„Küss mich bitte!“ – Französische ‚Romantic Comedy‘

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Mit dem neuen Mode-Unwort „Romantic Comedy“ werden normalerweise die so genannten „Chick-Flick“-Filme aus Amerika betitelt, die eine Mischung aus Klischee, Liebeskitsch und eher platten Gags sind. Mit französischen Liebesfilmen wie „Küss mich bitte!“ wird gezeigt, dass ein leicht komödiantischer Liebesfilm auch anders erzählt werden kann. Der Film ist nach typisch französischer Art und baut auf ausschweifende Dialoge, Leidenschaft und gekonnte Körpersprache. Er ist kein Meisterwerk, sondern romantische Unterhaltung für zwischendurch, die die Auswirkungen körperlicher Begegnungen und Verantwortung in Liebe und Beziehung thematisiert.

Gabriel (Michaël Cohen) und Emilie (Julie Gayet) treffen sich zufällig auf der Straße, empfinden Sympathie zueinander und schließlich will Garbriel Emilie einen unverbindlichen Kuss geben, obwohl beide liiert sind. Diese lässt dies jedoch nicht zu aufgrund einer Geschichte, die ihrer Freundin widerfahren ist. Fortan erzählt Emilie nun diese Geschichte, die aus Judith (Virginie Ledoyen) und ihrem platonischen Freund Nicolas (Emmanuel Mouret) durch einen Kuss ein Paar werden lässt; was nicht nur ungewollt, sondern auch problematisch ist…

Wer französische Filme mag, wird vermutlich auch „Küss mich bitte!“ mögen, obwohl der Film nicht begeistert, sondern einfach unterhält und die Themen Liebe, Beziehung und Co. in ein fast märchenhaftes Gewand steckt, welches an einigen Stellen sicher nicht realistischer als in seinen amerikanischen Pendants ist, aber zweifelsohne einfühlsamer, intimer, einfallsreicher, besser gespielt und sogar ein wenig tiefgründiger. Wie viel doch anhand der Körpersprache abgelesen werden kann. Es gibt im Film keine Gags, sondern eher komische Momente und Wortwitz.

Zusammenfassend ist „Küss mich bitte!“ eine sympathische Beziehungskomödie, die durch ein verwirrendes Liebeswirrwarr, Situationskomik und ausgefeilten Dialogen unterhalten kann und sich angenehm von Hollywoods Pendants abhebt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr, aber für drei Sterne reicht es bereits angesichts der Konkurrenz.

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