Quentin Tarantino dreht „Inglorious Basterds“

Interessant, dass manche Regisseure dann doch irgendwann ihre Ideen verwirklichen. Das Remake zu „Inglorious Basterds“ hatte Quentin Tarantino ja schon etwas länger machen wollen, jetzt läuft die Pre-Production bereits auf vollen Touren, noch dieses Jahr sollen die Dreharbeiten beginnen und schon im nächsten Jahr soll der Film in die Kinos kommen. Zudem sind Schauspieler wie Brad Pitt und Leonardo DiCaprio im Gespräch. Aber erwartet uns hier ein weiteres Experiment wie „Death Proof“ oder wieder ein „echter“ Tarantino? Ich versuche mal, den aktuellen Stand zusammen zu fassen.

„Inglorious Basterds“ handelt von einer Gruppe US-Soldaten während des Zweiten Weltkriegs, die in Ungnade gefallen sind und auf ein Himmelfahrtskommande gegen die Nazis geschickt werden, um so der Hinrichtung zu entgehen. Beim Versuch, die sichere Schweiz zu erreichen, haben sie sich daher Feinden von beiden Seiten entgegen zu stellen.

Bei dem Film handelt es sich in erster Linie um ein Remake des gleichnamigen italienischen Streifens aus dem Jahre 1977, der bei uns unter dem seltsamen Titel „Ein Haufen verwegener Hunde“ zu finden ist. Tarantino will sich wohl an der Story orientieren, hat aber offensichtlich ein eigenes, sehr umfangreiches Drehbuch verfasst. Es gab sogar Meldungen, dass das Script aufgrund von Tarantinos Recherchen so umfangreich geworden ist, dass eine Zweiteilung wie bei „Kill Bill“ in Betracht gezogen werden würde.

Selten tauchten bei einem Filmprojekt so viele Namen bekannter Schauspieler auf, da war bereits von Bruce Willis, Sylvester Stallone, Adam Sandler, Eddie Murphy, Michael Madsen und Tim Roth die Rede, bestätigt wurde davon allerdings noch keiner. Wirklich fest stehen derzeit nur die Besetzungen von Brad Pitt, „Hostel“-Regisseur Eli Roth, der ja auch in „Death Proof“ einen kleinen Auftritt hatte und Mike „Austin Powers“ Myers. Ob Leonardo Di Caprio bereits aus dem Rennen ist, ist noch nicht bestätigt, dieser sollte ursprünglich einen deutschen Offizier spielen, aber Tarantino hätte dafür wohl lieber einen Deutschen und soll sich angeblich auch mit Daniel Brühl, Til Schweiger und Thomas Kretschmann unterhalten wollen. Weitere Stars, die aktuell noch in Verhandlungen stehen, sind Nastassja Kinski, Simon Pegg, David Krumholtz und B.J. Novak. Man kann also weiterhin gespannt bleiben, welche Darstellerriege am Ende vor der Kamera stehen wird.

Die Dreharbeiten sollen noch diesen Herbst beginnen, da Tarantino in Europa an Originalschauplätzen drehen will, soll auch in Deutschland gedreht werden. Als ewiger Liebling der Filmfestspiele in Cannes will Tarantino den Film dort 2009 uraufführen.

Das Thema ist für Tarantino sehr untypisch, aber trotzdem interessant. Es wird also kein neuer „Pulp Fiction“-Streifen werden, aber mit dem Quentin als Regisseur kann das trotzdem was werden. Und wer doch eher ein Fan von „Death Proof“ war, muss nicht traurig sein. Das Remake von „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ scheint noch nicht vom Tisch zu sein und Tarantinos Wunschkandidatin Britney Spears ist offensichtlich auch an der ihr zugedachten Rolle interessiert. Warten wir’s ab, was der Meister uns da in den nächsten Jahren so servieren wird…

