Uwe Boll – Der neue Ed Wood!

uweboll.jpgUwe Boll ist Regisseur, naja angeblich, aber aufgrund der Stars, die in seinen Filmen mitspielen und dem Budget, das dahinter steckt, sollte man das wohl glauben. Ich habe bisher nur „Alone in the Dark“ und „Bloodrayne“ gesehen, aber diese beiden Filme sollten definitiv in jeder Filmhochschule gezeigt werden als Beispiel für alles, was man beim Filmemachen falsch machen kann.

Stutzig macht es einen ja schon, dass jemand nahezu ausschließlich Computerspiele verfilmt, aber wie jemand nach einer Unmenge von Flops immer wieder Kohle und Stars wie Ben Kingsley, Michael Madsen, Christian Slater, Burt Reynolds, Ray Liotta, John Rhys-Davies oder Jason Statham für neue Projekte bekommt, will einfach nicht in meinen Kopf. Ausstattung, Story, schauspielerische Leistung, Schnitt und vor allem Regie, bei Boll tut wirklich alles weh! Schon bezeichnend, dass Kristina Loken, Hauptdarstellerin von „Bloodrayne“, für eine Fortsetzung mal eben „keine Zeit“ hat oder die Herstellungsfirma des Egoshooters „Far Cry“ Bedenken bei einer Verfilmung durch ihn anmerken, weil sie Angst vor Imageverlust ihres Spiels haben. Für viele gilt er schon als der neue Ed Wood, andererseits hatte der wenigstens Visionen und weder Kapital noch wirkliche Stars zur Verfügung.

Boll selbst erscheint die Kritik immer absolut unverständlich, er ist von seinen Filmen richtig überzeugt. Und schlau wie er ist, macht er mit seinen ärgsten Kritikern das einzig Richtige: Er verkloppt sie in einem Boxduell. Ja, der Uwe hat’s schon drauf…

Naja, höre ich lieber auf, bevor ich morgen eine Einladung zum „Auffe Fresse kriegen“ im Briefkasten habe oder mir der Boll hinter dem nächsten Busch auflauert und „freue“ mich lieber auf kommende Hightlights wie „Dungeon Siege“, „Seed“, „Far Cry“ und „Postal“. Angucken werde ich sie auf jeden Fall, so viel Inkompetenz macht schon wieder Spaß…

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4 Kommentare

  1. ich habe von ihm auch nur „bloodrayne“ und „alone in the dark“ gesehen und ja, verdammt noch mal, waren die filme schlecht. und das in erster linie, da sie den anspruch haben, großes unterhaltungskino zu sein. er hätte mit den mitteln, die er bekommt und die auch gar nicht sooo gering sind passable b-movies drehen können. aber die dermaßen schlechte kameraführung und die massen an filmfehlern, dazu miserable leistungen der darsteller und ein filmstil, der offensichtlich cool sein will, es aber absolut nicht schafft, machen dies zunichte. aber wer mal schön lachen will, kann sich die filme gerne mal ansehen. und der trailer von „dungeon siege“ ist auch klasse, sieht man da doch shaggie aus „scooby doo“ bemüht ernst „i’m your king“ brüllen. einfach nur lustig… oder eben traurig, dass er alle computerspielvorlagen verballert…

  2. Boll ist keineswegs der neue Ed Wood. Ed Wood hatte wenigstens noch einen Kultcharakter und hat seine Filme aufgrund seiner eigenen Liebe zum Film gemacht, er hatte nur nicht das nötige Talent dazu, jedoch hat er immer an seinem eigenen Traum festgehalten. Bolls einziger Traum is es mit jedem Film noch mehr Kohle zu machen ohne Rücksicht auf Verluste was dann auch erklärt warum er sich so für Spieleverfilmungen interessiert, da es da ja auf jeden Fall Menschen gibt die den Film sehen oder sogar kaufen, weil sie Fans des Spieles sind, meistens allerdings nur um zu sehen wie Boll es ein weiteres Mal geschafft hat aus einer guten Vorlage den letzten Dreck zu machen.

  3. Okay, sicherlich ist Ed Wood noch mit einem besseren Grundsatz an die Sache herangegangen. Und ob er nur Kohle machen will, weiß ich gar nicht, floppen nicht alle seine Filme? Ich glaube schon, dass er seine Filme wirklich für gut hält. Aber den Titel „schlechtester Regisseur Hollywoods“ hat auch Uwe Boll verdient wie kein anderer…

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