„Wall-E“ – Der kleine Roboter ist voll toll!

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Wall-E ist ein kleiner Roboter, der seit Jahrhunderten auf der Erde geblieben ist, als die Menschen in den Weltraum flohen. Seit dem muss er den Planeten aufräumen, doch seine Einsamkeit und seine Neugier führen ihn bald in ein großes Abenteuer. Er verliebt sich. „Wall-E“ ist der neue Streifen von Pixar und allein die Grundidee zeigt Originalität. Doch dieser Film bietet noch viel mehr als das, denn Pixar hat Mut für neue Ideen.

„Wall-E“ unterhält mit einer neuen Geschichte. Die Geschichte um den kleinen Roboter, der sich verliebt und seiner Auserwählten bis in den Weltraum folgt, ist witzig. Obwohl es eine „einfache“ Geschichte für einen Animationsfilm ist, ist es doch in großen Teilen ein Film über die Liebe. Man entdeckt viele Parallelen zu seinen ersten zaghaften Versuchen, wenn man sieht, wie der Roboter schwärmt oder ständig versucht, seine Geliebte zu berühren. Dabei zeigt der Film ständig was Neues und begeistert mit unheimlich tollen Gestalten. Die Geschichte ist sogar gesellschaftskritisch, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger darauf hinzuweisen. Außerdem thematisiert er die Problematik der Moderne. Durch all die Technologie ist das richtige Leben nicht mehr möglich. Die Menschheit siecht vor sich hin. Man kann hier sogar Parallelen zu „Matrix“ ziehen.

Die Animationen sind dabei echt toll. Obwohl es nur ein Animationsfilm ist, ist dieser Film richtig bildgewaltig und man sollte ihn im Kino auf einer großen Leinwand sehen. Die trostlose Einöde auf der Erde, der Start eines Raumschiffes oder der Weltraum begeistern. Auch die Charaktere begeistern, denn sie besitzen unglaublich viele Details. Man merkt einfach, dass hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet hat. Gerade Wall-E oder Eve sind so toll animiert, dass in ihnen viel mehr Leben drin ist als in irgendwelchen Figuren von der Konkurrenz.

Neben der außergewöhnlichen Story begeistert es, dass die Hauptpersonen und viele andere Charaktere im Film nicht reden können oder sehr begrenzt. Die ersten dreißig Minuten sind komplett ohne Dialog. Doch all das ist nicht negativ, sondern begeistert nur noch mehr. Trotz der Stille im Film kann man sich mit dem sympathischen Roboter viel mehr identifizieren und zusammen freuen.

Kleinere Anspielungen auf Filme entdeckt man in „Wall-E“ auch noch. Man erkennt „Johnny“ aus „Nummer 5 lebt!“ und den wahnsinnigen Computer aus „2001“.

Vor dem Film darf man noch eine tolle Kurzgeschichte namens „Presto“ sehen, wo es um den Streit zwischen einem Magier und einem Hasen geht.

Fazit: „Wall-E“ ist einer der besten „Pixars“ und als Freund von Animationsfilmen sollte man ihn auf jeden Fall sehen. Selbst wenn man mit dieser Art von Filmen nichts anfangen kann, kann „Wall-E“ einen vielleicht doch begeistern. Eins der (kleineren) Highlights 2008.

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13 Kommentare

  1. Pixar zeigt mal wieder, dass sie echt eine Klasse für sich sind. Animationsfilme sind eben doch nicht einfach Animationsfilme, so viel Liebe und Detailverliebtheit würde Dreamworks nie in seine Produktionen stecken.

    Ich liebe die Pixar-Filme, auch wenn „Cars“ nicht so ganz gelungen war, aber „Monster AG“, „Toy Story“, „Findet Nemo“, „Die Unglaublichen“, „Das große Krabbeln“ oder auch „Ratatouille“ blieben einfach ungeschlagen. Bis jetzt…

    Denn der Geniestreich, den Pixar dieses Jahr serviert, hat mich so begeistert wie kaum ein Animationsfilm vorher. Schon in den Trailern konnte man sehen, dass Pixar wohl das Wunder vollbringen würde, zwei in erster Linie leblosen Kreaturen so unglaublich viel Leben zu verleihen, dass sie damit so manchen echten Schauspieler in den Schatten stellen würden. Ich war allerdings skeptisch, ob das einen kompletten Film über funktionieren würde. Aber hallo, das hat so gut funktioniert, dass fast eher die Parts im zweiten Teil des Films gestört haben, in dem die Menschen dabei waren.

