„Dunkirk“ – Audiovisuell intensiv, erzählerisch leer

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Dass sich insbesondere die englischsprachigen Kritiken geradezu mit Superlativen bezüglich „Dunkirk“ überschlagen, hat mich letztlich doch noch ins Kino gelockt, obwohl ich Kriegsfilmen skeptisch gegenüberstehe und mich die Trailer bisher kaltgelassen haben. Nolans minimalistische Fokussierung auf das nackte Gefühl vom Überleben ist interessant, auch technisch ist der Film klar das Meisterwerk, zu dem es momentan mitunter erklärt wird. Sounddesign und Kamera sind fantastisch, sodass der Film eine intensive Kriegserfahrung ermöglicht. Erzählerisch hat der Film jedoch so wenig zu bieten, dass man trotz temporeicher Musikuntermalung und Schnittfolge irgendwann durch die repetitiven Szenen, die Gesichtslosigkeit der Figuren und die patriotischen Anklänge auf die Uhr guckt. Ich habe mich irgendwann eher gelangweilt. Der Gang ins Kino lohnt sich, wenn man sich einfach von den Bildern und Geräuschen berauschen lassen will.

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„Legend“ – Tom Hardy als Gangster-Doppelpack!

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In den 50ern und 60ern war auch London im Griff des organisierten Verbrechens, die Kray-Zwillinge waren unter den Gangstern mit die prominentesten. „Legend“ hat neben der interessanten Gangsterhandlung noch ein weiteres Ass im Ärmel: Tom Hardy in einer Doppelrolle! Der momentan gut ausgebuchte Schauspieler zeigt hier auf grandiose Weise, wie wandlungsfähig er sein kann, so spielt er die beiden Brüder so unterschiedlich, dass es einem oft gar nicht auffällt, dass es sich um den gleichen Schauspieler handelt. Aber auch die Nebenrollen sind u.a. mit David Thewlis und Emily Browning gut besetzt.

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„The Revenant“ – Beeindruckendes Rache-Epos!

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revenant

Bereits sechs Mal ist Leonardo DiCaprio bei den Oscars leer ausgegangen, obwohl er angesichts seiner schauspielerischen Leistungen schon lange einen verdient hätte. „The Revenant“ wird dies hoffentlich endlich ändern, denn abgesehen davon, dass Regisseur Alejandro G. Iñárritu ein wirklich bildgewaltiges Epos geschaffen hat, hat DiCaprio für diesen Film wirklich alles gegeben und spielt einzigartig gut. Aber auch Tom Hardy, Domhnall Gleeson und Will Poulter machen ihre Sache sehr gut. Der Film ist spannend, überraschend und bewegend, schauspielerisch, optisch und aktustisch ein absolutes Highlight, mit dem das neue Kinojahr startet.

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Christopher Nolan dreht Zweiter-Weltkrieg-Film „Dunkirk“

Christopher Nolan wird mit „Dunkirk“ das Science-fiction-Territorium verlassen und sich dem 2. Weltkrieg widmen. Die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte soll von einer riskanten Rettungsaktion von über 300.000 britischen, französischen, belgischen und niederländischen Soldaten aus der französischen Stadt Dunkerque handeln. Nolan will weitgehend Newcomer casten, spricht aber auch mit Mark Rylance, Kenneth Branagh und Tom Hardy. Drehbeginn – vor allen an Originalschauplätzen – ist Mai 2016; in die Kinos kommt der Film am 27.07.2017.

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Kurz kritisiert, Vol. 12: Von Freunden, Monstern und Helden!

Und schon wieder kommt die nächste Ladung Kurzkritiken, wieder größtenteils mit ein paar eher unscheinbaren Filmen aus diesem Kinojahr. Dieses Mal widme ich mich in Kurzfassung den Filmen „Asterix im Land der Götter„, „Der Richter„, „Fünf Freunde 4„, „Kind 44„, „Selma„, „Miss Meadows„, „Monsters: Dark Kontinent„, „The Lazarus Effect„, „Horns„, „The D Train“ und „Lauras Stern„.

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„Mad Max: Fury Road“ – Kompromissloses Action-Kunstwerk

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Selten schafft es ein Film, einen so umzuhauen wie der vierte „Mad Max“. Der Trailer war originell und hob sich angenehm vom ganzen Blockbuster-Superhelden-Einheitsbrei ab. Und (schon fast unerwartet) kann der Film tatsächlich alle geschürten Erwartungen erfüllen! Was für ein furioses Endzeit-Action-Gewitter! Zwei Stunden eine einzige lange Actionszene, die aufgrund großartiger Inszenierung und Detailliebe nie langweilig wird. Die Story – so man sie denn so nennen will – ist dabei nebensächlich; aber dies hat wohl auch keiner anders erwartet. Der Film ist ein kleines Meisterwerk in seiner perfekten Bild-Ton-Komposition, die ein wahres auf die Spitze getriebenes Vollgas-Feuerwerk entfacht und einen niedergeschmettert und überwältigt aus dem Kino entlässt. Sehenswert!

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„No Turning Back“ – Tom Hardys gelungene One-Man-Show

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Locke

Das emotional intensive Kammerspiel „Locke“ (im Deutschen auf den billigen B-Movie-Titel „No Turning Back“ umgetauft) ist ein kleiner Geniestreich von Autor/Regisseur Steven Knight. Tom Hardy fährt Auto und telefoniert – das war’s. Und trotzdem gelingt es Hardy, eine enorme Nähe zu seiner Figur zu schaffen, dass man mitfiebert und die eineinhalb Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen. Der Film ist klug geschrieben und von Hardy, der hier einmal erneut zeigen kann, dass er wandlungsfähig ist und nicht nur Muskel-Rollen verkörpern kann, meisterhaft umgesetzt!

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„The Dark Knight Rises“ – Das Finale der Batman-Trilogie

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Nach dem Erfolg und den positiven Kritiken von „Batman Begins“ und vor allem „The Dark Knight“ hatte Regisseur Christopher Nolan sicher mit einigem Erfolgsdruck zu kämpfen, als er sich an das Finale seiner Batman-Trilogie machte. Jetzt ist es endlich in den Kinos, rundet die Trilogie gelungen ab, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück und entpuppt sich leider als schwächster Teil der Reihe. Optisch bleibt Nolan weiterhin ein Virtuose, aber sein Drehbuch bietet zu viele Logiklöcher und zahlreiche Filmfehler, um den angestrebten Realismus der Reihe aufrecht zu erhalten. Tom Hardy als Bane kann sich als Bösewicht natürlich nicht mit Heath Ledger als Joker messen, aber generell spielt zu viel im Hellen und will nicht richtig das düstere Batman-Feeling vermitteln. So bleibt der Film leider nur ein ambitioniertes Projekt, das nicht konsequent genug umgesetzt wurde.

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