„Suburbicon“ – Matt Damon und die Abgründe der Vorstadt!

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Wenn ein politisch engagierter Schauspieler wie George Clooney ein altes Script der Coen-Brüder mit Stars wie Matt Damon, Oscar Isaac und Julianne Moore verfilmt, bei dem es um die rassistische und engstirnige Welt eines Vorortes Ende der 50er geht, erwartet man bitterbösen schwarzen Humor und einen ordentlichen Schwung Gesellschaftskritik. Beides ist bei „Suburbicon“ zu finden, aber trotzdem will der Film sich irgendwie nicht richtig anfühlen. Für eine schwarze Komödie ist vieles zu ernst, für einen ernsten Film ist vieles zu überdreht. Der Film ist böse, ganz klar, letztendlich gibt es hier eigentlich keinen, der es nicht faustdick hinter den Ohren hat. Allerdings ist der große Twist viel zu früh aus dem Sack, danach zählt man nur noch Leichen und der Mob nebenan, der aufs Fieseste gegen eine schwarze Familie vorgeht, verkommt völlig zum irgendwie nicht richtig mit der Haupthandlung verwobenen Nebenschausplatz. Leider gibt es hier weder für Clooney, Damon, Moore oder die Coens einen wirklichen Pluspunkt auf dem Filmkonto.

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„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ – Grandios!

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Die Filme von Martin McDonagh sind überschaubar, aber wenn er mal einen dreht, kommen immer Geniestreiche wie „Brügge sehen… und sterben?“ oder „7 Psychos“ dabei heraus. Auch sein neuer Film dürfte schnell Kultstatus erlangen und nach seinem Erfolg bei den Golden Globes sicher auch noch bei den Oscars abräumen. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist ein wirklich grandioser Film mit einer bitteren Handlung voll schwarzem Humor, die immer wieder solche Haken schlägt, dass man immer wieder überrascht wird. Rund wird der Film aber erst durch den einfach herrlichen Cast! Wie schon in „7 Psychos“ sind Woody Harrelson und Sam Rockwell wieder mit von der Partie und liefern beide eine ihren besten Rollen ab, ganz klar den Vogel schießt aber Frances McDormand ab. Wer übrigens glaubt, dass es hier um die Aufklärung eines Mordes geht, dem sei gleich gesagt, das wäre nicht interessant genug gewesen, was hier zwischen den Protagonisten abgeht, ist um einiges spannender und origineller.

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„Detroit“ – Packendes Drama über die Rassenunruhen 1967!

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Mit Klassikern wie „Near Dark“, „Strange Days“ oder „Gefährliche Brandung“ machte sich Regisseurin Kathryn Bigelow schon früh einen Namen, doch seit ihrer Zusammenarbeit mit dem Journalisten Mark Boal präsentiert sie nach „Tödliches Kommando“ und „Zero Dark Thirty“ mit „Detroit“ bereits ihr drittes politisches Drama, das sich nicht nur durch die akribische Recherche und den Drang zur exakten Wiedergabe der Ereignisse, sondern auch durch eine wirklich packende Erzählweise auszeichnet. Der Film spielt während der Rassenuhruhen 1967 in Detroit und konzentriert sich in erster Linie auf einen brutalen Polizeieinsatz in einem Hotel. Obwohl es sich hier um einen Film mit historischem Background handelt, wirkt er schon fast wie ein Horrorfilm, so erschreckend ging es damals zu und so unberechenbar setzten die rassistischen Polizisten ihre Macht ein. Trotzdem schafft es Kathryn Bigelow erneut, möglichst neutral zu bleiben und die Unsicherheit und Wut auf beiden Seiten des Konfliktes gut zu veranschaulichen.

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„Bright“ – Will Smith als Cop zwischen Orks und Elfen!