    Man muss sich echt mal überlegen, dass man hier in gewisser Weise einen Liebesfilm gesehen hat und zwar einen unheimlich gefühlvollen. Mit so wenig Gestik, quasi ohne Mimik und mit so wenigen, einfachen Worten in Robotersprache so unglaublich viel auszusagen, das kann halt nur Pixar.

    Schon witzig, wirken die Roboter doch im ersten Moment animationstechnisch wie ein Rückschritt, schließlich hatte man ja schon so viel kompliziertere Charaktere entwickelt. Aber da liegt halt das Besondere und eben auch der Charme des Films, etwas Einfaches kann so viel toller sein, wenn es so viel Inhalt bietet, während etwas offensichtlich Großartiges oft nur die großartige Fassade zu bieten hat, aber nichts dahinter steckt.

    „WALL-E“ bietet aber noch so viel mehr, einen ordentlichen Schwung Gesellschaftskritik (Müll, Fettleibigkeit, Medienwahn), ohne diesen aber mit erhobenem Zeigefinger zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Und neben der wunderschönen Liebesgeschichte ist der Film auch noch superlustig und zeitweise tierisch spannend.

    Ich habe mit WALL-E und EVE echt mitgefiebert, mich mit ihnen gefreut und mit ihnen gefühlt. Noch zwei Tage später kann ich meine Begeisterung kaum in Worte fassen… Toller Film!!

    Ach ja, der Vorfilm „Presto“ war natürlich auch wieder super, wer ihn sehen möchten, muss nur dem Link folgen:
    smellycat.com.br/2008/07/04/presto-assista-o-novo-curta-da-pixar-na-integra/

  2. Auch krass, die einzigartigen Animationen erwähnt man bei Pixar schon gar nicht mehr, das ist ja schon selbstverständlich, dass mit jedem Pixar-Film der Standard neu definiert wird. :)

  3. Ich bin auch mal gespannt was diesmal aus dem Hause Pixar auf uns zukommt. Ich fand als Kind schon Toy Story klasse! Aber auch die Kurzfilme wie „for the birds“ sind einmalig.

    In meinem Blog über Wallpaper hab ich auch was über die Wallpaper zu Wall-E geschrieben.

    Allen viel Spaß beim Film!

  4. fand den film auch sehr gut. was mich allerdings gestört hat, war dieser mix aus real und animierten menschen. als ob menschen wenn sie dicker werden immer animierter aussehen… ???

    auch der „böse“ war irgendwie zu „brav“. [spoiler] anstatt wegen einem nachgereichten befehl nicht zur erde zurückkehren zu wollen, wäre es doch viel passender gewesen, wenn der copilot otto, wie wall·e, auch eine eigene persönlichkeit entwickelt hat und nicht zurückkehren will, weil er ansonsten einfach überflüssig wird. der hängt da ja im schiff fest.
    auch das ende (als wall·e repariert wird) war etwas seltsam und technisch gesehen eher unrealistisch :D , aber das darf man wohl nicht so eng sehn ^^ [/spoiler]

    man muss aber sagen, dass die „grafik“ richitg gut ist. an einigen stellen hätte das auch ein realfilm sein können, ok bis eve ankommt. aber bis dahin war das richtig schön gemacht mit unschäfe, hitzeflimmern usw.
    also insgesammt auf jedenfall einer der besseren animationsfilme, der auch ohne irgedwelche b-promis als schlechte sprecher auskommt. sollte man sich ansehn.

  5. Der Film war natürlich nicht schlecht, aber umgehauen hat er mich leider auch nicht. Die Animationen waren natürlich wieder einmal genial, da kann man nichts gegen sagen.

    Der Vorfilm war auch gut, obwohl mein Liebling „Lifted“ ist.

    Aber wie bei „Ratatouille“ merkt man den Verkauf an Disney doch stark. Obwohl man sich hier wieder an eine etwas riskantere Grundgeschichte herangewagt hat und nicht wieder auf putzige Tiere gesetzt hat, war das halt ein typischer Disney-Zeihentrickfilm. Also nett und an eine jüngere Zielgruppe gerichtet, mit unnötiger, oberflächlicher Moral. Die älteren Pixar-Filme waren immer ein Gagfeuerwerk und wirklich lustig.

