Fazit nach dem großen James-Bond-Marathon!

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In Vorfreude auf den neuen Bond-Film „Quantum of Solace“ habe ich zur Einstimmung vorher noch einmal alle alten Filme mit dem britischen Geheimagenten gesehen. So in der Masse sind sie natürlich mitunter nicht mehr so abwechslungsreich, aber Unterhaltung bieten sie alle. Und es ist sehr interessant, wie jeder Darsteller dem Charakter James Bond eine andere Richtung mitgibt. Ich werde jetzt mal eine kurze Zusammenfassung zu allen 22 Bond-Filmen geben, die ich in den letzten Wochen gesehen habe:

bond-no.jpg1. James Bond jagt Dr. No (1962 / Sean Connery)
James Bond jagt in seinem ersten Fall den verrückten Wissenschaftler Dr. No, der mittels Energiewellen die Flugbahnen amerikanischer Raketen stört. Bond findet Dr. No auf seiner Insel und zerstört seinen Atomreaktor. Und natürlich rettet er Muschelsucherin Honey. / Sean Connery kann gleich ein seinem ersten Fall als 007 überzeugen, der Film ist sehr unterhaltsam und spannend. Dafür, dass es der älteste Bond-Film ist, hat er vielen Nachfolgern eine Menge voraus.

bond-moskau.jpg2. Liebesgrüße aus Moskau (1963 / Sean Connery)
James Bond gerät in ein Verwirrspiel um eine sowjetische Dechiffriermaschine. Dabei pflegt er sehr engen Kontakt zur Russin Tatjana Romanova. Im Orient-Express treffen dann alle Parteien aufeinander. / Auch der zweite Bond ist souverän gespielt und unterhaltsam, allerdings kein erwähnenswertes Highlight.

bond-gold.jpg3. Goldfinger (1964 / Sean Connery)
James Bond versucht den Goldschmuggler Goldfinger zu überführen. Dieser plant mit einigen anderen Verbrechern in Fort Knox einzubrechen und den US-Goldbestand zu verstrahlen, um so den Wert seines Goldes um ein Vielfaches zu erhöhen. Doch seine Assistentin Pussy Galore verfällt Bonds Charme. / Für mich einfach der beste Bond aller Zeiten! Gert Fröbe spielt großartig, das Szenario ist interessant und abwechslungsreich, außerdem kommen zum ersten Mal die Gadgets und ein spezielles Auto zum Einsatz. Ganz großes Kino!

bond-feuer.jpg4. Feuerball (1965 / Sean Connery)
Die Verbrecherorganisation um Blofeld hat zwei amerikanische Atombomben entführt, fordert Lösegeld und droht, ansonsten eine Stadt zu vernichten. Bond muss sich Emilio Largo stellen, um diesen Plan zu vereiteln. Der letzte Kampf wird unter dem Wasser ausgetragen. / Auch ein „normaler“ Bond, den man nett anschauen kann, aber von dem nicht viel hängen bleibt. Aber immerhin besser als das Remake „Sag niemals nie“.

bond-zwei.jpg5. Man lebt nur zweimal (1967 / Sean Connery)
Ein riesiges Raumschiff kapert im Weltall sowjetische und amerikanische Raumschiffe. James Bond kann den Dritten Weltkrieg nur verhindern, indem er seinen Tod vortäuscht, eine Verschwörung von Blofeld mit der chinesischen Regierung aufdeckt und daraufhin dessen in einem Vulkan versteckte Station und das Raumschiff zerstört. / Hmm, irgendwie einer der schlechteren Bonds. Kein Wunder, dass Connery danach erstmal keine Lust mehr hatte. Seine „Verkleidung“ als Asiat und die Verfolgungsjagd mit dem „Spielzeughubschrauber“ waren schon sehr peinlich.

