Grenzen setzen

Kurz und bündig: Gibt es noch Grenzen im Filmgeschäft? Was kann man sich anschauen, ohne selbst nach dem Film „traumatisiert“ zu sein? Wo sind eure Grenzen? Wenn etwas eigentlich nicht mehr geht, steht ihr dann auf und geht – oder sagt euch „Ha, ich schaff das schon.“? Bin gespannt auf eure Antworten. Also, antwortet. ;)

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6 Kommentare

  1. Also normalerweise gucke ich Filme immer zu Ende, egal, wie schlecht sie sind und häufig gucke ich auch Filme, bei denen ich damit rechne, dass ich sie nicht mögen werde, aber gerne darüber diskutieren möchte. Meistens sind es schlechte Komödien, bei denen ich mir dann nachher sage, ich hätte mal besser abgeschaltet. Ansonsten fand ich die Vergewaltigungsszene in „The Hills Have Eyes“ unmöglich, da sind meine Grenzen, gegen Splatter habe ich nichts, aber sowas kann ich auf den Tod nicht ab. Und dass ich bei Horrorfilmen wieder Grenzen überschritten habe, merke ich dann an Albträumen… aber auf dem Gebiet lote ich trotzdem immer gerne weiter meine Grenzen aus… ;)

  2. „The hills have eyes“ war geschmacklos, aber ich schätze, dass es leider langsam Standard wird. Ansonsten habe ich meine Grenzen definitiv mit „Menschenfeind“ und „Irrversible“ ausgelotet, allerdings sind diese Filme aber auch von der Bedeutung und dem künstlerischen Sinn wesentlich wichtiger als manch andere.

  3. Stimmt, die beiden Filme waren auch „Grenzerfahrungen“ und ich würde sie auch nicht unbedingt jedem empfehlen…

  4. Also ich hab nicht o die Bedenken einen Film auch einfach mal nach 20 Minuten auszumachen, wenn er mir nur Zeit klaut. Grenzen in dem Sinne, dass ich etwas zu Krank finde hab ich allerdings auch nicht. Ich „beende“ Filme eher, wenn sie mir zu langweilig sind. Vielleicht hab ich bei meiner Filmauswahl aber auch schon so einen unterbewuten Schutz vor zu krankem…

    Wo sind denn deine Grenzen, Kaddi?

  5. „The Hills have eyes“ – das ging gar nicht mehr.
    Wir haben in der Vergewaltigungsszene ausgemacht, obwohl ich unter der Decke saß und mir die Ohren zu gehalten habe.
    Ich konnt einfach nicht mehr.
    Vielleicht liegt es auch mit daran, dass ich momentan fast täglich mit Opfern zu tun habe, vielleicht weil ich immer noch an das Gute im Menschen glaube – dann aber soetwas sehe und mich frage , welch kranker Geist etwas so drehen muss.
    „Requiem for a dream“ hat auch einen bleibenden „Geschmack“ hinter lassen, aber nicht auf die Art wie der oben genenannte Film.
    Wenn es um (sexuelle) Gewalt geht und es auch noch recht detailliert gezeigt wird, ist bei mir definitiv Schluss!!!
    Das kann und will ich einfach nicht ertrgen.
    Egal, ob ein Film Kult sein mag oder die größte Kritik ever…
    BTW:
    Paradox Amerika „God bless you all“ und dabei stattet z.B. Silicon-Vally vorher noch einen kleinen Besuch ab.

  6. Szenen, in denen Gewalt – egal wie abartig sie auch sein mag – nur gespielt wird ist für mich immer noch ein anderes Kaliber als solche, die wahre Gewalt zeigen. Ich habe „The Hills have Eyes“ nicht gesehen, hätte aber vermutlich auch abgeschaltet. „Requiem for a dream“ war für mich sehr krass 1. weil ich dachte, es wäre eine komödie, bevor ich ihn sah und 2.weil ich zu dem Zeitpunkt Menschen „betreut“ habe, die in der selben Situation steckten. Dadurch fand ich den Film aber auch SEHR realistisch. Generell geht es mit ähnlich wie Kaddi. Ich habe täglich und schon seit vielen Jahren mit dem Schlechten -zum Teil auch mit dem abgrundtief Bösen – zutun. In der Realität. Da stumpft man gegenüber Filmen ab. Ich nehme sie einfach nicht mehr ernst. An die Nieren geht es mir, wenn ich in der Realität mit vergewaltigten Kindern sprechen, nicht im Film. Daher schocken mich Dokus wie „9/11“ eher. Ich bin ein Realitäts-Freak!

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