„Bobby“ Kennedy und die Menschen von 1968

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Im Schatten des Attentats auf John F. Kennedy wird oft vergessen, dass sein Bruder Robert „Bobby“ Kennedy auch einem Attentat zum Opfer fiel und das während einer Pressekonferenz im Ambassador Hotel in Los Angeles, als er gerade im Begriff war, die Wahl zum amerikanischen Präsidenten zu gewinnen. Regisseur Emilio Estevez widmet sich in seinem Film jedoch über 20 Charakteren mit unterschiedlichen Schicksalen, die am 6. Juni 1968 im Hotel auf den Senator warten und auf eine bessere Welt mit ihm als Präsidenten hoffen.

Estevez gelingt so ein eindringlicher Einlick in ein amerikanisches Volk zu Zeiten des Vietnamkrieges, für das Robert Kennedy nach der Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King als letzte Hoffnung steht, dem Land das Ende des Krieges zu bringen und ein vorurteilsloses Zusammenleben aller Volksgruppen zu ermöglichen. Vom Hotelmanager, der zum einen den Küchenchef wegen Rassismus feuert und gleichzeitig seine Affäre mit einer Telefonistin geheim halten muss, vom jungen Pärchen, dass heiratet, damit er nicht in den Vietnamkrieg muss, vom Küchenpersonal, das erkennen muss, dass Vorurteile zwischen Mexikanern, Schwarzen und Weißen nicht nur in eine Richtung funktionieren, von der alternden Diva, die ihre Probleme im Alkohol ertränkt, vom reichen Ehepaar, das sein wirkliches Ich unter dem nach außen gespielten Bild sucht und vielen anderen kleinen Geschichten handelt der Film…

Estevez gelingt so ein viel einfühlsameres Potrait einer Zeit voller Hoffnung, als wenn er Robert Kennedy direkt gefolgt wäre, den man im Film nur in eingefügten Originalaufnahmen sieht. Umso mehr belastet einen das Szenario am Ende des Films, als Kennedy erschossen wird und mit ihm viele Hoffnungen sterben…

Natürlich gewinnt der Film zusätzlich durch eine wahrlich einmalige Schauspielerriege: Anthony Hopkins, William H. Macy, Elijah Wood, Demi Moore, Sharon Stone, Martin Sheen, Helen Hunt, Lindsey Lohan, Heather Graham, Laurence Fishburne, Christian Slater, Freddy Rodriguez, Asthon Kutcher, Emilio Estevez selber und und und…

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