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Der mit 100 Millionen Dollar bisher teuerste Netflix-Film wurde zwar in den ersten Tagen extrem oft aufgerufen, doch die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Während Kritiker den Copfilm, der in einer alternativen Realität spielt, in der Menschen zusammen mit Fantasiewesen wie Orks, Elfen und Feen leben, fast durchweg durchfallen lassen, ist er bei den Zuschauern relativ beliebt. Woran liegt das? Grundsätzlich ist nicht nur das Szenario interessant, auch wurde die Parallelwelt sehr gut umgesetzt, sodass man schnell in die Handlung eintauchen kann. Die Handlung ist rasant und grundsätzlich auch spannend, zudem wird das Szenario dafür genutzt, um konkret auf Themen wie Rassismus, Korruption oder Konflikte zwischen den Gesellschaftsschichten einzugehen. Doch gerade da fangen die Probleme bereits an, denn diese Themen werden einem zu übertrieben unter die Nase gerieben, auf der anderen Seite werden die Orks durchweg als Ghettobrutalos dargestellt, was die Grundbotschaft fast schon lächerlich wirken lässt. Zudem werden die meisten Charaktere und ihre Intentionen überhaupt nicht näher erläutert, so wird der Film nach kurzer Zeit zu einer zwar rasanten Verfolgungsjagd, die auf den zweiten Blick aber doch recht konzeptlos daherkommt.

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„Get Out“ – Netter Thriller mit Rassismuskritik!

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Immerhin gibt es sie noch, die Horrorfilme, die mal eine neue Richtung einschlagen, dazu gehört auch „Get Out“. Rückwirkend ist die Story zwar alles andere als sinnvoll und auch etwas vorhersagbar, aber beim Anschauen hat er mich irgendwie doch gekriegt. Der Film war spannend, hier und da überraschend und vor allem nicht so, wie man es erwartet hätte. Interessant ist vor allem der Anteil an Sozialkritik, die hier von einer ganz interessanten Seite kommt. Als Horrorfilm eine nette Abwechslung, aber unterm Strich trotz aller netten Ideen keine Neuerfindung des Genres.

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Schwarze, Farbige oder Afroamerikaner?

Zuletzt habe ich mit „Moonlight“, „Fences“ und „The Birth of a Nation“ drei sehr gute Filme gesehen und stand plötzlich beim Schreiben der Reviews vor einem ganz anderen Problem. Alle Filme konzentrieren sich auf Schwarze und thematisieren auch die ungerechte Behandlung, den Rassismus und die Unterdrückung. Doch in der heutigen Zeit wird man oft schon als Rassist abgestempelt, wenn man negativ besetzte Begriffe verwendet, auch wenn man es natürlich nicht beabsichtigt. Und so war ich auf einmal nicht mehr sicher, ob die Begriffe „Schwarzer“ oder „Farbiger“ überhaupt noch unbelastet verwendet werden dürfen.

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„American Crime Story“ – Der O.J. Simpson Prozess

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Nach dem Erfolg der Serie „American Horror Story“ entwickelte man kurzerhand eine Serie über große Kriminalfälle der Gegenwart, deren erste Staffel „The People v. O.J. Simpson“ sich dem medienträchtigen Fall um Footballstar Simpson und die Ermordung seiner Exfrau 1994 dreht. Der Fall hatte in den USA ein Medieninteresse wie keiner zuvor, viele Sender übertrugen den Prozess live im Fernsehen. Trotz offensichtlicher Indizien konnte die Verteidigung den Prozess immer mehr dominieren, indem sie die Hautfarbe des schwarzen Sportlers und den Rassismus bei der Polizei thematisierten.

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„Zoomania“ – Knuffige Tiere in Aktion!

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zootopiaUnd wieder hat Disney sich einen großen Haufen putziger Tierchen gesucht, um daraus einen Film zu machen. Wer von dem großartigen Trailer mit Faultier Flash angelockt werden sollte, dem sei vorab gesagt, diesen Level hält der Film keinesfalls. Die Handlung punktet interessanterweise mit den Thema Rassismus, aber ansonsten gibt es Animationsmassenware. Die ist hier aber immerhin nett, lustig und unterhaltsam, man kann den Film also problemlos schauen, was ja heutzutage bei den meisten Animationsfilmen schon ein großes Lob ist.

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