„No Country for Old Men“ – Der Coen-Western!

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Wenn ein Film die Oscars für „Bester Film“ und „Beste Regie“ abstaubt, hat man hier schon eine gewisse Erwartungshaltung. Und wenn dieser Film auch noch von den Coen-Brüdern stammt, dann weiß man, dass man hier keinen „normalen“ Film erwarten kann. „No Country For Old Men“ passt dann auch gut in der Reihe der anderen Filme, der Film ist ruhig, die Story verworren, aber schon spannend und interessant, gespickt mit verrückten Charakteren und tollen Aufnahmen. Der Film macht Spaß, aber was er jetzt allen anderen Filmen in diesem Jahr voraus hatte, ist mir nicht ganz klar.

Inhalt

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Texas in den 80ern. Ein Vietnamveteran findet während der Antilopenjagd ein paar Leichen, ein paar kaputte Autos, dazu einen Koffer voller Geld und einen Berg von Drogen. Dieser zufällige Glücksfund erweist sich jedoch nicht lange, als positiv, denn kurz darauf wird er von einem brutalen Serienkiller verfolgt. Und auch der Sheriff hat angesichts ansteigender Gewalt und Kriminalität in der Gegend bereits resigniert. Trotzdem versucht er zu helfen…

Review

Wie bei anderen Coen-Filmen fallen erstmal die interessant gestalteten Charaktere auf. Allen voran der Killer (Javier Bardem), mit fieser 70er-Jahre-Frisur sowie einer Sauerstoffflasche und Bolzenschussgewehr ausgestattet, mordet sich ohne mit der Wimper zu zucken durch die Gegend, immer darauf bedacht, sich die Klamotten nicht schmutzig zu machen. Er lässt seinen Opfern auch gerne mal die Chance, durch einen Münzwurf ihr Leben zu retten. Dann der Vietnamveteran (Josh Brolin), eigentlich ein Arschloch, aber doch mit dem Killer im Genick eher der Sympathieträger des Films, selber nicht vor Gewalt zurückschreckend und dem Killer immer einen Schritt voraus, flüchtet er sogar über die Grenze nach Mexiko. Und noch der Sheriff (Tommy Lee Jones), der wie in der Familie üblich den Beruf des Sheriffs gewählt hat, aber schon länger darüber nachdenkt, diesen Job an den Nagel zu hängen, da er dem Verbrechen nicht mehr beizukommen glaubt.

Die Handlung ist sehr langatmig, aber ohne dabei langweilig zu werden. Trotz der recht schlichten Story, verstehen es die Regisseure, durch plötzliche Wendungen immer wieder zu überraschen. Dazu fügen sich Schnitt und tolle Aufnahmen gut zusammen. Den Coens gelingt erneut ein Film der besonderen Art, der zudem etwas massentauglicher daher kommt als z.B. „The Man Who Wasn’t There“. Anschauen lohnt also auf jeden Fall.

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