bond-geheim.jpg6. Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969 / G. Lazenby)
James Bond versucht weiterhin, Blofeld zu finden. Er entdeckt und zerstört ein Forschungslabor, in dem dieser Mädchen mittels Hypnose zu Attentätern macht, die weltweit Seuchenerreger verteilen sollen. Außerdem geht Bond bei Contessa Tracy weiter als bei allen anderen Frauen: Er will sie heiraten. / Der Film ist besser als man erwarten würde, die Story bietet unglaublich viel, Lazenby ist aber nicht Connery und Telly Savalas als Blofeld ist einfach zu aktiv, Blofeld ist halt eher ein Drahtzieher als ein Kämpfer. Süß ist hingegen Diana „Emma Peel“ Rigg als Tracy. Trotz allem wohl kein Fehler, Lazenby nur einmal als Bond zu besetzen.

bond-diamant.jpg7. Diamantenfieber (1971 / Sean Connery)
James Bond tötet Blofeld, nur um später festzustellen, dass es nur ein Doppelgänger war. Blofeld hingegen schmuggelt Diamanten und bestückt einen Satelliten mit einem daraus gebauten Lasersystem. Dann beschießt er amerikanische, russische und chinesische Atomanlagen, um die ganze Welt zu erpressen. Bond findet Blofeld auf einer Ölplattform und zerstört den Satelliten und die Plattform. / Connery is back! Zwar mit leicht grauen Schläfen, aber mit viel Spaß an der Sache. Ein sehr kurzweiliger Film, eine abwechslungsreiche Story mit vielen witzigen Einfällen. Spaß machen vor allem das schwule Killerpaar und die Verfolgungsjagd in der Wüste mit dem Mondmobil.

bond-leben.jpg8. Leben und sterben lassen (1973 / Roger Moore)
James Bond ermittelt im Fall getöteter Geheimagenten und landet so in einem Komplott aus Heroin, Voodoo und Krokodilen. Da er jedoch die Wahrsagerin Soltairen des bösen Verbrecherbosses Kananga verführt, kann er das Drogensyndikat vernichten. / Roger Moore startet sehr schwach, sein erster Fall ist zu übertrieben lustig und recht langweilig. Auch Paul McCartneys „Live And Let Die“ ist sicher ein toller Song, passt aber irgendwie überhaupt nicht. Wirklich lustig ist allerdings Kanangas Ende mit der Druckluftpartone!

bond-colt.jpg9. Der Mann mit dem goldenen Colt (1974 / Roger Moore)
James Bond jagt Auftragskiller Scaramanga, der mittels neuster Solartechnik einen Laser produzieren und verkaufen will. Auf Scaramangas Insel kommt es zu einem Duell der beiden Gegenspieler in einem Labyrinth. / Schon wegen Christopher Lee besser als der erste Moore-Bond, aber irgendwie wieder mit einer recht unspektakulären Story, da hatten die Connerys deutlich mehr zu bieten.

bond-spion.jpg10. Der Spion, der mich liebte (1977 / Roger Moore)
James Bond verfolgt dieses Mal den Reeder Karl Stromberg, der ein amerikanisches und ein russisches Atom-U-Boot entführt hat, um die Atomraketen auf die entsprechenden Staaten zu schießen und so einen Weltkrieg auszulösen. Er selber lebt in einem seltsamen Domizil im Meer, wo er der Vernichtung der Menschheit zuschauen will. Bond kann zusammen mit der russischen Agentin Triple-X den Plan vereiteln, muss sich aber vorher von Strombergs Ganoven wie dem Beißer um die Welt jagen lassen. / Der beste Moore, hier stimmt das Szenario endlich, der Film ist kurzweilig und der Beißer ist sowieso der tollste Killer, gerade weil er so trottelig ist. Und ein Film mit „Stromberg“ und „Triple-X“, wenn das nichts ist.

