Was wird das für eine „Tim und Struppi“-Verfilmung?

Seit längerem ist nun bekannt, dass man die europäische Comicserie „Tim und Struppi“ verfilmen will. Niemand anderes als Steven Spielberg und Peter Jackson werden dafür zusammenarbeiten, es soll sogar eine Trilogie werden. Es ist von einem Starttermin im Jahr 2009 die Rede. Welche Bände verfilmt werden, ist noch nicht bekannt. Aber man hört Gerüchte über Computeranimation… Was das wohl wird?

Die „Tintin“-Abenteuerreihe, wie sie im Original heißt, gehört vermutlich zu den beliebtesten und bedeutendsten europäischen Comicreihen. Spielberg ist angeblich schon immer ein großer Fan gewesen und hat auch schon lange die Filmrechte daran, schon bereits seit vor dem Tod vom Erschaffer Hergé 1983.

Spielberg sagte: “We are going to make three ‚Tintin‘ movies back-to-back. I’ll direct the first one, Peter will direct the second one. We’ll probably co-direct the third one“.

Ob 2009 nun das Datum für den ersten Teil ist, oder ob man alle in diesem Jahr ins Kino bringt, ist noch ungewiss.

Sehr spannend ist die Frage nach der Machart. Auch da gibt es noch nichts Offizielles, aber es soll auf jeden Fall eine Menge Computeranimation benutzt werden, für die WETA Digital verantwortlich sein wird. Auch hört man Gerüchte, dass man den Film mit Motion Capture als schauspielerunterstützte Animation wie „Beowulf“ oder „Der Polar-Express“ umsetzen will.

Nachdem es Meldungen gab, Pierre Larden werde die Hauptrolle des Tim spielen, hat man nun anscheinend Thomas Sangster gecastet. Offiziell ist bereits, dass Andy Serkis die Rolle des übellaunigen Captain Haddock verkörpern wird, seiner Rolle aus „King Kong“ nicht unähnlich. Gerüchte nennen Eric Stoltz für die Rolle von Dr. Krospell.

Ich muss sagen, dass ich auch mal zwei, drei Bände gelesen habe, aber nie großer Fan der Serie war. Interessant finde die Sache jedoch grundsätzlich auch, allerdings wäre ein Animationsfilm meiner Meinung nach totaler Mist. Insbesondere, wenn auch die Personen animiert werden würden.

Außerdem stößt bei mir negativ auf, dass Jackson dafür den „Hobbit“ hat sausen lassen, und dass gerade er als Nicht-Hollywood-Regisseur nun mit Spielberg, der heutzutage meistens Schund fabriziert, zusammenarbeitet. Man hat Angst, dass Jackson wie Spielberg und Lucas auch der Computeranimation verfällt. Eine Tendenz von „Die Gefährten“ zu „King Kong“ ist erkennbar. Insofern ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass Del Toro den „Hobbit“ macht…

Wie dem auch sei, ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Was habt ihr für eine Meinung über den Film? Kennt ihr die Comicreihe?

Quellen: Filmreporter.de | Serienjunkies.de | IMDb |
Widescreen-Vision.de | Moviereporter.net

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13 Kommentare

  1. Tim und Struppi. Langsam steigt bei mir die Spannung was aus den Verfilmungen wird.

    Ich bin großer „Tim und Struppi“-Fan, und lese seit Kindesalter die Comicbände wieder und wieder. Zum Einzug in meine Wohnung in Osnabrück habe ich alle Bände von meinen Eltern bekommen, eine große Freude.

    Hier in Deutschland erfreut sich die Serie allerdings nicht so großer Beliebtheit, viele haben zwar etwas von der Serie gehört, aber mehr auch nicht. Oft werden die Comics dann in den Bereich der Kinderliteratur geschoben, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann und meiner Meinung nach nur Vorurteilsbehaftet ist.
    In Frankreich hingegen ist „Tintin et Milou“ unangefochten die Comic Nummer eins im Land. Die Comicszene ist sehr ausgeprägt in Frankreich, an jeder Ecke gibt es Comicläden, die neben den „klassischen“ BD’s, Mangas und Sammlerfiguren zu den einzelnen Serien in Massen führen. Dann wird schnell mal 300€ für eine 30cm hohe Mondraketen-Replika aus „Tim und Struppi“ verlangt. Dass „Tim und Struppi“ eigendlich aus dem ungeliebten Nachbarland Belgien stammt wird geflissentlich übersehen.

