Es ist vorbei: „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   9,38 (13 Stimmen)
Loading...

Damit ist es endgültig vorbei! Das siebte und letzte Buch von Harry Potter ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Wir hatten zwar schon eine ausführliche Buchkritik zur englischen Ausgabe, aber da nun endlich alle mitreden können und das Buch ein wirklich grandioser Abschluss der Reihe ist, dürfte sich eine weitere Kritik lohnen. Jetzt darf auch gerne gespoilert und über alles diskutiert werden. Wer es allerdings immer noch nicht gelesen hat, sollte den Rest des Posts und die Kommentare wegen Spoilergefahr lieber noch nicht lesen.

Vor über zehn Jahren ahnte Joanne K. Rowling sicher nicht, welchen Medienrummel ihre Buchreihe über den jungen Zauberer Harry Potter nach sich ziehen würde. Dieser Medienrummel war es damals auch, der mich davon abhielt, mich in die Reihe der Potter-Fans einzureihen. Als meine Familie sich damals auf Band 4 stürzte, wollte ich ihnen beweisen, dass nichts hinter dem Medienrummel stecken würde und schnappte mir den ersten Band … mit absolut gegenteiligem Effekt. Gleich der erste Band begeisterte auch mich total, die bereits erschienenen Bände verschlang ich gleich im Anschluss und die folgenden Bücher las ich dann schon auf Englisch, da ich einfach nicht warten konnte. Die Pottermania hat mich seitdem voll im Griff…

Doch jetzt ist das letzte Kapitel geschrieben. Harry zieht mit seinen Freunden Ron und Hermine los, die letzten Seelenstücke des bösen Magiers Voldemort zu finden und zu zerstören, um die Zauberwelt wieder in die Freiheit aus der tyrannischen Herrschaft des Dunklen Lords führen zu können. Doch das erweist sich schwerer als geplant, die Hinweise des verstorbenen Schulleiters Dumbledore sind mehr als dürftig, gleichzeitig wächst die Macht Voldemorts und seiner Anhänger immer mehr und lässt Harry und seinen Freunden sehr wenig Handlungsraum. Auch die Mitglieder des Phönixordens müssen aus dem Untergrund agieren, schöne Momente wie die Hochzeit von Rons Bruder oder die Geburts von Lupins Sohn bieten wenig Zeit zum Aufatmen, im siebten Band ist Action angesagt!

Schon am Anfang greifen Voldemort und seine Anhänger Harry und seine Freunde an, als dieser an einen sicheren Ort gebracht werden soll. Aber auch Harry, Ron und Hermine unterwandern das Ministerium und brechen sogar in die Zaubererbank Gringotts ein. Wilde Verfolgungsjagden, düstere Orte, brutale Gegner, ein Drachenritt, mysteriöse Artefakte, verblüffende Erkenntnisse über die Vergangeheit von Dumbledore und Severus Snape und vieles mehr ebnen den Weg zur unausweichlichen Konfrontation zwischen Voldemort und Harry Potter, die auch die Frage klären muss, was an den Gerüchten über Potters Tod denn nun dran war…

Für mich ist der siebte Band einer der besten der Reihe. Rowling schafft es, viele offene Fragen aufzugreifen und zu klären, viele Orte und Charaktere aus alten Büchern wieder zurückzuholen und doch noch so viel Neues dazuzufügen, dass das Ergebnis einfach Spaß macht. Auch beim erneuten Lesen auf Deutsch konnte ich noch einmal mitfiebern.

Jetzt bleiben uns leider nur noch zwei weitere Filme, aber gerade auf die Umsetzung des letzten Teils können Potterfans sehr gespannt sein. Hier gibt es viel, was auf der großen Leinwand gigantisch wirken wird!

Verwandte Artikel

6 Kommentare

  1. Ich hab Potter genau, wie Du am Anfang aus Prinzip abgelehnt. Alles was ALLE toll finden finde ich erstmal pauschal scheisse. Das hab ich auch eine ganze Weile durchgehalten, bis ich irgendwann mal bei einem Videoabend Potter 4 mitgeschaut hab. Fand ich nicht so schlecht, wie ich eigentlich wollte. Also hab ich mich nach und nach die ersten drei Filme angeschaut. Die ersten beiden waren nicht so dulle, der dritte ging. Doch nun stand ich vor dem Problem, dass ich auch wissen wollte, wie es ausging… also musste ich quasi die Bücher lesen. Und wenn schon denn schon, also hab ich mit Band 1 begonnen und kontinuierlich fast ohne Pause die sechs Bücher gelesen. Sehr unterhaltsam und auch spannend. Als dann der siebte Band auf englisch raus kam war es quasi logisch, dass ich ihn auch gelesen hab. Mich hat also diese „Soap“ erwischt, was natürlich bedeutet, dass ich wissen will, wie die Bücher filmisch umgesetzt werden, also nochmal zwei Filme schauen. Wie schon damals geschrieben fand ich den letzten Teil gut und damit die Reihe gut zu Ende gebracht.

