„Mr. Bean macht Ferien“ – Nett, mehr nicht…

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Mit der Figur des „Mr. Bean“ hat Rowan Atkinson in den 90ern einen absoluten Kultcharakter geschaffen, den wohl jeder kennt. Und in einer Zeit, wo das Kino versucht alles wieder zum Leben zu erwecken, was mal erfolgreich war, war meine Angst doch sehr groß, dass auch hier ein toller Charakter verheizt werden könnte, nur um noch einmal ein wenig Geld zu erwirtschaften…

Inhalt

bean-ferien.jpg Mr. Bean hat dieses Mal eine Reise nach Frankreich gewonnen, verpasst aber natürlich seinen Zug und fühlt sich zudem für einen Jungen verantwortlich, der durch sein Verschulden seinen Vater aus den Augen verloren hat. Zusammen versuchen die beiden, sich nach Cannes durchzuschlagen…

Review

Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, enttäuscht hat er mich nicht, aber auch nicht besonders beeindruckt. Er war einfach nur nett. Allerdings ging man hier einen anderen Weg als beim ersten Kinofilm, der allen immer zu dialoglastig war und daher zu weit entfernt von der „einfachen“ TV-Serie, die gerade von der Einfachheit und natürlich Atkinsons Mimik und Gestik gelebt hat. Der neue Film versucht wieder mehr in diese Richtung zu gehen, so sagt Mr. Bean auf seinem Urlaubstripp quer durch Frankreich nahezu kein Wort, man setzt wieder mehr auf den stummen skurillen Charakter. Allerdings fällt so auf, dass Beans Slapstick in dieser einfachen Form dann doch etwas zu wenig für das Kino ist, die Handlung des ersten Films konnte einen da dann doch mehr bei Laune halten.

Viele Gags kannte man schon in anderer Form aus der Serie und auch Atkinson selbst spielte seinen bekanntesten Charakter zwar souverän, aber ohne viele neue Facetten. Die großen Lacher blieben aus, aber hier und da gab es immer wieder etwas zum Schmunzeln, besonders die Szene mit dem Mofa-Mann. Trotzdem war der Film nicht schlecht und auch die Geschichte um Bean und den Jungen und das Einbinden der Filmfestspiele von Cannes waren in Ordnung, es hätte alles viel schlimmer kommen können. Und auch Willem Dafoe nahm sich recht unterhaltsam selbst auf die Schippe.

Fazit

Der Film tut nicht weh, aber wer Mr. Bean in Bestform sehen will, sollte lieber auf die TV-Serie zurückgreifen …

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3 Kommentare

  1. es hätte wirklich schlimmer werden können. man erkennt stark, dass ein anderer regisseur zu gange war als beim ersten film. und ja, es stimmt, dass dieser film wieder mehr richtung serie geht und ihn kaum sprechen lässt und die story so dünn wie möglich gehalten wird. doch ein bischen mehr dramatik wäre dann doch nicht schlecht gewesen. der film kommt nicht richtig in schwung und wirkliche lacher bleiben größtenteils aus. bezeichnend war auch, dass das kino voller kinder war und auch von deren seite kaum lacher zu hören waren… man merkt, dass der film nett sein sollte, aber kein brüller – auch schnitttechnisch und von der musik her war er eher gemütlich als komisch. der erste bean-film war das genaue gegenteil – allein das intro war dramatisch in szene gesetzt.
    mein fazit also: es ist halt ein anderer versuch, bean ins kino zu bringen. der film hat es geschafft, dass ich nicht wünsche, es hätte ihn nie gegeben, aber er war auch nicht so richtig gelungen; dafür waren dann doch wieder zu viele bekannte sachen drin, dafür aber zu wenig lacher. und wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich den ersten film vorziehen… trotz zuviel story um diese familie hat mich der film irgendwie mehr in seinen bann gezogen.

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