bond-moon.jpg11. Moonraker (1979 / Roger Moore)
Nachdem zwei Space Shuttles entführt wurden, besucht James Bond den Fabrikanten der Raumfähren Hugo Drax und findet heraus, dass dieser im Weltraum eine Station errichtet hat, wo er mit einem ausgesuchten Trupp an Paaren aus unterschiedlichen Nationen die Auslöschung der Menschheit einleiten will. Bond folgt ihm bis ins Weltall, zerstört die Station und die totbringenden Globen, die Drax Richtung Erde geschickt hat. / Für mich irgendwie mein Bond-Film. War damals der erste, den ich gesehen habe und natürlich ganz groß mit Weltraum und so. Heute wirkt er in vielerlei Hinsicht sehr lächerlich, aber das Szenario ist so abgedreht, dass der Film auch heute noch unglaublich viel Spaß macht. Und der Beißer ist wieder dabei und verknallt sich in das kleine blonde Zopfmädchen!

bond-mission.jpg12. In tödlicher Mission (1981 / Roger Moore)
Bond schafft es endlich, Blofeld zu töten. Doch dann wird ein Gerät für die Steuerung von Atomraketen gestohlen. Bond muss sich daraufhin mit dem KGB, fiesen blonden Skifahrern und einer notgeilen kleinen Schlittschuhläuferin auseinandersetzen, bevor er das Gerät zerstören kann. / Irgendwie kein besonderer Bond, den man schnell wieder vergisst. Die Skiverfolgungsjagd ist großartig, aber da es in den Bond-Filmen schon so viele gab, irgendwie nichts Besonderes mehr. Das gilt auch für Unterwasseraction mit Haien. Beeindruckend, dass Bond hier die komplette erste Stunde keine Frau ins Bett schleift und sogar das knackige junge Schlittschuhmädel abweist.

bond-sag.jpg13. Sag niemals nie (1983 / Sean Connery)
Blofelds Organisation bringt zwei Nuklearsprengköpfe in seine Gewalt und erpresst die Welt. Der deutlich gealterte James Bond muss noch einmal zeigen, was in ihm steckt und Blofeld Schergen Largo besiegen und ihm nebenbei noch die Freundin Domino ausspannen. / Dieser Film gehört nicht zur offiziellen Reihe und ist ein Remake, daher passt irgendwie nichts zusammen. Lustig zwar, dass Connery sein Image hier auf die Schippe nimmt, aber trotzdem sehr überflüssig. Rowan Atkinson hat einen Gastauftritt und Klaus Maria Brandauer spielt dieses Mal den Largo. Kann man gerne vergessen, dass es diesen „Seitenhieb“ gegeben hat.

bond-octo.jpg14. Octopussy (1983 / Roger Moore)
James Bond in den Wirren des Kalten Krieges. Er entdeckt die Verschwörung eines sowjetischen Generals, der eine Atombombe in der DDR zünden will, um so der Sowjetunion in einem folgenden Krieg den finalen Sieg über die Alliierten zu beschaffen. Doch da im Zentrum Octopussy steht und diese weiblich ist, kann Bond natürlich wieder alles verhindern. / Eine interessante Story, die den Kalten Krieg aufgreift, ohne die Sowjetunion als großen Bösewicht darzustellen. Der Film spielt zu einem Großteil in der DDR.

bond-angesicht.jpg15. Im Angesicht des Todes (1985 / Roger Moore)
Der Industrielle Max Zorin trickst nicht nur mit Steroiden beim Pferderennen herum, er will auch den San-Andreas-Graben sprengen und Silicon Valley überfluten, um so die alleinige Macht auf dem Markt der Microchips zu besitzen. Aber James Bond rettet natürlich wieder die Welt und die blonde Frau. / Ein Bond-Film, der recht durchschnittlich anfängt, aber dann mit Verfolgungen mit einem Feuerwehrwagen, in unterirdischen Höhlenschächten und mit Zeppelin und der Golden Gate Bridge wieder richtig Laune macht. Außerdem bereichern Christopher Walken und Grace Jones den Film erheblich.

