„Ossi’s Eleven“ – Seltsamer Film!

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   6,50 (6 Stimmen)
Loading...

Eine Menge toller Filme hätte diese Woche in der Sneak Preview laufen können, aber stattdessen überraschte man uns mit dieser deutschen Produktion. Vermutlich war die auch gar nicht so schlecht, aber keiner von uns war sich sicher, ob wir da jetzt eine Komödie oder ein Drama schauen, und so fiel es uns schwer, den Zugang zu diesem Film zu finden.

Oswald kommt aus dem Knast und plant gleich sein nächstes Ding. Er will alte DM-Münzen aus einer Gießerei stehlen, die dort Pokale daraus machen. Die Münzen will er dann danach bei der Bank umtauschen. Wie man schon an diesem Plan erkennt, ist Oswald nicht das Genie wie George Clooney in „Ocean’s Eleven“ und auch sein Team setzt sich mehr aus Losern, die nichts besseres zu tun haben, zusammen als aus kriminellen Experten. Zudem wird der Trupp immer größer, aber auch das Gemeinschaftsgefühl. Immer mehr tritt die Freundschaft in den Vordergrund und der Gewinn bei dem Raub in den Hintergrund…

Im Nachhinein betrachtet war es ein netter Film, kein Schenkelklopferhumor, sondern mehr Situationskomik, die verbunden mit der Tragik der einzelnen Charaktere jedoch selten zu lauten Lachern führte. Die Charaktere einzelnd waren zwar interessant und verhältnismäßig realistisch gezeichnet, aber bei der Fülle an Personen bekam keiner die Zeit, die er verdient hätte. So werden viele Nebenhandlungen nur angerissen, alles will sich nicht so ganz in ein Gesamtbild fügen. Auch die Spannungskurve will sich nicht richtig entwickeln, der Film plätschert einfach vor sich hin, alles untermalt mit den Songs von Sascha „Sasha“ Schmitz, der hier in einer Nebenrolle zu sehen ist.

Abschließend kann man auf jeden Fall sagen, dass der Film nicht schlecht war, aber wirklich gelungen war er auch nicht. Da würde ich eher Filme wie den deutschen „Bang Boom Bang“ oder die dänischen „Flickering Lights“ und „In China essen sie Hunde“ empfehlen, da geht es auch um Überfälle und Außenseiter, aber diese Filme wirken im Vergleich zu „Ossi’s Eleven“ deutlich „runder“.

Verwandte Artikel

3 Kommentare

  1. Joa, finde gut, was Pau geschrieben hat. Die Charaktere waren imo mit viel Liebe zum Detail geschrieben und gespielt worden und waren das eigentliche und einzige Plus des Films. Da waren teilweise so schräge Leute drin, aber ansonsten gab es da nix. Was am stärksten auffällt sind die nicht beendeten Handlungsstränge, insbesondere beim Charakter von Sascha.

  2. Das würde ich nicht unbedingt sagen. Die haben ja wieder einen sehr speziellen Film ausgewählt, der sonst vermutlich an einem spurlos vorüber gegangen wäre. Hätten sie „PS: Ich liebe Dich“ gezeigt, das wäre ein fetter Minuspunkt gewesen.

    Die Sneak zeichnet sich ja nicht in erster Linie dadurch aus, dass sie Blockbuster zeigen. „Mr. Brooks“, „Todeszug nach Yuma“ und „Tödliche Versprechen“ waren ja auch keine Filme für die Masse, aber trotzdem cool.

    Ich hätte natürlich lieber mögliche Filme wie „Der Nebel“, „I Am Legend“ oder „Saw IV“ gesehen, aber „Ossi’s Eleven“ passte schon in die Sneak und er war schon interessant genug, um nicht von verlorener Zeit reden zu müssen.

    Also steht bei mir die Sneak weiterhin fest im Terminkalender, solange nicht wieder Hip-Hop-Filme von MTV auf dem Programm stehen. ;)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.