Wahl der Golden Globes 2007!

Schon immer galten die „Golden Globes“ als Indikator dafür, wer bei den bald folgenden „Oscar“-Verleihungen beste Chancen hat. Allerdings liegt bei den „Golden Globes“ ein weiterer Schwerpunkt auf Serien und Fernsehfilmen. Gestern fand nun die Verleihung statt, bei der es einige Überraschungen gab.

Als bestes Drama wurde „Babel“ ausgezeichnet, den Preis für die beste Komödie bekam „Dreamgirls“. Im Drama-Bereich wurde Helen Mirren als beste Hauptdarstellerin für ihre Darbietung in „Die Queen“ geehrt, Forest Whitaker als bester Hauptdarsteller in „Der letzte König von Schottland“. Wieder einmal ging der gleich zweimal nominierte Leonardo Di Caprio leer aus. Im Bereich „Komödie/Musical“ bekam Meryl Streep die Trophäe für ihre Hauptrolle in „Der Teufel trägt Prada“ sowie (unglaublicherweise) Sacha Cohen für „Borat“. Preise für Nebenrollen gingen hier an Jennifer Hudson und Eddie Murphy in „Dreamgirls“.

Obwohl der Regie-Preis an Martin Scorsese für „The Departed“ ging, konnte sich der zweifach nominierte Clint Eastwood trotzdem freuen, sein komplett in japanisch gedrehter Film „Letters From Iwo Lima“ bekam den „Golden Globe“ als bester fremdsprachiger Film, der ebenfalls in dieser Kategorie nominierte deutsche Film „Das Leben der Anderen“ ging daher aber leider leer aus.

Weitere Infos zu Nominierungen und Preisen, auch für den TV-Bereich, gibt es hier

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11 Kommentare

  1. Krass, ich hab keinen einzigen davon gesehen *g Hab grad auf delta gehört, dass bei den Globes die ausländische Presse entscheidet, im Gegensatz zu dem Oscar, wo natürliche die amerikanische Jury entscheidet. Gab es nich auch noch einen anderen Preis, gerade für TV Produktionen? Oder sind das die Globes?

  2. Na ja, wäre „Babel“ ja zu wünschen. Der Golden Globe ist ja wenigstens ein wenig seriös, während man den Oskar nur vergessen kann, da da eigentlich nur total sinnlose Filme ausgezeichnet werden, die meistens nur gute Spezialeffekte besitzen.
    Da lobe ich mir Cannes, was noch für die Qualität eines Films steht.

  3. Bei bester Schauspieler(Drama) hätte ich es DiCaprio gewünscht für „Departed“.
    Bei bester Kinofilm (Komödie) definitiv „LIttle Miss Sunshine“ oder wenigstens „Thank you for smoking“. Gut, bester Schauspieler in einer Nebenrolle hätte ich es wohl allen anderen eher gewünscht als den Gewinner( Affleck, Nicholson,Pitt, Wahlberg). Bei bester ausländischer Film habe ich es mir für „Pan’s Labyrinth“ und „Das Leben der Anderen“ gewünscht. Bei beste Dramaserie sind ja sehr viele Lieblingsserien (24) und Serien, die ich noch sehen will(Heroes), enthalten, über den Gewinner der Kategorie („Grey’s Anatomy“) weiß ich fast nix.

  4. Mag sein, dass beim Oscar nicht immer alles unverfälscht abläuft, aber den Schwerpunkt auf Spezialeffekte setzt da doch wohl eher keiner in erster Linie:

    2005 L.A. Crash / 2004 Million Dollar Baby / 2003 Herr der Ringe 3 / 2002 Chicago / 2001 A Beautiful Mind / 2000 Gladiator / 1999 American Beauty / 1998 Shakespeare in Love / 1997 Titanic / 1996 Der englische Patient / 1995 Braveheart / 1994 Forrest Gump / 1993 Schindler’s Liste / 1992 Erbarmungslos / 1991 Das Schweigen der Lämmer / 1990 Der mit dem Wolf tanzt / 1989 Miss Daisy und ihr Chauffeur / 1988 Rain Man / …

  5. Samma, Pau! „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ war ja nun mehr als Acton und Spezialeffekt geladen *g Aber ich muss Bateman schon recht geben, die ganze Oscarverleihung ist im Grunde fürn Arsch. Obwohl ich erstaunt bin, dass die Gewinner, die du aufgezählt hast, fast alles gute Filme sind…

  6. Ja, gut, aber ich meine halt so große Filme mit viel Aufwand.
    Und da sind wohl viele in der Aufzählung von Pau drin. Es sind halt imo oberflächliche Filme, die von Anfang an auf Oskarverleihung gepeilt sind.
    Mit große Filme meine ich halt „Gladiator“, „Titanic“, „Schindlers Liste“. Alles Filme mit großen Stars und viel Geld für Requisiten etc.( das meinte ich u.a. mit Special Effects). Halt gute Filme für das anspruchslose Volk. Sry, da bleib ich lieber bei Independent-Filmen, die sind auch ohne einen Tom Hanks oder Russel Crowe gut.

  7. Ok, ich versuche es nochmal. Nach der „Titanic“-Verleihung hatte ich auch den Glauben an den Oscar verloren, allerdings sollte man sich die Gewinner und Nominierungen der letzten Jahre mal ansehen, bevor man rummeckert. Ich habe eine Menge toller „Nicht-Blockbuster“ wie „Million Dollar Baby“, „A Beautiful Mind“ und „American Beauty“ nur durch deren Oscar-Gewinn „entdeckt“. Klar kann man sich stur einreden, dass etwas blöde ist, weil man es blöd finden will und sicher gibt es viel Manipulation bei den Oscars (aber sicher nicht mehr als bei den „Golden Globes“), trotzdem kommen gerade hier sehr oft Filme zur Geltung, die eben nicht dem Mainstream folgen. Also das nächste Mal bitte schlau machen, bevor man auf alten Erinnerungen basierende Meinungen raushaut.

    Und „Schindler’s Liste“ als Special-Effects-Film für das anspruchslose Volk hinzustellen, ist schon echt eine krasse Aussage…

  8. Aber Bateman, Du meinst doch jetzt nicht etwa echt, dass jeder Independent automatisch gut oder besser als ein „normaler“ Film ist, nur weil er halt nicht auf die Massen zielt, oder? Ich finde nicht, dass man die Qualität eines Filmes am Budget etc. festmachen kann. Somit hat die ganze Independent, Mainstream Diskussion doch eh keinen Sinn…

  9. Natürlich nicht, ich finde es aber schon erstaunlich, wie systematisch jeder Oscar Film(in der Kategorie „Bester Film“) fast immer mindestens einen super bekannten Schauspieler besitzt….

  10. …und die Nominierungen für die nächsten Preisverleihungen stehen jetzt auch fest: Zum einen für den Oscar (Verleihung am 25. Februar 2007) und zum anderen für die Goldene Himbeere (Verleihung am 24. Februar 2007)!

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