bond-hauch.jpg16. Der Hauch des Todes (1987 / Timothy Dalton)
James Bond soll einem KGB-Mitglied beim Überlaufen helfen. Als dieser entführt wird, stellt Bond fest, dass er zu bösen Zwecken missbraucht werden soll, um General Leonid Puschkin und eine junge Cellistin zu töten. Doch Bond dreht den Spieß um, verbündet sich mit Puschkin und spuckt den wirklichen Bösewichten in die Suppe, die Drogen im Milliardenwert aus Afghanistan schmuggeln wollen. / Timothy Dalton spielt seinen Bond ruppiger, aber nicht wirklich schlecht. Auch das Szenario hat viel zu bieten, allerdings unterbietet die Cellistin Kara alle Bondgirls an Intelligenz um Längen. Und auch interessant, dass der Film in einer Zeit spielt, wo die afghanischen Mujahedin noch problemlos zu Bonds Mitstreitern gehören. Leider hat der Film hier und da dann aber doch zu viele Schwächen, um als Highlight der Serie hervorzutreten. Und wie bei „Live And Let Die“ ist der Titelsong „The Living Daylights“ von A-Ha einfach unpassend.

bond-lizenz.jpg17. Lizenz zum Töten (1989 / Timothy Dalton)
Als kurz nach seiner Hochzeit sein Kollege Felix Leiter von Sanchez, dem Chef eines Drogensyndikats, an einen Hai verfüttert und seine Frau getötet wird, will James Bond Rache. Entgegen der Anweisungen seiner Vorgesetzten jagt er Sanchez und vereitelt dabei eine gigantische Drogenlieferung. / Ein sehr kurzweiliger Bond, der zum ersten mal nicht auf einer Romanvorlage basierte. Tolle Stunts, rasante Actionszenen und ein sehr aktiver Timothy Dalton machen diesen Bond sehenswert. In einer Nebenrolle ist zudem ein sehr junger Benecio Del Toro zu sehen.

bond-eye.jpg18. GoldenEye (1995 / Pierce Brosnan)
Nach dem Fall der Mauer haben sich die Dinge geändert, die Sowjetunion ist nicht mehr der Feind. Doch als ein ehemaliger Agentenpartner ein russisches Waffensystem erobert und London mit einem EMP in die Steinzeit befördern will, muss James Bond sich seinem ehemaligen Freund in den Weg stellen. / Pierce Brosnan ist der neue Bond und er passt in die Reihe. Zudem ist dieser Film erstaunlich philosophisch und setzt sich nicht nur mit den Taten beider Seiten während des Kalten Krieges auseinander, sondern auch mit der Vorgehensweise von Bond selber. Robbie Coltrane hat eine Nebenrolle, Sean Bean mimt den Verräteragenten und Famke Janssen macht Spaß als die bisher verrückteste Bond-Schlampe.

bond-morgen.jpg19. Der Morgen stirbt nie (1997 / Pierce Brosnan)
Die Medien bestimmen die Welt, Medienmogul Elliot Carver beschießt von seinem Stealth-Boot chinesische und britische Schiffe, manipuliert die Medienberichte und versucht so einen Weltkrieg auszulösen. Bond bekommt asiatische Kampfkunstunterstützung von der chinesischen Agentin Wai Lin und kann so mal wieder die Welt retten. / Der Ansatz mit der Macht der Medien und die asiatischen Einflüsse sowie wieder großartige Action und tolle Stunts sorgen dafür, dass auch dieser Bond sehr gut unterhält.

bond-welt.jpg20. Die Welt ist nicht genug (1999 / Pierce Brosnan)
Nachdem Sir Robert King in den Räumlichkeiten des MI6 ermordet wird, übernimmt seine Tochter Electra den Bau einer riesigen Ölpipeline durch die Türkei. Electra wurde einst von russischen Terroristen Renard entführt, der jetzt mit Anschlägen die Welt der Pipelines attackiert. Bond entdeckt eine Verschwörung zwischen Electra und Renard, die gemeinsam alle konkurrierenden Ölpipelines aus dem Geschäft drängen wollen. Bond kann natürlich alles wieder retten, auch seine entführte Vorgesetzte. / Irgendwie nichts Besonderes, bietet die typischen Stunts und solide Action, aber einen irgendwie langweiligen Plot. Aber mit Denise Richards trifft Bond dann doch die bessere Wahl, obwohl Sophie Marceau natürlich eine ernst zu nehmende Konkurrentin war.

