„Thank You For Smoking“ – Geteilter Meinung

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kino-smoking.jpgIch habe heute „Thank you for smoking“ gesehen und weiß nicht ganz, was ich von dem Film halten soll. Der Film handelt von einem Menschen, der für die Tabakindustrie Werbung macht. Ein sogenannter Lobbyist, der all die Fakten, dass Zigaretten tödlich sind, mit Argumenten niederschlägt. Der Film ist rabenschwarz und hat echt ein paar gute Lacher, trotzdem gibt es oft Szenen, die langatmig sind. Angeblich soll die Buchvorlage besser sein, und der Film soll auch zum Teil immens von eben diesem Buch weggehen. Trotzdem amüsiert man sich echt gut, wenn sich die Hauptperson mit den Lobbyisten der Waffen und der Alkoholindustrie zum wöchentlichen Mittagessen trifft und sie sich darüber streiten, welcher ihrer Klienten nun mehr Leute am Tag umbringt. Der Film schlägt sich die ganze Zeit auf keine Seite, er erschlägt den Zuschauer nicht mit dem Holzhammer der Moral, was definitiv dem Film gut tut.

Fazit: Ein guter Film, der leider noch mehr Potential besitzt, als er ausschöpft. Zum Teil zu langweilig. Trotzdem: Wer „Lord of War“ mochte, wird mit diesem zumindest auch was anfangen können.

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10 Kommentare

  1. Hab ihn jetzt auch gesehen und fand ihn gut. Ein Film, den man schön mal schauen kann, ihn aber nicht unbedingt im Gedächnis behält. Gute Unterhaltung!

  2. Da schließe ich mich Torben an.
    Hätte mir es gerne noch etwas bissiger gehabt.
    Und dem Film hätte es gut gestanden sich auf die NichtRaucher Seite zu stellen – immerhin ist selbst passiv rauchen schädlich.

  3. Hmm, also ich fands sehr gut, dass sich der Film auf keine Seite geschlagen hat. Ich denke mal plakatives Finger drauf zeigen und „das ist ja böse“ la michael moore haben wir genug. man sollte (zumindest in deutschland) noch auf den mündigen Kinogänger hoffen ;-)

  4. Meiner Meinung nach fast so gut wie „Lord of War“ und mal ganz ehrlich, der Film trifft schon die Aussage, dass Rauchen schädlich ist, aber eben auch die Aussage, dass jeder Raucher ein mündiger Mensch ist, der selber entscheiden kann, ob er sich der Gefahr aussetzt oder nicht! Noch mehr „Holzhammer“-Methode nach dem Prinzip „Rauchen ist voll böse“ hätte den Film nur schlecht gemacht. Ich bin schon immer eingefleischter Nichtraucher gewesen, trotzdem finde ich nicht, dass der Film das Rauchen unterstützt, wer das denkt, hat die Botschaft des Films vermutlich nicht richtig verstanden… Aaron Eckhardt spielt großartig und der Stil des Films macht einfach Spaß. Zudem finde ich es eben immer besser, Botschaften unterschwellig zu vermitteln, anstatt immer wieder direkt darauf zu verweisen. Mein Lieblingszitat: „Das ist das Schöne an Argumenten: Wenn du gut argumentierst, hast du immer recht!“

  5. mir gefiel der film auch. wieder einer, der nur durch seine machart lebt. aber ich muss auch sagen: wo wird dem zuschauer „beide seiten“ präsentiert; das ist definitiv ein absoluter anti-raucher-film!

  6. Kay, Ansichtssache. Ich bin der Meinung, dass der Film sich niemals auf die Seite der Anti-Raucher stellt. Er erzählt lediglich eine Geschichte in diesem Berufsstand und das dadurch mit viel schwazem Humor, aber ich wüsste nicht, was diesen Film als Anti-Raucher Film darstellt. Es wird aufs Rauchen an sich nicht eingegangen´und auch nicht wie in anderen Holzhammerfilmen kommen die Raucher hier schlecht weg.

    SPOILER

    Im Gegenteil. Die Hauptperson des Film, die für die Firmen geworben hat und geraucht hat, kommt gut davon, und seinem Sohn wird auf den Weg gegeben, dass er das Rauchen nicht verurteilen soll, sondern sich eine eigene Meinung bilden muss. Im Gegensatz zu „Lord of War“, wo die Nachteile des Produktes wirklich tragisch von der eigenen Hauptperson erläutert werden, ist es hier viel mehr so, dass, wenn er überhaupt davon redet, es lachend bei einem Glas Wein am Essenstisch macht. Imo bezieht der Film keine Stellung, ansonsten wäre er wesentlich schlechter.

  7. Wenn er wirklich ein Anti-Raucher Film sein soll, dann hat er zumindest bei mir die Wirkung total verloren. Denn ich bin mit der Botschaft“ Bilde dir deine eigene Meinung drüber. Leute, die rauchen, sind reif genug, ihre Entscheidung auch wohl überlegt getroffen zu haben“ aus dem Kino gegangen. Wäre denn eigentlich ein Minuspunkt des Films, wenn er es nicht schafft, seine Botschaft dem gewillten Zuschauer entgegen zu bringen.

  8. Meint Ihr denn, dass der Film überhaupt eine Botschaft in der Richtung haben wollte? Vielleicht war es auch nur gute Unterhaltung und Satire an der Industrie.

  9. Eben, auf jeden Fall finde ich, dass der Film nicht die Aussage „Rauchen ist gut!“ beinhaltet, daher ist er für mich ein Anti-Raucher-Film… Aber das Ganze auf die Mündigkeit der Leute zu schieben, finde ich als Lösung die beste überhaupt, auch besser, als Rauchen nochmal übertrieben als schlecht darzustellen, das weiß sowieso jeder, auch die Raucher…

  10. Komme natürlich wieder um Jahre zu spät … Für mich ein guter Film; er gefällt mir auch besser als Lord of War. Es ist aus meiner Sicht schon eine Menge Satire dabei und die Vermeidung einer eindeutigen Stellungnahme (auch gegen Waffen und Alkohol) ist insofern logisch. Das sieht man auch am weiteren Berufsweg der Hauptperson, die ja ohne eigene Skrupel nur das Objekt seines Handelns wechselt ohne die Methode zu ändern, denn „jeder hat ja seine Hypothek“.

    Allerdings wäre m.E. ein Hinweis auf die Sucht, die es letztlich nicht mehr jedem so einfach macht, sich frei zu entscheiden, hilfreich gewesen (zumindest im Abspann). Denn die dort genannte hohe Geldstrafe für die Tabakkonzerne hat ihren Grund in erster Linie gerade darin.

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