dead“-Star Jon Bernthal in dieser Rolle nicht schlecht, eine eigene Serie war so fast unvermeidlich. Doch die Superkräfte „Gewalt“, „Rache“ und „ewiger Soldat“ können über 13 lange Folgen sehr langweilig werden, viel schlimmer kommt noch das direkte Ansprechen von Waffenbefürwortern und Militärbegeisterten hinzu. Erwartungsgemäß wurde natürlich auch der Gewaltlevel auf einen neuen Level gebracht, der das Franchise auch nicht unbedingt voran bringen dürfte. Immerhin scheint „The Punisher“ nicht direkt in die Haupthandlung der „Defenders“ einzugreifen, ich würde daher jedem, der nicht über fast 13 Stunden einer rachegeilen Tötungsmaschine und seinen nicht minder ätzenden Militärgegnern beim gegenseitigen Foltern und Töten zuschauen will, diesen Ableger doch zu überspringen!

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Stephen King – TOP 8 der besten neuen Filme und Serien

Die zahlreichen Romane, Novellen und Kurzgeschichten von Stephen King sind schon seit den 80ern beliebte Vorlagen für Verfilmungen gewesen, allerdings versteckten sich zwischen wirklichen Highlights auch immer wieder fiese Rohrkrepierer. 2017 hat eine Welle von neuen Kinofilmen, TV-Filmen und Serien begonnen, auf die ich gleich noch näher eingehe. Allerdings sind für die nächsten Jahre fast 30 weitere King-Projekte in Planung. Neben der Serie „Castle Rock“ und natürlich dem zweiten Teil der Neuauflage von „ES“ sollen u.a. Neuverfilmungen von „The Stand“, „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Der Feuerteufel“ kommen, außerdem sollen viele andere Romane und Geschichten wie „Doctor Sleep“, „Todesmarsch“, „Love“, „Joyland“ oder „Der Talisman“ verfilmt werden.

Hier kommen aber erst mal meine TOP 8 der neuen Serien und Filme von 2017:

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„What Happened To Monday“ – Noomi Rapace mal 7!

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„What Happended To Monday“ ist einer dieser Filme, der auf den ersten Blick ein überaus intelligentes und interessantes Szenario bietet, sich bei genauerem Hinsehen aber doch nur als ein riesiges Logikloch voller Filmfehler entpuppt. Wirklich sehenswert ist aber die Schwedin Noomi Rapace, die hier die Rollen von sieben (!) Zwillingschwestern übernimmt und wieder mal ihre Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Hollywood-Veteranen Glenn Close und Willem Dafoe hingegen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Macher hätten sich mehr auf ihre ausbaufähige Grundhandlung konzentrieren sollen, daraus hätte man deutlich mehr machen können. Düstere Zukunftvisionen müssen auch Sinn machen, um überzeugen zu können!

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„1922“ – Netflix überzeugt mit weiterer King-Verfilmung

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Gerade erst letzten Monat hatte Netflix mit der Adaption von Stephen Kings „Das Spiel“ ganz weit die Nase vorn, da wird mit „1922“ aus der Novellensammlung „Zwischen Nacht und Dunkel“ gleich die nächste runde Verfilmung einer Vorlage des Horrormeisters nachgereicht. Auch dieser Film hat eine vergleichsweise überschaubare Handlung über einen Farmer, der zusammen mit seinem Sohn seine Frau umbringt und dann selber von einem Unglück ins nächste gerät, doch wer Stephen King kennt, der weiß, dass dieser oft aus den einfachsten Ideen die originellsten Wendungen entwickelt. Der Cast um Thomas Jane, Molly Parker und Dylan Schmid ist perfekt besetzt, die Optik großartig und die Gruselmomente wirklich ungemütlich in Szene gesetzt. Netflix zeigt mal wieder, dass man mit King-Vorlagen, die man in der Lauflänge eines Films fast originalgetreu wiedergeben kann, ein gutes Ergebnis erzielen kann.

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