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23 Kommentare

  1. Von diesem Projekt war ich noch nie begeistert. Und Tarantino ist in meinem Ansehen in den letzten Jahren einfach ziemlich tief gesunken. Auch, da man ihn dauernd bei irgendwelchen Blut-Splatter-Events sieht und merkt, dass er keinesfalls der tolle, einfallsreiche Regisseur ist, wie man nach „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“ gedacht hat, sondern einfach von verdammt vielen Filmen klaut und auf B-Movie-Trash und Blut steht und man das bei seinen neueren Filmen auch immer mehr merkt. Positiv: Brad Pitt ist dabei. Finde ich gut; wenigstens nicht wieder so ehemalige Stars, die keiner mehr will. Bis jetzt interessiert mich der Film wenig. Ich hasse aber auch das Genre. Und einer reicht da nun wirklich, dass müssen bestimmt nicht zwei werden…

  2. Tarantino soll nun keinem anderen als Ennio Morricone angeboten haben, den Soundtrack zu „Inglorious Bastards“ zu komponieren. Betonung auf neu „komponieren“, keine alten Stücke einzubauen. Bisher hat sich dieser noch nicht dazu geäußert. Na, das wäre ja was.

  3. Ennio Morricone hat aus Zeitgründen abgesagt, den Soundtrack zu „Inglorious Bastards“ zu machen. Dann muss Tarantino wohl wieder auf alte Morricone-Stücke zurückgreifen…

  4. Zumindest der Trailer ist nicht sonderlich ansprechend.
    …und was soll die Musik dazu bitte?

    Aber schon aus dem Trailer ergibt sich ein schönes Zitat für den Flimmerblog:

    „Nein, nein, nein, nein, nein!“

    Was vermutlich auch meine Antwort sein wird, wenn jemand fragen sollte, ob ich für diesen Film ins Kino gehe.

  5. Mir hat „Death Proof“ noch wirklich Spaß gemacht, aber dieser Trailer spricht mich auch nicht wirklich an. Irgendwie finde ich dieses „Hurra, wir dürfen Nazis killen“ doch ziemlich peinlich und traurig als Herangehensweise an einen Film über den Zweiten Weltkrieg.

    Naja, es ist ein Tarantino, sehen werde ich ihn also auf jeden Fall, aber so langsam habe ich auch das Gefühl, dass wir seine besten Filme bereits gesehen haben. Schade…

  6. Moment mal. Das hab ich ja erst jetzt gesehen:
    In dem Trailer verhauen die einen Deutschen mit ner Baseball Keule.
    Im von Deutschen besetzten Frankreich…
    Im Widerstand…
    BASEBALL KEULE?
    Extra aus US mitgebracht.
    Vermutlich.

    Na, dann rate ich jetzt mal das entsprechende Zitat:

    – „Ich brauche kein Gewehr, Sir. – Ich habe dies!“
    – „Ich will aber deutsche Skalps, Private, und nicht deutschen Matsch.“

    Das ist nicht B. Das ist definitiv C-Movie.

    Ach, ich bleibe doch lieber bei:
    “Nein, nein, nein, nein, nein!”

  7. Moment mal. STOP.
    So geht das nicht!
    Ich hab noch nicht mal angefangen den ersten Teil vernünftig zu verreissen!
    Quentin – hallo – warte mal!!!
    Vielleicht geht schon beim ersten Teil keiner in die Kinos.

  8. Oh man, diese Idee mit den Trashfilmen von Tarantino ist ja für 1-2 Filme ganz lustig gewesen, aber so langsam würde man sich doch auch mal wieder über einen wirklich guten Film von ihm freuen, oder?

    Ich glaube schon, dass „Inglorious Basterds“ Spaß machen wird, aber nur noch sowas wäre doch echt Verschwendung von Talent…

  9. Der meiner Meinung nach noch schlechter als der Teaser aussieht… och man, was tut er denn? Selbst die Bilder sehen kaum besonders aus…

  10. Es bleibt bei „Neinneinneinneinnein“.
    Diese Killin‘-lots-of-Nazi-Schenkelklopf-Klamotte muss ich mir definitiv nicht antun.

  11. Hey, in dem Trailer kam nach „Neinneinneinnein“ auch noch „Jajajaja“!

    Das reicht auch noch nicht für Begeisterung?! ;)

  12. Ach, ich freu mich irgendwie drauf. Zwar wird mit Sicherheit kein richtig guter Film, geschweige denn ein kleines Meisterwerk wie die anderen, aber ich habe auf diesen Nazi-Trash voll Bock.

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