„28 Weeks Later“ – Viel Splatter, wenig Logik!

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28weekslater.jpgAls ich kürzlich den ersten Teil „28 Days Later“ gesehen habe, fand ich es sehr interessant, dass dieser Zombiefilm nicht in erster Linie von Zombiesplatter lebte, sondern mehr auf die menschlichen Charaktere und deren Entwicklung setzte. Der Horror kam hier in erster Linie daher, wie sich die Menschen angesichts der Situation selber zu Monstern entwickeln. Diese Sozialkritik tritt in „28 Weeks Later“ in den Hintergrund, hier dominieren doch mehr Splatter und Gewalt. Schade. Ich konnte den Film bereits in einer Preview sehen, im Kino läuft er am 31. August 2007 an.

„28 Weeks Later“ kann aber trotzdem durch seine Machart beeindrucken. Der Film ist sehr schnell und recht experimentell geschnitten. Zwar wurden nicht wie beim ersten Teil nur DV-Kameras eingesetzt, aber Schnitt, Kamera und Stil geben dem Film einen sehr interessanten Look.

Negativ anzumerken ist, dass man die Familie, die die Hauptcharaktere darstellen, nicht wirklich leiden kann. Der Vater lässt erstmal seine Frau im Stich, um sie dann bei ihrer überraschenden Rückkehr blödsinnigerweise abzuknutschen, ohne sich über eine mögliche Infizierung Gedanken zu machen. Und die Kinder sind am schlimmsten, brechen mal so aus der Sicherheitszone aus, um mit dem Motorroller durch das leere London zu fahren und so alle in Gefahr zu bringen. Manchmal fragt man sich, warum Kinder in Filmen immer so unglaublich dumm sein müssen. Aber warum die infizierte Mutter nicht besser bewacht war, wie die Kinder überhaupt aus der Zone verschwinden konnten, wieso der Zombie-Vater immer zur Stelle ist, egal wie weit die Kinder mit welchem Fahrzeug auch immer geflohen sind, sind nur einige der Fragen, die sich einem stellen…

Mit dem „Gegenschlag“ der Armee kehrt dann doch wieder die Sozialkritik zurück, die zeigt, zu was Menschen fähig sind, wenn sie die Kontrolle verlieren. Und auch sehr gelungen ist die Tatsache, dass vermeintliche Hauptpersonen sehr früh zu Zombies werden, obwohl man damit nicht gerechnet hat…

Insgesamt ist „28 Weeks Later“ sicher einer der besseren Filme des Genres, aber auf voller Linie überzeugen kann er bei weitem nicht. Zu viele Logikfehler, zu wenig Story und mitunter schon zu derbe Splattereinstellungen führen dann doch zu deutlichen Punkteabzügen in der Endnote…

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6 Kommentare

  1. nett, aber auch nicht mehr. der erste war klasse aufgrund des behandelns der endzeit-thematik; zombie-horror war da sekundär. der zweite hat in der tat nur nervige hauptpersonen, wo es einem wirklich egal ist, wer stirbt oder nicht… ansonsten der übliche flitzezombie-horror. trotzdem vermutlich einer der besseren zombiefilme, hat er wenigstens ein wenig gesellschaftskritik. und die tolle musik vom ersten (wenn auch schon zu oft eingesetzt)… die, die auch bei dem „beowulf“-trailer genommen wurde.

  2. NUn ja ich finde beide waren im Schnitt ok. Es kommt ja auch ein 3 nämlich 28 Month Later.
    Im 28 Weeks Later fand ich die Kinder unnötig!!! Du hast Recht, es ist egal wer stirbt. Außerdem so viele Soldaten schaffen es nicht mit Waffen die Zombies zu vernichten . Schwachsinn! Also ich würd im Klo bleiben in Sicherheit! Aber na ja immerhin bisschen Gruseln war schon dabei. ;.-)))))))))))

  3. Also ich fand den zweiten Teil nicht mehr so interessant. Mir hat der erste wesentlich besser gefallen. Der zweite Teil war einfach zu lächerlich. Aber so ist es eben mit Fortsetzungen, manchmal werden sie besser oder schlechter.

  4. die kinder haben den film getötet, wie du schon sagst.
    aber hier sind die kinder nicht einfach nur dumm, nein, obwohl sie dass ende der welt hinaufbeschwören versucht der regisseur uns 2 studnen lang dazu zu zwingen mit ihnen mitzufühlen.
    gott, wie ich diese kinder hasse.
    wieso konnten sie nicht einfach in die themse brettern und ersaufen?

  5. Ich muss sagen fand den zweiten Teil besser als den ersten. Der erste hatte meiner Meinung nach viel mehr Logikfehler als der zweite. Aber die angesprochenden Fragen habe ich mich auch gestellt, haben mich aber nicht großartig gestört.

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