    Und gerade die Idee, dass die „Personen“ die erste halbe Stunde nicht sprechen, war ja gut, aber das hat man überhaupt nicht ausgenutzt. Es gab nur sehr wenige Gags in dieser Zeit, und die waren nahezu alle schon aus dem Trailer bekannt. Visuelle Komik kann so genial sein, aber hier hat man die gute Idee überhaupt nicht ausgeschöpft. Gerade die triste Welt, die Töne, die eine öde Atmosphäre erzeugt haben und die melancholischen Musikstücke waren dem Humor alles andere als förderlich. So ein Apokalysenszenario ist nett anzusehen, aber man hatte eigentlich einen verdammt lustigen Film erwartet. Oder immerhin viele Gags mittelguter Art hintereinander.

    Dass reale Menschen vorkamen, hat mich auch sehr gestört; das war absolut daneben. Besonders, als dann auch noch andere, animierte Menschen hinzukamen und und man beides wahllos gemischt hat.

    Aus dem Anfangspart hätte man mehr herausholen können, aber den Raumschiffpart nun als innovativ darzustellen, verwundert mich schon sehr. Sowohl die Thematik „Maschinen rebellieren gegen Menschen“ ist alles andere als neu, als auch die ewigen Anspielungen an andere Klassiker, allen voran natürlich „2001“. Dessen typische Musik auch noch einzublenden war nun wirklich schon tausendmal da und ist nicht mehr lustig; das ist ähnlich mit „Ich bin dein Vater“-Witzen oder Lichtschwert-Krams.

    Zu sagen, die Botschaft war unterschwellig, ist wohl auch nicht treffend. Die Gesellschaftskritik war nun wirklich sehr im Vordergrund, allerdings halt sehr unsubtil und deutlich. Klar, es ist ein Kinder-/Familienfilm, aber diese als großes Plus darzustellen, nunja.

    Die zwei näher beleuchteten Menschen waren auch total unnötig, unlustig und überflüssig.

    Der Hauptmensch hatte auch keinen eigenen, tollen Charakter, sondern diente auch leider lediglich dem Zweck. Schade, das war doch eine Chance, neben den doch sehr wortkargen Robottern ein wenig interesantes Leben einzubauen.

    Auch das Ende, wo die Menschen zurückkommen, nichts können und alles zerstört ist, als Happy Ende darzustellen, war schon sehr naiv.

    Alles in allem will ich damit nicht sagen, dass der Film schlecht war, er hat wie schon „Ratatouille“ unterhalten und war ein nett anzusehender, sehr gut animierter Familienfilm, der allerdings nicht mehr allzuviel von den älteren Gag-Pixars hat und nicht den Humor, sondern die Geschichte in den Vordergrund stellt.

    Dass hier alle dermaßen begeistert sind und sich nicht mehr einbekommen, haut mich regelrecht um. Denn klar war das ein ganz guter Film, aber immer noch ein Animationsfilm für Kinder. Vier Sterne kann ich noch verstehen, wenn man den Film gelungen fand, aber ich bin wirklich ein wenig geplättet. Ich gebe drei Sterne, weil der Film doch mehr sympathisch als lustig war und ich einiges nicht besonders gelungen fand. Als Komödie hat er mich wirklich enttäuscht. Meine Lieblings-Pixar-Filme sind wohl „Das große Krabbeln“, „Monster-AG“ und „Toy Story“.

  6. Für einen Pixar-Film, finde ich die Grafiken und Animationen eigentlich nur „normal“ im Vergleich zu anderen Animationsfilmen ist der Film natürlich wieder auf einem ganz anderem Level zu finden.

    Finde dne Film aber trotzdem irgentwie ein wenig lieblos, kanns elber nicht sagen warum. Aber irgentwie fehlt die Liebe und das liebesnwerte in dem Film.

  7. Gut, dann werde ich mich auch mal zu „Wall-E“ äußern.

    Meine Erwartungen an den Film waren wohl höher als bei anderen Pixar-Werken, die meisten sind eher belanglos an mir vorübergezogen. „Wall-E“ hat ziemlich schnell mein Interesse geweckt, und schlussendlich auch befriedigt.

    Die gesellschaftskritische „Der Letzte räumt die Erde auf“-Thematik hat mir gut gefallen, auch die zunehmende Verfettung der Menschheit wurde gut dargestellt wie ich finde. Das ganze begleitet von 2 stummen Haupthelden gibt eine gute Mischung. Trotzdem gibt es natürlich einige Punkte die nicht nötig waren, bzw. ziemlich miserabel sind.