    Hier in Deutschland fast bekannter als die Bücher sind die beiden „Tim und Struppi“-Zeichentrickfilme die regelmäßig gesendet werden („Tim und Struppi im Sonnentempel“, „Tim und Struppi und der Haifischsee“). Bei beiden hat Hergé noch selbst mitgewirkt und beide sind recht gelungen, wenn auch längst nicht auf gleichem Niveau mit den Büchern. Ansonsten gab es noch 2 Kinofilme und eine komplette Zeichentrickserie.

    So nun zu den anstehenden Verfilmungen. „Tim und Struppi“ in einem 3D-animierten Film, da bin ich ziemlich skepisch. Aber das muss ja nicht heißen dass es nichts werden kann. Namen wie ‚Steven Spielberg‘ wirken auf mich allerdings so abschreckend dass selbst ein ‚Peter Jackson‘ das nicht ausbügeln kann. Allerding muss ich sagen, dass ich froh bin, dass die Verfilmungen nicht als Real-Filme geplant sind, so können die Figuren ihr charakteristisches Erscheinungsbild erhalten. Die größten Schwierigkeiten sehe ich zum einen darin, die Filme nicht als Kinderfilme zu produzieren (bei diesem Punkt könnte Spielberg stress machen), und zum anderen in der richtigen Synchronisierung. Die Synchronisierung ist meiner Meinung nach auch der größte Schwachpunkt der Zeichentrickverfilmungen, der einzige Aspekt der nicht von Hergé vorgegeben werden konnte. Ein Haddock zum Beispiel darf werder lächerlich noch zu mürrisch klingen, und trotzdem muss er die Sympathie in Person sein. Klar ist das schwierig, und egal wer Haddock synchronisiert, irgendwas wird daran auszusetzen sein. Aus diesem Grund ist mir hier die deutsche Version auch deutlich wichtiger als das ‚Orignial‘ auf Englisch.
    Ich sehe in Haddock das Kernstück der Filme, wenn er nicht gelingt, wird der Rest auch nicht wirken. Aber das hängt natürlich auch vom Script ab, weche Bücher als Vorlage genommen werden und was davon letztendlich überigbleibt.
    Andy Cerkins als Haddock, damit kann ich mich wohl anfreunden. Überhaupt muss man mal sehen was überhaupt nach der Animation von ihm übrigbleibt. Casts wie Thomas Sangster für Tim, na ja, mal sehn wie er sich macht.

    Alles in allem sind meine Erwartungen (leider) nicht besonders hoch. Wenn die Filme wiedererwartend wirklich gut werden, dann würde ich mich jedenfalls riesig darüber freuen. Ich glaube noch an Peter Jackson, und seinen Einfluss auf Steven Spielberg. Ein Erfolg wäre schon ein ähnliches Einwirken wie seitens George Lucas bei der Scriptauswahl von „Indiana Jones 4“.

  2. Ich habe als Kind sehr gerne die Comics gelesen und besaß sogar einige Examplare selbst. Die meisten gabs einfach aus der Bücherei, dass war noch schöne Zeiten :-)
    Kann mich aber ehrlich gesagt nicht mit einer Verfilmung anfreunden. Schon die Zeichentrick-Serie hat mir nichts gegeben. Ist halt ein Comic und nicht mehr (und auch nicht weniger).

  3. Wenn Doktor Krolspell dabei ist, spräche das dafür, dass einer der Filme auf „Flug 714 nach Sydney“ basiert. Es sei denn, für die Skripte werden einfach die Figuren in neue Handlungen gesetzt. Man kann wohl wirklich nur abwarten.

  4. Na, man hört doch tatsächlich wieder mal was von der „Tim und Struppi“-Verfilmung, und zwar so einiges:

    Fest steht nun, dass Spielberg den ersten Film „Das Geheimnis der Einhorn“, Jackson den zweiten Teil, „Der Schatz von Rackham des Roten“, inszenieren wird.

