„Flags of our Fathers“ – Eastwoods Kriegs-Kritik

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flags.jpgWer hätte „Dirty Harry“ Clint Eastwood einen so mitfühlenden Film wie „Million Dollar Baby“ zugetraut? Jetzt stellt sich der ehemalige Republikaner, der selbst im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat, kritisch dem Thema Krieg und das gleich im Doppelpack. Schonungslos erzählt er die wahre Geschichte eines Fotos, dass damals durch Milliarden an Kriegsanleihen die Kasse des Militärs klingeln ließ.

„Flags of our Fathers“ ist in erster Linie kein Kriegsfilm, der Schwerpunkt liegt auf drei amerikanischen Soldaten, die an einer Werbetour für das Militär quer durch Amerika touren und dort als Helden gefeiert werden, nur weil sie auf einem Foto zu sehen sind, dass in ihrer Heimat als Symbol des Sieges angesehen wird. Immer mehr Gewissensbisse plagen sie, da sie sich nicht wirklich als Helden sehen und zu viele Tatsachen bezogen auf das Foto bewusst falsch dargestellt werden. So wurde die Fahne schon am Anfang der Schlacht auf Iwo Jima aufgestellt und es war auch schon die Ersatzfahne, nichts Heroisches hatte die Tat damals an sich.

Eastwood kritisiert offen die Mittel des Militärs, die Bevölkerung bewusst zu täuschen und sich ihr Geld für militärische Zwecke zu ergaunern. Gleichzeitig zeigt er das Geschehen auf der Insel Iwo Jima aus Sicht der Amerikaner. Um diese Schlacht nicht nur aus einer Richtung zu zeigen, drehte Eastwood auch noch den Film „Letters From Iwo Jima“, der das Geschehen aus Sicht der Japaner zeigt. Dieser läuft bei uns am 22. Februar an, hat bereits einen „Golden Globe“ als bester fremdsprachiger Film gewonnen und ist in den Kategorien „Bester Film“ und „Regie“ für den „Oscar“ nominiert.

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