„Blade Runner 2049“ – Perfektes Sequel über (Nicht-)Menschlichkeit

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„Blade Runner 2049“ besitzt umwerfende Schauwerte, einen fantastischen Score, eine kluge und wendungsreiche Handlung und ist im besten Sinne gemeint verdammt langsam. Denis Villeneuve wiedersteht der Gefahr, simplen Popcorn-Bombast abzuliefern, sondern erzählt einen spannenden und erschreckend aktuellen Film über die Fragen nach Menschlichkeit, Schöpfung, modernen Sklaven und einen möglichen Ausbruch aus dystopischen Lebensverhältnissen zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Auch als inszenatorische und thematische Weiterführung des Sci-fi-Kult-Klassikers von 1982 funktioniert die späte Fortsetzung überraschend gut: Das Sequel knüpft sinnvoll an „Blade Runner“ an, hat aber eine eigene Geschichte zu erzählen.

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„Wonder Woman“ – Mit cooler Frauenpower zur Rettung von DC!

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Was Marvel kann, das können wir auch, dachte sich DC und siehe da, sie konnten es nicht. Zack Snyder drehte mit „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ zwei übertrieben düstere, effektüberladene, melancholische Langweiler voller Pathos und ohne jegliche Selbstironie, trotzdem war er bis vor kurzem auch noch für den Superheldenkombifilm „Justice League“ aktiv. In diesen ganzen Einheitsbrei stolpert fast unbemerkt „Wonder Woman“, ein Charakter, den man kaum ernst nimmt und entsprechend von der Verfilmung auch nicht viel erwartet hat. Doch ausgerechnet dieser Film präsentiert sich tatsächlich als bisher bester Film aus dem neuen DC-Film-Universum. Regisseurin Patty Jenkins schickt Gal Gadot, Connie Nielsen und Robin Wright mit so viel Frauenpower in den Ring, dass ihre männlichen Gegenüber wie Chris Pine oder David Thewlis dem kaum etwas entgegensetzten können.

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„Verblendung“ – Gelungene Neuauflage!

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Die schwedische Verfilmung von Stieg Larssons berühmter „Millenium“-Trilogie liegt noch nicht lange zurück, schon erwartet uns eine amerikanische Version des Stoffs. Allerdings hat man nicht nur mit Regisseur David Fincher, der zuletzt mit „The Social Network“ und „Benjamin Button“ punkten konnte, sondern auch mit dem großen Staraufgebot eine gute Auswahl getroffen. Wer die schwedische Version von „The Girl with the Dragon Tattoo“ schon kennt, bekommt hier dank Finchers Einfluss eine optisch und akustisch überaus gelungene Version der allerdings kaum veränderten Handlung, einzig Rooney Mara kann trotz hervorragender schauspielerischer Leistungen Noomi Rapace als Lisbeth Salander nicht das Wasser reichen.

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