„The Oxford Murders“ – Routinierter klassischer Krimi

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oxford.jpgIn „The Oxford Murders“, eine „Direct To DVD“-Veröffentlichung, stirbt die alte Vermieterin von dem Mathematikstudenten Martin auf mysteriöse Weise. Neben der Leiche lag einzig ein Fetzen Papier mit einem Symbol. Martin und der Professor Seldom machen sich nun auf die Fährte des Mörders, der sie zu einem klassischen Katz-und-Maus-Spiel einlädt, denn der Täter will sich mit ihnen auf mathematischer Basis messen. Damit fangen für den Zuschauer 105 Minuten an, die ganz nach den alten Regeln einen Krimi erzählen. Ohne viel Effekthascherei und wenig Blut, dafür mit viel Dialogen und der Gelegenheit zum Mitraten.

Martin, gespielt von Elijah Wood, kommt aus Übersee und will in England Mathematik studieren. Doch während sowohl seine alte Vermieterin als auch deren Tochter und sein Studienkollege eher schräg drauf sind, hat Martin nur eins im Sinn: Endlich in Kontakt mit Professor Seldom, gespielt von John Hurt, zu kommen. Doch dieser will nichts von ihm wissen, als dann aber Martins Vermieterin stirbt, scheinbar eines natürlichen Todes, entdecken Martin und Seldman die Wahrheit. Die alte Dame wurde umgebracht und alles, was der Täter hinterließ, ist ein kryptisches Symbol. Wenn die beiden Mathebegeisterten nicht das Rätsel lösen, wird es weitere Morde mit weiteren Symbolen geben. Die Zeit läuft…

Dieser Krimi erzählt im klassischen Sinne. Es gibt keine großen Gewaltszenen, noch irgendwelche Effekte. Auch die Anzahl der Toten ist überschaubar, stattdessen wird auf eine interessante Grundbasis gebaut und auf das lustige „Wer rät den Mörder“-Spiel. Der Film weist mit Elijah Wood und John Hurt eine gute Besetzung auf, auch wenn der Rest des Casts eher schlecht als recht schauspielern kann. Auch die Kameraarbeit ist routiniert. Heraus sticht eine lange Kamerafahrt am Anfang des Films, wo ständig um eine Kreuzung gedreht wird und man die einzelnen „Spielfiguren“ dieses Krimis zu sehen bekommt.

Einzig redenswert ist die Grundbasis des Films. Die Fragen über die vollkommene Wahrheit und die Basis der Fibonacci-Folge machen den Film interessant. Theorien werden aufgestellt und die vollkommene Wahrheit, die das Rätsel zum Schluss auflöst, lohnt sich, dass man darüber noch weiter diskutiert. Nicht nur für Leute, die sich für Mathe interessieren, ist der Film sehenswert, denn der Film driftet oftmals in philosophische Gespräche ab.

Leider merkt man dem Film an, dass er es nicht ins deutsche Kino geschafft hat. Die Spannung hält sich in Grenzen und die Nebendarsteller sind eher „C-Schauspieler“, auch wirken viele Figuren und Sätze unfreiwillig komisch.

Mal so nebenbei ist es ganz witzig, dass John Hurt hier als „Guy Fawkes“ verkleidet ist, dessen Nachfolger er in „V wie Vendetta“ bekämpft.

Für Fans von den typischen Krimigeschichten kann man „The Oxford Murders“ empfehlen, alle, deren Adrenalinspiegel noch ein bischen mehr steigen soll als beim Schneiden der Frühstücksbrötchen, sollten sich etwas Aufregenderes holen.

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