„Beim ersten Mal“ – Gute Unterhaltung!

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beimerstenmal.jpgIrgendwie kennt offensichtlich jeder in erster Linie die Szene aus dem Trailer, wo jemand ein Kind wie einen Hund „Stöckchen holen“ lässt. Und leicht skurille Szenen wie diese heben diese Komödie von der Masse ab und lassen sie weder im Kitsch noch in Peinlichkeiten versinken. Den Machern ist es gelungen, alle Charaktere trotz offensichtlicher Übertreibungen immer noch realistisch wirken zu lassen und das tut dem Film gut. „Beim ersten Mal“ ist nicht wie vielleicht zu erwarten platter Klamauk, sondern vielmehr ein Auf und Ab der Gefühle mit vielen lustigen Einfällen.

Ben ist nicht gerade schön und schlank, er verbringt die Zeit meist stoned und will mit seinen WG-Kumpels eine Website über Nacktszenen von Filmstars erstellen. Eigentlich nicht der Typ, der eine Frau wie Allison abbekommt, denn die ist attraktiv, erfolgreiche Fernsehmoderatorin und alles andere als eine Versagerin. Aber irgendwie führt doch eins zum anderen und sie landen in der Kiste. Allison versucht Ben daraufhin aus ihrem Leben zu streichen, bis sie ein paar Wochen später herausfindet, dass sie von ihm schwanger ist. Da beide sich gegen eine Abtreibung entscheiden, versuchen sie jetzt, ein glückliches Paar zu werden, was bei so vielen Unterschieden und einer immer mehr hormongesteuerten Allison nicht gerade leicht ist. Da helfen auch Allisons Schwester Debbie und ihr Mann Pete nicht, die haben in ihrer Beziehung nämlich ganz andere Probleme…

Komödien über Sex und die Probleme zwischen Männern und Frauen gibt es sicher viele, aber diese ist echt nett geworden. Mit viel Situationskomik und den tollen Hauptdarstellern Seth Rogen und Katherine Heigl hat das Team von „Jungfrau (40), männlich, sucht…“ eine kleine Filmperle geschaffen. Der Film lebt von vertrauten Situationen, kombiniert „Loser“ und „Winner“ und kommt dank toller Darstellercrew erstaunlich realistisch rüber. Sicher, das Ganze wirkt schon manchmal leicht überzogen, aber nie so, dass man sich nicht vorstellen könnte, das alles wäre wirklich mal jemandem so passiert. Schön werden die typischen Gegensätze von Mann und Frau durch den Kakao gezogen und doch hat man immer wieder diesen „Ja, genau so ist das immer mit denen…“-Effekt. Für einen Film, den man, ohne ihn zu sehen, sicher in die Klamaukschiene eingeordnet hätte, hat er erstaunlich viel Tiefgang, aber eben nicht so viel, dass er in Kitsch abgleiten würde. Eine nette Beziehungskomödie für zwischendurch…

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Ein Kommentar

  1. joa. ganz nette komödie. gut daran ist die indirekte kritik an der (besonders amerikanischen) lebensweise, an der etwas nicht mehr stimmt und den eigentlichen lebenssinn aus den augen verliert. aber vielleicht hbe ich das da auch ‚reininterpretiert. und es ist schon sehr beängstigend, dass die frauen langsam die oberhand gewinnen; so eine komödie ist paradebeispiel: frau als intelligent und erfolgreich dargestellt, mann als kindisch und doof. in ca. 60 jahren wird es keine frauenquote geben, sondern eine männerquote, die nur noch schwierig auszufüllen sein wird.

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