bond-stirb.jpg21. Stirb an einem anderen Tag (2002 / Pierce Brosnan)
James Bond gerät in Korea für über ein Jahr in Gefangenschaft und wird dann gegen einen Schwerverbrecher ausgetauscht. Daraufhin jagt Bond diesen und sucht nach der Person, die ihn verraten hat. Auf Kuba zerstört er eine Klinik für spezielle Operationen, um sich dann mit einem unsichtbaren Auto in einen Showdown mit einem Palast aus Eis, riesigen Satellitenlasern, Blutdiamanten, Blitzanzügen und Verbrechern mit falschen Gesichtern herumzuschlagen. / Der letzte Brosnan fängt super an, Bond wird gefangen genommen, der MI-6 holt in raus, will ihn aber nicht mehr einsetzen, es wird heftig am Helden-Image von Bond gekratzt. Aber dann ist es mit den Autoren wohl durchgegangen, unsichtbare Autos, jede Menge Hightech-Schrott, ein unverständlicher Plot, übertriebene schlecht animierte Action anstatt großartiger Stunts, am Ende wirkt der Film mehr wie eine billige Computerspielverfilmung. Und Madonna zieht den Film zusätzlich mit einer blöden Nebenrolle und dem wohl schlechtesten Bond-Song aller Zeiten runter. Gut, dass auch den Machern danach wohl klar wurde, dass ein Neustart der Reihe fällig war.

bond-casino.jpg22. Casino Royale (2006 / Daniel Craig)
James Bond erwirbt seinen 00-Agentenstatus. Dann zerstört er eine Botschaft, rettet ein Flugzeug vor der Explosion und liefert eine grandiose Pokerpartie im Casino Royale gegen den Börsenspekulant LeChiffre. Der entführt daraufhin Bonds Partnerin Vesper Lynd und Bond gerät in eine Verschwörung, die weiter reicht, als er zuerst angenommen hat. / Ein hervorragender Neustart der Reihe! Allen Vermutungen zum Trotz kann Daniel Craig als neuer 007 überzeugen. Der Film ist großartig inszeniert, bleibt spannend und setzt auf Thrill und tolle Action, ohne sich wie sein Vorgänger in peinlichen Übertreibungen zu verlieren. Bond ist kein glatter Gentleman mehr, er hat jede Menge Ecken und Kanten, er schwitzt, er blutet, er lebt! Der Mut, in einer Filmwelt, die eher zur Übertreibung neigt, beim Neustart einer so bekannten Filmfigur ein neues realistisches Image zu verpassen, wurde nicht umsonst mit einem tollen Einspielergebnis und großartigen Kritiken belohnt. Nach dem tollen Abschluss der Reihe freue ich mich jetzt umso mehr auf den neuen Bond-Film „Quantum of Solace“.

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6 Kommentare

  1. Kein schlechtes Programm, du schreibst, dass du einige Wochen für die 22 Filme gebraucht hast. Wie währe es den mit einem kleinen Experiment gewesen, an dem du dir die Filme innerhalb von 3 Tagen am Stück angsiehst oder so?
    Glaube mir, dann würden die Filme in der Bewertung anderes ausfallen ;)

    Nein aber noch mal im Ernst, finde die Bewertungen sehr gut gelungen und „Hut ab“ das du das nocheinmal auf dich genommen hast!

