Reviews für die neusten Woody-Allen-Filme

scoop.jpgSo, nachdem ich mit Threepwood und Pau in den Genuss von „Match Point“ und „Scoop“ kam, kommt nun meine Kritik zu beiden Filmen. Ich muss vorher allerdings gestehen, dass ich noch nie einen Woody-Allen-Film gesehen habe und scheinbar gibt es ja Fans von ihm, also, ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Aus meiner Sicht allerdings besitzt Woody Allen kein Gespür für Dramaturgie, oder überhaupt irgendein Talent zum Erzählen einer Geschichte. Während die Grundidee mich immerhin noch ein wenig fasziniert (bei beiden Filmen), so schafft er es nicht, diese Idee im Film zu übertragen. „Scoop“ ist für einen Krimi nicht spannend und für eine Komödie nicht lustig (abgesehen von wenigen Ausnahmen). Einzig allein Hugh Jackman kann sich ein wenig aus der Affäre ziehen, was allerdings nicht für Scarlett Johansson und Woody Allen als Darsteller zählt. Bei „Match Point“ spielen sich die (meist) unbekannten Darsteller zwar die Seele aus dem Leib, kämpfen aber gegen das Drehbuch zwingendermaßen an. Nur die letzte Viertelstunde, wo die Geschichte so richtig anfängt, weiß zu unterhalten, gerade mit einem unterhaltsamen Ende.

Fazit: War wohl irgendwie nix. Wenig den Filmen abzugewinnen, aber viel zu bemängeln.

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2 Kommentare

  1. Ich würde auf jeden Fall „Match Point“ etwas besser bewerten als „Scoop“, der so wirkt, als hätte Woody Allen nach „Match Point“ noch Scarlett da gehabt, seine Drehzeit in London um eine Woche verlängert und über Nacht noch so eine Art Drehbuchimitation geschrieben.

    „Match Point“ wird vom Cover her als Krimi angekündigt, warum, erkennt man wirklich erst in der letzten (guten) halben Stunde. Vorher wirkt alles mehr wie eine Mischung aus Liebesstory und Yuppie-Drama. Die Darsteller spielen gut, aber das Drehbuch bremst die Handlung immer wieder aus. Ja, auch Scarlett Johansson liefert hier gutes ab…

    …was man bei „Scoop“ definitiv nicht sagen kann, hier fügt sie sich ganz in ihren dämlichen Charakter ein. Bei „Scoop“ erkennt man zwar mehr, dass es sich um einen Krimi handeln soll, aber dagegen spricht die Spannungskurve, die hier mehr eine in der Horizontalen bleibende Linie ist. Der Versuch, Skurilles und Übernatürliches in die Geschichte mit ein zu bringen, macht das ganze noch lächerlicher. Aber am meisten nervt Allen selber, ich habe mich gefragt, ob auf dem Script des Synchronsprechers wirklich alles so gestottert gestanden hat, wie es am Ende zu hören ist. Lustig sollte der Film wohl auch sein, aber wenn überhaupt lacht man über Peinlichkeiten in Regie, Drehbuch oder Darstellung, aber nicht über geplante Gags.

    Also, wenn das wirklich typische Filme von Woody Allen waren, dann gucke ich lieber keinen mehr…

  2. Jetzt komm ich mal wieder…zu tausenden von Filmen und Dingen kann ich ja so filmtechnisch gar nichts sagen, aber manchmal kann ich ja doch trumpfen! Ob man’s glaubt oder nicht: ich habe in der Uni mal in Medienwissenschaften ein „Woody Allen“-Seminar belegt. Jab, es ging nur um Woody Allen, seine anfänglichen Filme bis hin zu den neueren. Nun denn, einige gefielen mir eigentlich ganz gut. Allen hat eine ganz eigene Art eine Story zu erzählen. Dadurch fand ich viele Sachen sehr abgedreht und musste nach einem Semester und -zig Filmen sagen, dass es jetzt auch mal reicht, aber der Typ hatte bedingt echt was drauf. Nun darf man ihn aber auch nicht nur über seine Drehbücher definieren. Er war ja auch Schauspieler, Regisseur…. Vielleicht solltet ihr noch nicht aufgeben und mal ganz an den Anfang seines Schaffens reisen.

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