„Die Legende von Beowulf“ – Sinnlos animiert!

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beowulf.jpgDen ersten Trailer habe ich wohl in so mieser Qualität gesehen, dass mir gar nicht aufgefallen ist, dass es sich hier um einen Animationsfilm handeln würde. Aber schon mit dem zweiten Trailer hatte der Film bei mir verloren. Ich kann Filmen nichts abgewinnen, die rein animiert sind, aber trotzdem so tun, als würden die Schauspieler tatsächlich ihre Rollen spielen. Da ich mir trotzdem etwas von der Story und der Ausstattung erwartet habe, habe ich mir den Film dann doch noch angesehen…

„Die Legende von Beowulf“ handelt vom Krieger Beowulf, der in Dänemark ein Königreich von einem Monster befreit und danach selber den Thron besteigt. Doch trotz aller Macht trägt er ein düsteres Geheimnis mit sich, das viele Jahre später droht, sein Schicksal und das seines Volkes zu besiegeln…

Wenn man den Film sieht, fragt man sich, ob es wirklich so viel günstiger war, den Film komplett zu animieren oder ob eine Realverfilmung mit entsprechenden Animationsanteilen nicht die bessere Lösung gewesen wäre. Denn die Seeungeheuer und Drachen sowie die Kamerafahrten und die Optik können sich tatsächlich sehen lassen. Was aber nervt, sind die „Schauspieler“, die entfernt an ihre „Vorlagen“ erinnern, aber mit so glatten, ausdruckslosen Gesichtern ausgestattet wurden, dass man ihnen einfach nichts abgewinnen kann. Auch eine mit Gold überzogene nackte Angelina Jolie ist eben doch nicht so sexy wie das Original, wenn man ihr einen animierten Körper verpasst. Und in Punkto Nacktkampf sollte sich Beowulf mal ein Beispiel an Viggo Mortensen in „Eastern Promises“ nehmen, der brauchte wenigstens nicht wie bei „Austin Powers“ immer ein paar Krüge und Schwerter, die entsprechende Teile verdecken. Diese und andere Szenen sorgen eher für eine gewisse ungewollte Situationskomik als heroisch zu wirken. Leider kann man die Story auch auf wenige Sätze zusammenfassen, endlose Saufgelage mit Gröhlgesängen sind dann auch keine Berechtigung für die endgültige lange Laufzeit.

„Die Legende von Beowulf“ hätte trotzdem sicher die Vorlage für einen guten Fantasyfilm sein können, aber vielleicht hätte man Filmgrößen wie Anthony Hopkins, John Malkovich, Brendan Gleeson und Angelina Jolie doch richtig spielen lassen sollen. Schade, von Regisseur Robert Zemeckis hat man schon deutlich besseres gesehen…

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