„Invasion“ – Mäßige Neuauflage!

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invasion.jpgDie Invasion der Menschheit durch einen außerirdischen Virus, der langsam jeden Bewohner dieses Planeten zu einem Roboter ohne individuelle Emotionen macht, ist nicht gerade neu, so war es schon vorher fraglich, ob eine Neuauflage vom „Angriff der Körperfresser“ denn funktionieren würde. Oliver Hirschbiegel, Regisseur von „Das Experiment“ und „Der Untergang“, konnte in seinem ersten Hollywood-Einsatz immerhin Stars wie Nicole Kidman und Daniel Craig vor die Kamera locken.

Schon im Trailer hatte man die Befürchtung, dass der Film etwas zäh daherkommen würde, und so sah dann auch das Ergebnis aus. Trotz wilder Schnitte kommt der Film nicht in Fahrt und sorgt eher für Langeweile als für Angstschweiß. Vermutlich liegt das wirklich in erster Linie daran, dass der Film dem bekannten Thema nichts Neues abgewinnen kann, wie es z.B. seinerzeit „The Faculty“ gelungen ist. Leider ist es lange her, dass ich das Original (die Originale?) gesehen habe, der direkte Vergleich ist mir daher leider nicht möglich, aber die Neuauflage verliert alleien schon wieder durch den „Mami muss ihr kleines Kind beschützen“-Faktor. Man merkt dem Film früh an, dass er nicht an Konventionen ruckeln würde, dem Kind wird schon nichts passieren und ein düsteres Ende, wie es die Vorlage hatte, wenn ich mich recht entsinne, erwartet man schon gar nicht.

So sitzt man im Kino und geht nach 90 Minuten relativ unberührt wieder nach Hause. Szenen, in denen Kidman zwischen Unmengen Infizierter so tut, als würde sie auch über keine Emotionen mehr verfügen, wirkt meist lächerlich. Wenn man sieht, wie die Infizierten sich auf fast jeden stürzen, der überzeugender ist als sie, bleibt das letzte bisschen Realismus auf der Strecke. Ganz schlimm, wenn sie mit ihrem Sohn wegrennt, das merkt dann irgendwie keiner mehr!?

Der Ansatz, dass die Nachrichten die Option auf den Weltfrieden propagieren, weil sich alle gleichgeschalteten Menschen natürlich nicht mehr bekriegen müssen, wirkt auch etwas lächerlich, wenn man sieht, mit welcher Gewaltbereitschaft die Infizierten alle anderen jagen. Also vielleicht doch besser eine andere Version des Themas anschauen und Oliver Hirschbiegel wieder nach Deutschland zurück holen, damit er wieder großartige Filme drehen kann.

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Ein Kommentar

  1. kann dem nur zustimmen. war tatsächlich so lasch und unspannend, wie der trailer vermuten ließ. schade, dann wirklich eher „faculty“…

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