„21“ – Glücksspiel ohne Spannung

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Diesmal gab es in der Sneak-Preview einen Glücksspielfilm mit Kevin Spacey zu sehen. Der Las-Vegas-Luxus mit wilden Blackjack-Runden wird hier dem gewöhnlichen Studentenleben entgegengestellt. Dabei ist die Idee zwar ganz interessant, erhält aber Streckenweise keine Entwicklung und vor allem keine Spannung. Aus dieser Geschichte hätte man mehr machen können, der Film bleibt so nur mittelmäßig.

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Ben, ein Mathematikgenie, braucht für die Annahme an einer Eliteuniversität 300.000 Dollar. Die Chance darauf ermöglicht ihm ein Professor, der einige seiner hochbegabten Studenten zu Blackjack-Betrügern ausbildet. Das Team soll durch reine Berechnung und Statistik die Blackjack-Spiele analysieren, geheime Zeichen einüben und so die Gewinnchancen maximieren. Die Gruppe fliegt dafür jedes Wochenende nach Las Vegas, nimmt die Casinos aus und lässt es sich im Luxus von Edelhotels und Stripclubs gut gehen. Doch Ben vernachlässigt dabei seine Freunde, die Casino-Security kommt ihm auf die Spur und langsam droht auch das Team auseinanderzufallen…

Die Idee des Films ist nett und basiert sogar auf einer wahren Begebenheit. Kevin Spacey ist klasse als fieser Professor, auch Laurence Fishburne überzeugt trotz weniger Auftritte als eiskalter Security-Angestellter. Das Blackjack-Team ist unspektakulärer besetzt, aber immerhin nervt die Hauptperson nicht wie in „Jumper“.

Allerdings ist die Story streckenweise ziemlich langatmig. Natürlich musste wieder eine Liebesgeschichte in den Film, die aber langweiliger und unglaubhafter nicht hätte ausfallen können. Kate Bosworth (die seit „Superman Returns“ erschreckend abgemagert ist) ist dabei blass bis unsympathisch. Generell blieben die Charaktere recht uninteressant und unausgeleuchtet, so war die Asiatin beispielsweise nicht mehr als die Asiatin. Auch das konsequente Gewinnen geht einem irgendwann auf die Nerven, ist doch nur ihre Gewinnchance höher. Erst zum Schluss entwickelt sich die Geschichte dann langsam, wobei auch das Ende ein wenig mau war. Die Spannungen in der Gruppe und die Verfolgung vom Security-Team hätte viel früher in die Gänge kommen müssen, generell hätte man den Film gut straffen können.

Auch die moralisch fragwürdigen Aussagen des Films sind mir negativ aufgestoßen; die intelligenten Loser werden erst cool, wenn sie auf Partys prassen und ihre Intelligenz kriminell für sich selbst nutzen. Dies wurde gegen Ende des Films zwar ein klein wenig relativiert, aber leider nicht genügend.

Insgesamt hätte man auf jeden Fall mehr aus dem Film machen können, aber zum einmal ansehen und wieder vergessen reicht es, dafür ist die Grundidee interessant genug und auch Kevin Spacey ist klasse.

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4 Kommentare

  1. Jo, dazu gibt es nicht viel mehr zu sagen. Ich sehe es lediglich nicht so eng mit der moralischen Aussage. Es ist einfach nur ein Unterhaltungsfilm und da sollte man nicht irgendwelche Botschaften suchen, ansonsten hätten die ganzen Tarantinos und Cos ja auch eine sehr fragwürdige Moral. ;-)

  2. also für nen sneak-film war’s top ^^.
    aber sonst kann ich mich auch anschließen. guter film, aber mehr dann auch nicht.

  3. Joa, war doch nett, nichts Besonderes, aber auch kein Rohrkrepierer.

    Und ich finde, dass genug Kritik am Verhalten vorhanden ist, mehr hätte dem Film nicht gut getan. In „Ocean’s Eleven“ sind auch nur Gauner in Las Vegas unterwegs und keiner nimmt ihnen das übel. Und hier wird ja definitv mehrfach darauf hingewiesen, dass sie etwas Falsches tun.

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