„Death Proof“ – Tarantinos B-Movie-Hommage

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   6,86 (7 Stimmen)
Loading...

Ja, dieser Film ist Trash, aber so war er ja auch ausgelegt. Kurt Russel unterhält als „Stuntman Mike“, der mit seinem schwarzen Stuntwagen gerne mal scharfe Mädels umlegt. Das klappt auch sehr erfolgreich, bis er an die falsche Gruppe Mädels gerät. Soweit der Plot, mehr gibt’s nicht. Tarantino geht so weit, dass sein Film nur so strotzt von Bildfehlern und schlechten Schnitten, aber gerade das gibt ihm dann doch wieder etwas Besonderes.

Quentin Tarantino wäre in Wirklichkeit wohl gerne schwarz… und eine Frau! Schon in „Jackie Brown“ und „Kill Bill“ ließ er gerne starke Frauen den Männer eins auf die Mütze geben, aber hier setzt er jetzt die geballte Frauenpower ein. So geballt, dass man sich nach endlosen Frauenrundengesprächen doch wieder ein paar Diskussionen über Fußmassagen, Madonna oder Hamburger wünscht.

Aber warum hat der Film trotzdem so viel Spaß gemacht? Vermutlich, weil Tarantino zum einen seinen Film bewusst schlecht gedreht hat, weil die Stunts wirklich einzigartig waren und der Film am Ende so an Fahrt zugelegt hat, dass bei uns das ganze Kino nur noch gejohlt hat und am Ende sogar applaudierte.

Warum bekommt er trotzdem nur drei Punkte von mir? Weil er (obwohl bewusst) eben doch ein „schlechter“ Film ist und leider nicht auf voller Länge unterhalten kann. Vermutlich hätte die 20 Minuten kürzere Version, die in den USA zusammen mit Rodriguez‘ „Planet Terror“ läuft, auch vier Sterne bekommen, denn 20 zusätzliche Minuten Frauengelaber haben dem Film nicht wirklich gut getan.

Sollte es aber beide „Grind House“-Filme doch noch als Double Feature in der Originalversion zusammen mit den ganzen Fake-Trailern geben, wäre ich bestimmt nochmal dabei.

Verwandte Artikel

2 Kommentare

  1. 20min weniger (meinetwegen auch noch mehr) hätte dem film defintiv gut getan. war halt genau das, was man erwartet hat, nur langatmiger. und respekt, hätte nicht gedacht, dass man „kill bill“ an story noch dermaßen unterbieten kann. naja, waren einige lacher drin und das ende konnte auch gut unterhalten; aber warten wir dann mal wieder auf einen tarantino, der wenigstens das potential hat, richtig gut zu werden…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.