  2. spoiler! spoiler! spoileralarm! wer jetzt noch nach ewigen warnungen weiterliest und nichts wissen will, hat selbst schuld!

    ich habe, genau wie PAU und TOM ebenfalls, mich strikt gegen den bücher-hype gewehrt, habe aber anscheinend als erster aufgegeben: bevor das vierte buch oder der erste trailer kam, habe ich sie dann doch gelesen und fand sie klasse. es ist halt eine komplexe welt wie „Star wars“, die sich aber von vielen anderen fantasygeschichten abgrenzen kann und somit in ihrer zusammensetzung einzigartig ist, auch wenn eine menge altbekannte elemente vorkommen. trotz einfachen schreibstils und einiger kindlichen elemente macht das lesen der bücher also spaß und kann fesseln; insbesondere zum ende hin werden die bücher immer erwachsener, düsterer und somit auch besser.

    das letzte buch habe ich nun auch gelesen und es ist durchgehend hart und kein kinderbuch mehr. insgesamt betrachtet ist es wirklich gelungen, gerade im gegensatz zum vorgänger bietet dieses buch action ohne ende und bleibt kontinuierlich spannend, das schulalltagsleben spielt keine rolle mehr, jetzt herrscht endlich der krieg, der angeblich ja schon bereits seit buch 4 ausgebrochen sein soll. nun merkt man auch mal was davon.
    doch neben den ganzen positiven seiten des buches wie die cameoauftritte von krum bis zu mr. lovegood, oder dumbledores dunkle seite, habe ich mir teilweise auch ein wenig mehr versprochen. so fand ich den abgang snapes beispielsweise wirklich unspektakulär und die große begründung, warum dumbledore ihm immer vertraut und nie an ihm gezweifelt hat, ein wenig unplausibel. den tod moodys nahm man gar nicht ernst, man dachte: „der kommt wieder, sonst wäre sie da ein wenig mehr drauf eingegangen“; aber nix da, ein würdigerer tod war nicht drin. einzig allein dobby, der unwichtigste von allen, hat seitenweise trauer, begräbnis und co. bekommen. nun ja.
    auch war ich ein wenig enttäuscht, dass der phönix nicht mehr vorkam, nevilles rolle als auserwählter keine rolle spielte und vor allem dieser blöde bogen bei sirius nicht mal anatzweise etwas zu bedeuten hatte.
    auch hatte ich mir ein paar neue, tolle orte vorgestellt, gerade in bezug auf die horkruxe. aber bis auf „godric’s hollow“ war da ja nix, nicht mal für das finale hat man sich etwas einfallen lassen. ist natürlich auch positiv, alle möglichen ort nochmal vorkommen zu lassen, aber ein paar neue orte hätte ich mir schon gewünscht. auch hat voldemort seine horkruxe allesamt ja an sehr leicht zugänglichen orten gehabt, er hat sie nicht einmal mit einem fluch oder so belegt. der in band 6 war ja mit enormen abstand der sicherste. im raum der wünsche, also wirklich. da wäre er in der kammer des schreckens ja noch sicherer gewesen. insgesamt wirkte voldemort im buch ein wenig dumm.
    ich hatte mir gewünscht, dass harry sich opfert und glaube auch jetzt noch, dass es besser gwesen wäre, aber das ende war so ja okay. wenn auch ein wenig gekünstelt: „der hat von mir ein seelenteil, ich aber auch von ihm und wenn ich mich töten lasse sind die alle weg, damit dann endlich ein normales duell zustande kommen kann“.
    der epilog nun aber war wirklich derbe schlecht, kitschig und unnötig. puh! übelst miserabel!
    gut fand ich hingegen, dass keiner wiederbelebt worden ist (sirius oder so), ich hatte ja das schlimmste befürchtet und dann wurde dieser erweckungsstein eingeführt… aber glück gehabt, kein schmalziges wiedersehen.
    dass tonks und lupin gestorben sind ist traurig, das waren wirklich zwei sympathieträger. hagrid oder so wäre da nicht so schlimm gewesen.

    aber wenn auch teilweise etwas gekünstelt wirkend (mehr als ich erwartet hatte, schließlich tat sie immer so, als hätte sie von anfang an den masterplan gehabt), ist das ganze doch insgesamt recht rund und das ist schon mal nicht so leicht, guckt man sich „den dunklen turm“ an. also: über die makel hinwegsehen, ist bis auf den epilog recht gut.

    nun zu den filmen: ich mochte die ersten beiden, obwohl die ja wirklich noch eher kinderfilme sind. ab dem dritten herrscht aber ein düsterer ton und das scheint auch weiter zuzunehmen… gut so. der letzte hätte tatsächlich das potential, eine fsk16-freigabe zu bekommen (werden sie nicht tun, aber ist schon recht übel, wie in einer tour menschen getötet und gefoltert werden). schade, dass yates noch einen macht und shyamalan nicht rangelassen worden ist. aber sind wir mal gespannt, wer den letzten teil inszenieren wird: auch columbus und alfonso würden gerne noch einen machen. aber sollte wirklich der „pans labyrinth“-regisseur das in die hand nehmen, würde das vermutlich echt klasse werden, interesse hat er gezeigt. also mal sehen: man müsste vieles kürzen, aber ich finde, dass es möglich ist, ohne den film zu zerstückeln.

  3. SO! Ich finde das 7 Buch, ähnlich wie PAU, als eines der besten und atemberaubendsten der Serie. Und ja, es gibt ein paar Ungereimtheiten, über die man allerdings hinwegsehen kann, wenn man das große Ganze betrachtet.
    Ich bin insgesamt absolut zufrieden und finde es bemerkenswert, was J.K. Rowling auf die Beine gestellt hat und wie sie es schafft Alt und Jung zu faszinieren, fesseln und mitzureißen.
    @Treepwood: Es ist interessant zu lesen, wie bei dir die Sympathien verteilt sind ;-) und wie du das Buch gelesen hast! Ich hoffe es geht dir gut ;-)? In diesem Sinne, lang lebe Harry Potter…aber bitte ohne Fortsetzung!!!

  4. am anfang habe ich gedacht der film ist mist aber dann habe ich alle teile bekommen jetz bin ich der größte fan

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.