„10.000 B.C.“ – Sinnlos mit Mammuts

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10000.JPGMammuts helfen mit, Pyramdien zu bauen, technisch hoch entwickelte Schiffe schwimmen den Nil entlang und die Hauptperson trägt ein Abendkleid und benutzt Kayalstifte. Dies ist Emmerichs neuester Streich, der, man glaubt es kaum, 10.000 vor Christus spielt oder zumindest spielen sollte. SPOILER!!!
Doch so lang die Liste der Logikfehler ist, umso kürzer ist die Zusammenfassung dieses Epos. D’Kleh (oder so) ist Anführer eines Stammes irgendwo im tiefsten Norden, bis plötzlich Kopfgeldjäger seinen halben Stamm entführen, damit eben diese in Ägypten als Sklaven Pyramiden bauen. Er rennt ihnen um die halbe Welt hinterher, nur um laut Trailer als erster Held der Geschichte (hahaha) alle zu retten und den bösen ägyptischen Herrscher, der die ganze Zeit verhüllt herumläuft, zu stürzen. Was wie ein Bollfilm auf LSD klingt, ist in Wirklichkeit ein sehr langweilig inzenierter, sinnloser Film. Wollte dem Film eigentlich noch zwei Punkte geben, weil er recht aufwändig gemacht ist, bis ich gemerkt habe, dass auch das kompletter Quark ist. Die Animationen sind ganz okay, aber das war es dann auch. Ach ja, die sprechen alle deutsch, außer die Ägypter, was auch ziemlich uncool ist. Auch die verschiedenen Stämme miteinander sprechen Deutsch, aber Emmerich hat daran natürlich gedacht und dieses Problem elegant gelöst. Denn einer der Eingeborenen, auf die der Held trifft, sagt ihm, dass vor vielen Jahrzehnten einer aus seinem Stamm hier mal vorbei kam und ihnen die Sprache der Hauptperson beigebracht hatte. Man kann sein Eintrittsgeld für diesen Film auch sinnvoller verprassen.

Fazit: Lieber nochmal „Apocalypto“ von Mel Gibson schauen, wenn man auf so etwas Lust hat.

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2 Kommentare

  1. Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, bin ich fast vom Glauben abgefallen; eine Hochkultur, dem alten Ägypten sehr ähnlich, bauten Pyramiden. Hatte ich etwas verpasst? Heißt der Film nicht 10.000 v. Chr. und behandelt somit den Übergang von Altsteinzeit in Jungsteinzeit? Nein, der Film mixt sämtliche Epochen durcheinander. Man kann wirklich sagen, der Film enthält keinen Lehrgehalt, nicht mal einen kleinen, denn wirklich alles ist falsch und absolut unauthentisch dargestellt worden, angefangen bei der perfekt entwickelten Sprache, den cool mit Rastalocken gestylten Steinzeit-oder-was-auch-immer-Menschen, bei den Riesenvögeln, die es weder in der Steinzeit, noch in der Antike gab, oder schlichtweg in der Wanderung, die in kurzer Zeit einmal um die Welt vom Eismeer über Tropendschungel bis in Wüsten verläuft (natürlich mit gezämten Pferden). Und auch noch Übernatürliches wurde in den Film gepackt. Mit Steinzeitmenschen hat dieser Film nichts, aber leider wirklich überhaupt nichts zu tun. Lediglich die Mammuts deuten auf die Steinzeit hin. Wenn also schon sämtliche Epochen durcheinandergemischt werden und man nur billiges Effektkino ohne Story und historische Richtigkeit will, warum zum Teufel nennt man dann im Titel eine genaue Zeitangabe?! Okay, nach dem Trailer hatte der Film bei mir eigentlich schon verloren, da dieser einem schon gezeigt hat, dass der Film nichts mit der Realität zu tun haben wird. Nun gut. Jetzt habe ich mir den Film angesehen, da ich dachte, vielleicht bietet er ja wenigstens gute Action und interessante Kulissen, selbst wenn das Szenario an sich absolut dämlich ist. Aber nein, selbst die Geschichte war sowas von dämlich und langweilig. Und von Steinzeittieren hat man nicht viel gesehen, besonders gut animiert waren sie auch nicht (insbesondere der Säbelzahntiger sah unglaubwürdig aus). Und nach dem Ende konnte ich nur noch heulen, ich habe selten so schlechtes Blockbuster-Kino gesehen. Wirklich.

  2. Was soll man dazu noch sagen, Roland Emmerich ist ja nicht unbedingt der Mann für realistische Filme, aber trotzdem waren seine Werke immer irgendwie unterhaltsames Popcorn-Kino. Was ihn allerdings bei diesem unglaublichen Schrott geritten hat, weiß er vermutlich selber nicht.

    Dieser Film war wirklich so mies, dass er fast schon ein Boll hätte sein können. Und er war nicht mal in der Lage, sich selber nicht so ernst zu nehmen und sich selbst etwas auf den Arm zu nehmen, wohl wissend, dass ja alles historischer Murks ist. Und wiederum war er auch nicht so schlecht, dass er schon wieder Spaß gemacht hätte. Dieser Film war einfach nur schlecht!

    Schade, als ich das erste Mal den Titel gehört habe, meinte ich noch, mich darauf freuen zu können, aber schon beim ersten Trailer blieb dann schon nicht mehr viel Hoffnung zurück.

    Und wieso hat Armin Müller-Stahl den Sprecher gemacht, das sollte der echt nicht nötig haben, oder?

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