„Southland Tales“ – Die neue Zeitreise…

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southland.jpg…von „Donnie Darko“-Regisseur Richard Kelly. Und wieder muss man über den Film „stolpern“, denn wie schon „Donnie Darko“ erscheint auch dieser Streifen nur auf DVD und auch das ohne große Werbung. Da hätte man nach dem Kulterfolg seines Vorgängers eigentlich nicht mit gerechnet. Aber da auch „Southland Tales“ eine bunte Mischung aus verrückten Charakteren und einer nicht gerade alltäglichen Story mit leicht mystischen Elementen ist, dürfte auch dieser Film schnell eine Kultfangemeinde finden.

„Southland Tales“ spielt in einer nahen Zukunft, nach nuklearen Anschlägen in Texas kontrolliert und überwacht ein totalitäres System die Bürger. Extreme Untergrundkämpfer versuchen dieses System aufzubrechen. In diese Verwicklungen gerät Schauspieler Boxer Santaros, der ohne Erinnerung in einer Wüste erwacht ist. Zusammen mit der Pornodarstellerin Krysta Now will er ein Drehbuch über das Ende der Welt verkaufen, ohne zu ahnen, wie nah der Inhalt an der Realität ist. Da Boxer eigentlich mit der Tochter des Senators verheiratet ist, geraten sie so zwischen die Regierung, die Extremisten und verrückte Wissenschaftler. Gleichzeitig leidet der Cop Ronald Taverner unter Schuldkomplexen und einer von der Regierung im Irak zu Testzwecken verabreichten Droge und erzählt lieber niemandem die Wahrheit über seinen Zwillingsbruder Roland…

Richard Kelly nimmt einen wieder mit auf eine verrückte und unterhaltsame Reise. Die Schauspieler wie Dwayne „The Rock“ Johnson, Sarah Michelle Gellar oder Seann William Scott spielen großartig und heben sich damit wieder etwas aus ihrem B-Movie-Status heraus. In Nebenrollen tauchen einige bekannte Gesichter aus „Donnie Darko“ auf, aber auch Schaupieler wie Christopher Lambert, Jon Lovitz, Miranda Richardson oder Mandy Moore haben nette kleine Nebenrollen.

Die Story ist auch wieder sehr verwirrend und führt einen immer wieder auf falsche Fährten. Die Aspekte „Postapokalyptische Welt“, „Zeitrisse“, „Überwachungsstaat“ und „Drogentests der Regierung“ bilden interessante Eckpfeiler einer gleichsam spannenden wie auch lustigen Fahrt durch eine zukünftige, skurille Welt, in der wir eine Menge verrückter Gestalten begleiten dürfen. Wie bei „Donnie Darko“ ist die Story zu verrückt und seltsam, um sie gleich komplett zu durchschauen. Vielleicht helfen dabei die drei Graphic Novels von Richard Kelly, die die Vorgeschichte des Films erzählen.

„Southland Tales“ erscheint bei uns am 15. Mai 2008 auf DVD, die Graphic Novels kann man auf Englisch unter dem Namen „Southland Tales: The Prequel Saga“ kaufen.

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5 Kommentare

  1. Ja, war sehr merkwürdig. Er ist auf jeden Fall lustiger als „Donnie Darko“, allerdings versteht man noch viel weniger als bei diesem (nicht-director’s-cut). Dass die andere Hälfte nur als Comic rausgekommen ist, könnte ein wenig erklären. Man weiß die ganze Zeit überhaupt nicht, wer nun Hauptperson ist und um was es jetzt vordergründig geht… das Ende gibt einem dann den Rest. Die Story nähert sich nach und nach immer mehr der „Donnie Darko“-Zeitreise-Apokalypse-Story an, aber wirklich verstehen tut man das Ganze nicht, spielt es auch noch in einer fiktiven Zukunft. Ich muss den Film auf jeden Fall noch öfter gucken, um zu entscheiden, wie gut ich in finde, aber an „Donnie Darko“ kommt er nicht an. Dafür ist er viel zu wirr und legt sich nicht auf einen Hauptplot fest. Außerdem sind auch die Schauspieler zweitklssig. Sie passen zwar alle in den Film, aber wirklich eindrucksvoll spielen sie nicht.

  2. Vielleicht bleiben bei dem Film auch deshalb so viele Fragen offen, da er im Vergleich zur ersten Schnittversion, die damals in Cannes aufgeführt wurde, um gut eine Stunde kürzer ist. Hoffen wir mal, dass auch hier später ein längerer aufschlussreicher Director’s Cut erscheinen wird.

    Ich habe auf jeden Fall angefangen, die Graphic Novels mit der Vorgeschichte zum Film zu lesen, vielleicht verstehe ich dann ja schon mehr…

  3. Kann Pau zustimmen. Sowohl „The Rock“ wie auch Scott spielen für ihre Verhältnisse echt gut, Gellar ist okay, nicht mehr und nicht weniger, wobei sie leider auch nicht so viel performen durfte wie z.B. „The Rock“, der schon teilweise echt groß war. Trotz alledem konnte3n sich alle zweitklassigen Schauspieler, auch die in den kleinen Nebenrollen, zeigen, dass sie ein bischen mehr drauf haben.
    Und der Film wird definitiv mehrmals geschaut, alleine um ihn verstehen zu können(haha)!

  4. Ich sollte vorher sagen, dass ich ein absoluter Fan von Donnie Darko und Frank bin. Nicht umsonst ist das heimliche Logo des Flimmerblogs ja auch der Zwei-Ohr-Hase Frank ;-)

    Aber irgendwie hat mir der neue Kelly nicht wirklich gefallen. Klar, der Schnitt und die Machart sind schon irgendwie cool. Und krank ist der Film allemal, aber irgendwie ist er mir zu „platt“. Ich behaupte nun nicht, ihn komplett verstanden zu haben, ich bezweifel aber irgendwie, dass es bei dem Film mehr zu verstehen gibt, bis auf das, was einem am Ende erklärt wird/einem klar wird. ;-p

    Warum wird eigentlich das Textfeld nicht mehr größer beim Tippen? Und ist das schon länger so? Ups…

    The Rock hat auf seine Art cool gespielt und hier und da hab ich mir eingebildet die typische Augenbraue hochschnellen zu sehen! Sean William Scott ist zwar meiner Meinung nach ein annehmbarer Schauspieler, aber die Syncro hat mich dann irgendwie die ganze Zeit denken lassen: Hey, Ewan McGregor wäre die bessere Wahl gewesen.

    Anschauen sollte man sich den Film auf jeden Fall einmal, wenn man den Darko Stil mag (es gibt echt unendlich viele Anspielungen und nahezu identisch gemachte Szenen, finde ich). Aber mehr als zwei Sterne sind leider nicht drin – Schade, dass man kein mittelgut vergeben kann. Zum Vergleich, Donnie ist für mich eine klare 5.

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