  2. Ich muss auc gestehen, dass ich von den alten Bonds quasi nichts gekannt habe, und die mit Brosnan (auf jeden Fall die Neuesten) ziemlich schlecht fand. Daher habe ich jetzt auch ein paar mitgeguckt und muss sagen, dass einige schon recht unterhaltsam sind. Gerade die ersten mit Connery sind nicht schlecht; Connery ist auf jeden Fall sehr gut als Bond. Was ich von Roger Moore gesehen habe, hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt… Pierce Brosnan als Bond ist auch gut, aber er hat wohl das Pech, dass alles andere in seinen Filmen sehr schlecht war („Goldeneye“ fand ich noch ganz gut). Alles in allem kann man nur sagen, dass ich trotzdem kein großer Bond-Fan geweorden bin, aber gerade die ganz alten schon einen gewissen Reiz haben… und sehr gut, dass man mit „Casino Royale“ einen übernötigen Neuanfang gemacht hat; zum ersten Mal in meinem Leben freue ich mich auf einen Bond-Film: „Quantum Of Solace“…

  3. Habe den Marathon jetzt auch angefangen und bin bei „Leben und Sterben lassen“. Grundsätzlich bleibe ich dabei, dass die meisten Bonds viel zu überschätzt sind, aber die Kritiken im einzelnen:

    James Bond jagt Dr. No:
    – Der erste Bond ist auch einer der besten. Eine recht einfache Geschichte, die aber souverän inzeniert wurde und gerade durch das spezielle Setting interessant ist.
    4 Sterne.

    Liebesgrüße aus Moskau:
    Der erste Teil mit Blofeld und durch „Nr. 1“ und „Nr.3“ etc. schon ein bischen lächerlich. Generell versagt der Film durch Logikfehler und ein imo langweilige Geschichte, gerade da es keinen Hauptbösewicht in diesem Film gibt bzw. lediglich den Kampf mit der „Kellnerin“ am Ende ist einer der schlechteren Bonds.
    2 Sterne

    Goldfinger:
    Zwar gibt es auch hier wieder Elemente, die ein bischen seltsam sind – der Chinese mit der Melone – , aber das gehört wohl zu jedem Bond dazu. Goldfinger ist aber sehr interessant gemacht, bringt Spaß und gerade der Hauptbösewicht spielt sehr gut.
    4 Sterne

    Feuerball:
    Es geht weiter mit Blofeld, dem ich grundsätzlich nichts abgewinnen kann. Das Setting ist aber wieder schön speziell und der Film an sich ist ganz nett.
    3 Sterne

    Man lebt nur zweimal:
    Das Setting in Japan gefällt mir nicht, generell nichts wirklich interessantes im Film. Gewisse peinliche Stellen wurden von Pau ja schon angesprochen. Ansonsten einfach nicht meine Richtung gewesen.
    2 Sterne

    Im Geheimdienst ihrer Majestät:
    Ich mag George Lazenby als neuen Bond, der Film an sich ist durch seine schräge Handlung wieder unglaubwürdig. Was ein Wunder, es ist ja auch wieder mit Blofeld. Zwar wirkt auch vieles in der Handlung unglaubwürdig wie Bonds freundschaftlicher Kontakt mit einem Mafiaboss, aber nun gut. Trotzdem durch den Bond und Tracy ganz nett.
    3Sterne

    Diamantenfieber:
    Connery ist wieder da! Auch wenn ich es besser gefunden hätte, man wäre konsequent gewesen. Der Film ist ganz nett, gerade durch das Killerpärchen, aber man hätte mehr draus machen können. Die Bond-Frau nervt und ist strohdumm, Blofeld nervt auch. Hier merkt man eine gewisse Emotionslosigkeit, gerade da Bond im vorigen Film ja jemand wichtiges verloren hat.
    2 Sterne

    Grundsätzlich ist auch zu sagen, dass James Bond ein kompletter Psychopath ist, auch wenn das manchmal wieder ganz lustig ist und ein wenig mehr Emotion seitens Bond hätten den Filmen auch gut getan.

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