„Wen die Geister lieben“ – Typische Liebeskomödie

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Der deutsche Filmtitel „Wen die Geister lieben“ des Films, den es letzten Montag in der Osnabrücker Sneak Preview gab, sagt einmal mehr ausreichend aus (Originaltitel: „Ghost Town“). Wenigstens in dieser Hinsicht kann man den Möchtegernkreativlingen, die sich die platten deutschen Titel ausdenken, dankbar sein: Wenn „Liebe“ im Titel vorkommt, kann man den Film als Mann (Entschuldigung für das Schubladendenken) schonmal knicken. Wer auf seichte Liebeskomödien steht, wird allerdings auch hier vermutlich gut unterhalten werden.

Der Zahnarzt Dr. Bertram Pincus (Ricky Gervais) ist mürrischer und menschenfeindlicher als kaum jemand anderes. Umso tragischer für ihn, dass er bei einer Darmspiegellung für ca. 7 Minuten tot war – fortan kann er Geister sehen, die ihn ständig belästigen. Besonders aufdringlich ist dabei Frank Herlihy (Greg Kinnear), der Bertram schließlich überredet, seiner Frau Gwen (Téa Leoni) ihren neuen Liebhaber auszuspannen, was der Menschenfeind schließlich tatsächlich versucht…

Viel ist zu diesem Film eigentlich nicht zu sagen, kommt schlicht und ergreifend einfach nichts groß Erwähnenswerts in ihm vor. Eine gelinde gesagt ausgelutschte Geschichte, völlig vorhersehbarer Handlungsverlauf und mittelklassige Schauspieler – zumindest in diesem Film. Was auch mit am Skript liegen kann, schließlich hat es „The Office“-Star Ricky Gervais ja ansonsten zu einer großen Fangemeinde gebracht.

Vereinzelt gibt es mal einen originellen Ansatz (wie die Ärztin im Krankenhaus), aber größtenteils ist der Film so sehr konventioneller Klischeeliebesfilm, wie man es bei dem Titel erwartet. Ein Tier darf nicht fehlen, eine (zum Glück nur kleine Prise) Fäkalhumor und der übliche Liebesfilm-Handlungsablauf ohne Originalität. Welcher hier allerdings mal wieder so unglaubhaft ist, wie er nur sein könnte; schließlich ist in keinem Moment nachvollziehbar, was Greg an Pincus interessant finden könnte – zumal er sich ihr gegenüber immer wie ein Idiot verhalten hat. Prinzipiell begrüße ich natürlich, wenn in Filmen nicht nur Hayden-Christensen-Schönlinge die Frauen kriegen, aber so lächerlich wie hier muss es trotzdem nicht sein.

Der Film kommt bei uns am 29.01.09 in die Kinos und bietet kurzweilige Unterhaltung für Fans des Genres. Altbacken, nahezu völlig vorhersehbar und in jeder Hinsicht harmlos und unspektakulär, aber immerhin nicht ganz so wehtuend wie andere Genrevertreter à la „Zufällig verheiratet“. Wen die Geister lieben… den Zuschauer schonmal nicht.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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