    Mein Hauptkritikpunkt ist die ziemlich derbe Schleichwerbung die in „Wall-E“ enthalten ist. Als ich zum ersten mal das Apple-Startgeräusch beim Solar-Ladevorgang von „Wall-E“ hörte konnte ich es nicht fassen. Auch an „Eve“ hab ich den Apfel gesucht, das Design sah doch ziemlich verräterisch nach der Apple Company aus. Apple hat gutes Design zwar nicht erfunden oder gepachtet, aber der unverkennbare Start-Sound gehört hier wirklich nicht hin. Wie so etwas passieren kann:
    Steve Jobs, Apple-Vater und Geschäftsführer war mitbegründer von Pixar. Mit 50,1% hielt er den größten Teil des Unternehmens, jetzt ist er mit 6% der größte Anteilseigner an Disney.
    Für mich ist das eine neue Erkenntnis. Ich besitze zwar ein Macbook, allerdings macht mich das noch nicht zum Apple-Verfechter. Warum das Unternehmen jetzt auch Animationsfilmen seinen Stempel aufdrücken muss kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ein großes Fragezeichen!

    Das von THREEPWOOD angesprochene Menschenpaar hat mich auch erschüttert. Während der Vorstellung hatte ich schon Angst, dass dies noch eingehender beleuchtet werden würde, aber das war dann ja zum Glück nicht der Fall. Trotzdem: total unnötig!

    Andere angesprochene Mängel wie die Mischung aus verschiendenen Menschendarstellungen wurden ja schon angesprochen.

    Der Rest hat mich überzeugt: ob nun die nette Liebesgeschichte oder grandiose Animationen, die der Realität immer näher kommen. Die Robboterrebellion hat mir recht gut gefallen, völlig egal wie oft schon in diversen Filmen aufgegriffen oder nicht.

    Für mich ist „Wall-E“ kein normaler Kinderfilm mehr, teilweise tritt eine völlig neue Atmosphäre auf die keinesfalls komisch ist, und den Film nur bereichert wie ich finde. Unendlich sich aneinanderreihende Gags brauche ich wirklich nicht. Und auch die Gag-Qualität wandelt sich. Man kommt ohne bayrisch-nervende Charaktere aus, und auch die „Franzosenverarsche“ brauchte man diesmal nicht um zu gefallen (oder ich hab sie übersehen/vergessen).

    4 Sterne von mir. Es bleibt immer noch ein Animationsfilm mit Apple-Logo für mich.

  8. Hmm, meinste nicht, dass das mit dem Apple Startgeräusch ein Gag war? Die Animatoren/Macher arbeiten nunmal dort auf Macs… Und es ist lustiger als wenn wir den Windows Startsound gehört hätten, der sich eh dauernd ändert. Hat Linux Sound? ;)

    Das Menschenpaar hat nicht gestört finde ich, warum alle der „echte“ Präsident gestört hat versteh ich nicht so ganz. War doch ne nette Idee dort ein bekanntes Gesicht zu sehen.

    Beim „Bösen“ muss ich Schuetti zustimmen, da hätte man mehr draus machen können. Ansonsten einfach ein total lustiger geiler Film, alle Ziele erreicht, daher von mir 5 Sterne.

  9. Hmm, also wenn es ein Gag sein soll finde ich ihn nicht komisch. Nur weil die Entwickler Coca-Cola trinken müssen auch keine Coke-Werbungen auftauchen. Ein aufgeladener Energiespeicher hat für mich nicht viel mit einem Startsound eines Betriebssystems zu tun, egal ob jetzt MacOsX oder Windows. Aber na ja, vielleicht reg auch nur ich mich so darüber auf.

    Beim „Bösewicht“ stimme ich ebenfalls zu.

  10. Naja, es ist ja so diese: „HAHA, der letzte ist ein Mac und kein doofer PC“-Gedanke. Ich glaube nicht, dass da Werbezwecke hinterstecken, denn die, die den Mac Startsound erkennen, die haben entweder einen Mac oder ganz bewusst keinen, denke ich mal.

    Vielleicht steckt da auch gar kein Gedanke hinter, ausser, dass man ein bekanntes Startgeräusch hören soll.

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