„Zimmer 1408“ – Spannung vom Feinsten!

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Man mag von Stephen King halten, was man will, aber dass seine Dramen wie „The Green Mile“, „Stand By Me“ oder „Die Verurteilten“ wirklich gelungen sind, wird wohl kaum jemand beschreiten. „Zimmer 1408“ basiert mal wieder auf einer Kurzgeschichte von King und auch, wenn es sich wieder um eine Horrorgeschichte handelt, fällt der Grusel hier viel subtiler aus…

Der Film handelt von einem Autor, der vermeintliche Gruselhotels besucht und dann spezielle Hotelführer schreibt. Er selber glaubt nicht an Übernatürliches, bewertet aber gerne den „Gruselfaktor“ der entsprechenden Hotels. Im Zimmer 1408 eines New Yorker Hotels erwartet er ähnlichen falschen Zauber und lässt sich auch von den eindringlichen Warnungen und den fast 60 Todesfällen, die bereits in dem Zimmer passiert sein sollen, abschrecken. Doch dann sitzt er in der Falle und das Zimmer versucht, ihn auf immer drastischere Art zum Selbstmord zu zwingen…

John Cusack spielt seine Rolle als der Autor großartig, seine arrogante Art am Anfang wechselt bald zu absoluter Panik, Samuel L. Jackson kommt allerdings leider etwas zu kurz. Aber der schwedische Regisseur Mikael Häfström hat sich dafür viele spannende Schockmomente einfallen lassen, die mit dem plötzlichen Erscheinen von Schokotafeln auf dem Kopfkissen anfangen und immer bizarrere Formen annehmen. Der mittlere Teil wirkt zwar schon leicht übertrieben, aber der immer ansteigende Thrill-Faktor hält einen angespannt bei der Stange. Das Ende ist leider etwas schwach geraten, allerdings soll auf der DVD das „Originalende“ zu sehen sein, das deutlich vom jetzigen Ende des Films abweichen soll.

Nach „The Green Mile“ ist „Zimmer 1408“ die zweiterfolgreichste King-Verfilmung in den USA und das zu recht. Abseits anderer Horrorfilme, die fast ausschließlich auf Ekel und brutale Gewalt setzen, trifft der Psycholevel dieses Films eindeutig mehr ins Schwarze!

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4 Kommentare

  1. Cusack fand ich auch super in dem Film. Doch da hört es bei mir leider auch schon auf. Ich gebe dir voll und ganz recht, dass dieser Film den plumpen Ekel-Filmen endlich mal wieder etwas ernsthafteres entgegensetzen will, und ich bin begeistert, dass es ein Film mal wieder mit einem guten Schauspieler auf 50qm Kulisse probiert. Doch plötzlich auftauchende Schokotäfelchen und jemand der auf der anderen Straßenseite durchs Fenster winkt und so aussieht wie einer selbst […] – da hätte man mehr von machen können – sind zwar nett, aber mehr eben auch nicht. Es war nichts dabei was mich über das Kino hinaus beschäftigt hat.

  2. Ich hatte das Glück und konnte gleich den amerikanischen Director’s Cut sehen. Superfilm und ich kann jedem empfehlen diese Fassung der Deutschen Kinoversion vorzuziehen ;) Neben dem anderen Ende wird auch das Verhältnis zu seinem Vater etwas näher ausgeführt.

  3. Hmmm, also ich hab den Film nun auch hinter mich gebracht. Und ich fand ihn nicht gut. Die Rahmenbedingungen waren ok, gutes Set, gute Kamera, guter Schnitt, zwei Extraklasse Schauspieler, ein eigentlich guter Autor… aber dann ist Ende. Die Story, sofern vorhanden fand ich total langweilig. Nette Idee, aber nichts neues oder atemberaubendes. Die schauspielerische Leistung durchaus solide, aber gerade Cusack hat man schon besser gesehen. Der Film kann sich nicht entscheiden, was er sein will, Horrorschocker, Psychothriller, Fantasy, Beziehungsdrama… Ich hab mich zweimal wegen einer fiesen Fratze erschrocken, ansonsten musste ich schon eher schmunzeln. Entweder bin ich nicht für solche Filme gemacht, oder sie nicht für mich, oder sie sind wirklich nicht gut. Dieser trifft sicherlich auf alle drei Kriterien zu. Daher von mir, wegen der guten Rahmenbedingungen und dem King/Cusack Bonus gerade noch zwei Sterne: mittelmäßig!

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