„The Secret Man“ – Liam Neeson als Watergate-Informant „Deep Throat“

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Die Watergate-Affäre 1972, die letztendlich zum Rücktritt des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon führte, ist ein interessantes Kapitel der US-Geschichte. Letztendlich konnte das Mitwirken des Präsidenten damals nur durch einen Informanten innerhalb des FBIs, der der Presse geheime Informationen preisgab, öffentlich gemacht werden. Dass dahinter Mark Felt, einer der wichtigsten Männer im FBI steckte, wurde erst 2005, kurz vor dessen Tod, bestätigt. „The Secret Man“ widmet sich dem FBI-Urgestein, toll gespielt von einem mal nicht wild um sich ballernden Liam Neeson, in der Phase nach dem Tod von J. Edgar Hoover und während der Watergate-Affäre, bietet aber auch Einblicke in die Vergangenheit des Mannes, der über dreißig Jahre direkt unter Hoover das FBI mit dominierte. Der Film stellt die damaligen Ereignisse sehr interessant und mal aus einer anderen Perspektive dar und bietet so auch einen Einblick in die Beweggründe des eigentlich absolut dem FBI verschworenen Mannes, der durch sein Handeln letztendlich die US-Regierung stürzte.

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„The Purge 3: Election Year“ – Politischer, aber nicht besser

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Schon der erste Teil von „The Purge“ kam mit einer für einen Horrorfilm interessanten Grundidee daher, die aber nicht wirklich konsequent umgesetzt wurde, im zweiten Teil versuchte man, der Handlung einen größeren Sinn zu geben, auch das wurde dem Potential nicht gerecht. Jetzt geht man im dritten Teil noch eine Ebene höher und macht das „Purge“-Thema zum Politikum, doch wenn man ehrlich ist, dient der Film weiterhin dem lüsternden Zuschauer, Verrückten beim brutalen Abschlachten anderer zuzuschauen, als wirklich zu kritisieren. So funktioniert er zwar nach dem alten Muster, aber nach diesem Teil sollte dann auch mal Schluss sein.

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„Narcos“ – Großartige Netflix-Serie über Pablo Escobar

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Der kolumbianische Drogenboss Pablo Escobar ist vermutlich der berühmteste Drogenhändler aller Zeiten, nicht zuletzt deshalb, weil er das kolumbianische Volk in zwei Lager spaltete, die Politik maßgeblich beeinflusste und mit Korruption und nie da gewesener Brutalität dem Drogenhandel ein völlig neues Ausmaß gab. Diese Serie versucht sich dem vielschichtigen Charakter und seinem Leben bestmöglich zu nähern und das gelingt bereits in der ersten Staffel großartig.

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„Lincoln“ – Spielberg macht Day-Lewis zum Präsidenten!

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Steven Spielberg ist nicht nur für gelungenes Popcornkino bekannt, Filme wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Schindler’s Liste“ zeigten bereits Spielbergs Interesse an der Geschichte, dieser Sparte fügt er mit „Lincoln“ ein weiteres Meisterwerk hinzu. Wer hier übrigens ein Porträt des kompletten Lebens des 16. amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln erwartet, könnte enttäuscht werden, der Film widmet sich nur dessen letzten Lebensmonaten. Doch wer Lincoln die Befreiung von der Sklaverei und das Ende des Bürgerkrieges zuschreibt, bekommt einen interessanten Einblick in eben diese Ereignisse.

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„Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt“ – Grandios!

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Gerade der US-Sender HBO kann immer wieder mit tollen Mini-Serien und TV-Filmen punkten, die hierzulande überhaupt nicht ausgestrahlt werden und über die man oft nur bei den „Golden Globes“ stolpert. Neben dem großartigen TV-Film „Recount“ mit Kevin Spacey aus dem Jahre 2008, der sich dem Auszählungsdrama der Wählerstimmen bei der Bush/Gore-Wahl im Jahre 2000 unglaublich spannend und interessant widmet, kann auch „Game Change“ von 2012 beeindrucken. Die HBO-Produktion widmet sich dem US-Wahlkampf 2008 zwischen McCain und Obama mit dem Focus auf der Vizekandidatin der Republikaner Sarah Palin, mit Stars wie Julianne Moore, Woody Harrelson und Ed Harris prominent und wirklich großartig besetzt.

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„Die Qual der Wahl“ – Will Ferrell im US-Wahlkampf

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Auch, wenn man nicht in den Staaten wohnt, ist man froh, dass der ewige Wahlkampf in den USA endlich vorbei ist. Eine nette Komödie zu dem Thema ist bei uns allerdings etwas untergegangen, dabei kann Will Ferrell hier nach langer Zeit endlich mal punkten, denn auch wenn man hier natürlich wieder durch einge niveaulose Gags durch muss, nimmt sich der Film sehr böse die Machenschaften des US-Wahlkampfes und die erschreckend naiven und beeinflussbaren Wähler vor. Der Film kann sich zwar nicht mit Filmen wie „The Ides of March“ messen, trotzdem hält er wenn auch nicht auf gerade politisch korrekte Weise der korrupten Politik den Spiegel vor.

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„Boardwalk Empire“ – Scorseses Serie über die Prohibition

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Martin Scorsese punktet derzeit auf ungewohntem Terrain, zum einen mit dem Kinderfilm „Hugo Cabret“, zum anderen mit der preisgekrönten Serie „Boardwalk Empire“, die (doch wieder typisch für Scorsese) zu den Zeiten der Prohibition in den Vereinigten Staaten spielt und sich den korrupten Machtspielen im Atlantic City und Chicago der 1920er Jahre widmet. Die HBO-Serie kann mit gewohnt guter Qualität überzeugen, was nicht zuletzt den Hauptdarstellern Steve Buscemi und Michael Pitt zu verdanken ist. Bisher wurden in den USA zwei Staffeln der aufwendigen Serie ausgestrahlt.

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„Die eiserne Lady“ – Meryl Streep ist Maggie Thatcher!

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Gone Girl

Biopics werden nie aus der Mode kommen und die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher bietet sicherlich viel interessanten Stoff für eine Verfilmung. Doch trotz einer wirklich großartig und zurecht mit einem Oscar bedachten Meryl Streep konzentriert sich der Film zu sehr auf die alte, unter Demenz leidende Frau mit Halluzinationen ihres verstorbenen Mannes konzentriert, anstatt mehr auf die politische Karriere Thatchers einzugehen. Regisseurin Phyllida Lloyd hat zwar mit Streep schon „Mamma Mia“ zusammen gedreht, aber vielleicht hätte man für ein gelungenes Biopic doch einen anderen Regisseur engagieren sollen.

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