Dan Browns Erstling: „Diabolus“

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diabolus.jpgNachdem ich von Dan Browns Büchern „Sakrileg“, „Illuminati“ und „Meteor“ wirklich begeistert war, habe ich jetzt auch das in Deutschland jetzt als Taschenbuch erschienene „Diabolus“ gelesen. Bisher hatte ich mich nicht herangewagt, da fast jeder aus meinem Bekanntenkreis enttäuscht gewesen ist. Das kann ich jetzt auch nachvollziehen, denn wer die anderen Werke gelesen hat, dem erscheint die Story hier doch etwas zu schlicht und unspektakulär. Ich sehe den Roman aber aus einem anderen Blickwinkel, seit ich gelesen habe, dass es sich hier um das Erstlingswerk des Autors handelt, dass bei uns nach dem großen Erfolg der anderen Bücher nachträglich veröffentlicht wurde.

„Diabolus“ handelt von der NSA, die alle Mailcodes mit einem Hochleistungsrechner knacken kann. Als nun ein ehemaliger Mitarbeiter einen unknackbaren Code realisiert und diesen im Internet frei verkaufen will, wenn die NSA nicht die Wahrheit über ihr Überwachungssystem veröffentlicht, bangt die NSA um ihre Existenz, vor allem, weil der Code die komplette Geheimdatenbank der Vereinigten Staaten bedroht. Als der ehemalige Mitarbeiter in Spanien ermordet wird, schickt man den Freund einer NSA-Mitarbeiterin los, um bei seinen Sachen nach dem Passwort für den Code zu suchen. Doch der wurde in Form eines Rings mit Gravur bereits weitergegeben und der Losgeschickte jagt ihm hinterher, ohne zu merken, dass er auch bereits von dem Killer gejagt wird…

Richtig, man erkennt das Muster von Dan Brown sofort wieder, auch seine anderen Werke funktionieren nach diesem Prinzip, allerdings bieten sie im Gegensatz zu „Diabolus“ interessante Hintergründe und Sachverhalte mit mythologischen Inhalten, auch die Charaktere sind interessanter gestaltet. Wäre dieser Roman also, wie ich zuerst vermutet hatte, das vierte Werk, hätte man zu recht denken können, Dan Brown würde nichts mehr einfallen, setzt man ihn aber an den Anfang der Reihe, stellt er einen interessanten Ausgangspunkt dar, von dem ausgehend der Autor sich immer weiter verbessert hat.

Ob das Buch allerdings für eine Verfilmung taugt, wage ich zu bezweifeln. Die Umsetzung von „Sakrileg“ bzw. „The Da Vinci Code“ gelang leider nur mittelmäßig, auf die für Ende 2008 geplante Verfilmung von „Illuminati“ warte ich noch sehr gespannt und auch „Meteor“ könnte ich mir auf der großen Leinwand vorstellen, „Diabolus“ bietet für eine Verfilmung hingegen nicht genug Inhalt.

Ach ja, eine Kleinigkeit noch in eigener Sache: PAU is Sparta! Das ist nämlich bereits mein 300. Post… ;)

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