    Ein dritter Teil ist auch im Gespräch, hängt aber vom Erfolg der anderen beiden ab.

    Die Filme sollen wohl nun definitiv komplett in 3D-Optik per Motion Capturing gedreht werden, Weta wird dafür verantwortlich sein (die haben ja auch gerade sonst nichts zu tun).

    Tim wird entgegen älterer Gerüchte von Jamie Bell dargestellt werden. Auch mit dabei sein sollen das „Hot Fuzz“-Duo Simon Pegg und Nick Frost. Daniel Craig werde Rackham den Roten verkörpern. Außerdem mit dabei sein werden Gad Elmaleh, Toby Jones und Mackenzie Crook.

  5. Simon Pegg und Nick Frost mit im Boot, das klingt ja ganz gut. Und Daniel Craig als Rackham, mal sehen.

  6. Ich habe diese Comics als Kind geliebt und besitze noch heute alle (wohl besser: besitze sie wieder). Diese Geschichten entwickeln auch heute noch einen Zauber, dem man sich schwer entziehen kann. Gerade deshalb brauchts eigentlich Macher, die in der Lage sind wirklich grosse Filme zu drehen. Mit anderen Worten: dem Jackson trau ichs zu…

    Welche Teile?
    Hmmm. Wenn Spielberg seine Finger im Spiel hat, kanns eigentlich nur um „Flug 714 Sydney“ gehen, da nur in dem Teil Aliens vorkommen (wenn auch nur am Rande…). Obwohl man vermutlich auch in „Reiseziel Mond“ den einen oder anderen Ausserirdischen unterbringen könnte… Ach was. Spielberg schaffts mit jeder Story… (In dieser Hinsicht müsste man sich vermutlich „Schindlers Liste“ noch mal sehr genau anschauen…)
    „Die schwarze Insel“ wäre noch ganz oben auf meiner Favoriten Liste. Leider spielt Haddock da nicht mit. Allerdings böte das Script eine Prima-Alternative für angehende Haddock-Schaupieler mit King-Kong-Erfahrung.

    Wenn ich weiter oben „Beowulf“ lese, muss ich sagen, dass es mich gruselt. Es wäre doch schade, so brilliante Geschichten mit dieser Art Technik zu verhunzen.

    Apopos Grusel: Andy Serkis ist kein Kaptän Haddock. Er ist keiner und er wird auch keiner! Weil – was nicht sein kann auch nicht sein darf! Hagel und Granaten!!!

  7. Simon Pegg und Nick Frost klingen in der Tat gut – aber bitte nicht als Schulze und Schultze!

  8. Zu den Bildern und folgendem Zitat von Peter Jackson:

    „With CGI we can bring Hergé’s world to life, keep the stylised caricatured faces, keep everything looking like Hergé’s artwork, but make it photo-real.”,

    kann ich, ohne ausfallend werden zu wollen, nur folgendes sagen:

    SCREW YOU! THE FUCK YOU CAN!

  9. Ich verbinde zum Glück nicht viel mit den Comics, insofern kann ich ganz entspannt an die Sache herangehen, da mir diese Verfilmung ziemlich egal ist.
    Aber ich muss schon sagen, dass das so ziemlich mies aussieht. Wenn sie noch nichtmal die realen Schauspieler à la „King Kong“ vor Bluescreen filmen, sondern alles animieren, hätte man wohl lieber einen Zeichentrickfilm machen sollen. Dieses Fast-Übernehmen der stilisierten Gesichter – aber eben nur fast – ist doch ziemlich unzufriedenstellend, finde ich. Die Bilder begeistern mich jedenfalls nicht. Ich kann also dezent unwohlwollende Kommentare nachvollziehen. ^^
    Aber PJ bleibt seinem Trend, immer mehr CGI in seine Filme einzubauen, treu: Eine Entwicklung von Fellowship über Two Towers über Return of the King über King Kong bis hin zu einem reinen Animationsfilm ist konsequent. Wenn auch keinesfalls begrüßenswert und in Hinblick auf den „Hobbit“ beängstigend.

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