„Der fremde Sohn“ – Bewegendes Drama!

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Clint Eastwood wird wohl in erster Linie der große Revolvermann des Kinos bleiben und doch überrascht er in den letzten Jahren mit wirklich großartigen Dramen wie „Million Dollar Baby“ oder jetzt „Der fremde Sohn“. Einem Raubein wie Eastwood hätte man so viel Gefühl vor einigen Jahren vermutlich gar nicht zugetraut. Und mit Angelina Jolie, die auch privat sehr in ihrer Mutterrolle aufzugehen scheint, hat er die perfekte Darstellerin für die Hauptrolle gefunden. Und wieder einmal ist es erschreckend, welche Geschichten das Leben schreibt.

1928 verschwindet in Los Angeles der neunjährige Sohn von Christine Collins. Als die Polizei nach fünf Monaten meint, ihn wieder gefunden zu haben, zweifelt Christine daran, dass es sich bei dem Jungen um ihren Sohn handelt. Als sie die Polizei um weitere Suche nach ihrem Sohn bittet, wird sie in eine Anstalt eingewiesen. Doch dann stolpert die Polizei über ein grausames Verbrechen und es häufen sich Vermutungen, Christines Sohn könnte mit dem Verbrechen zu tun haben…

Der Film bewegt, schon alleine aufgrund des großartigen Spiels von Angelina Jolie. Aber auch die anderen Charaktere wie John Malkovich spielen sehr gut. Clint Eastwood sorgt wieder einmal dafür, dass man den Film mit einem üblen Gefühl im Magen vergisst, auch wenn das Ende hier nicht so verstörend ist wie das bei „Million Dollar Baby“. Aber gerade die Tatsache, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, verleiht dem Stoff einen wirklich bitteren Beigeschmack. Der Film ist sicher nichts für die breite Masse, aber die, die schon „Million Dollar Baby“ zu schätzen wussten, sollten sich diesen Film auch unbedingt ansehen, auch wenn er an diesen nicht heranreicht.

Und auch, wenn Clint Eastwood nicht für seine Regie für einen Oscar nominiert worden ist, könnte der Film trotzdem die Trophäen für Kamera, Ausstattung und Hauptdarstellerin Angelina Jolie erhalten. Jolie ist übrigens bereits 2000 für die Darstellung einer Patientin einer Irrenanstalt in „Durchgeknallt“ mit einem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet worden.

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Ein Kommentar

  1. Wirklich ein toller Film mit einer ziemlich gespenstischen Geschichte; hervorragend gespielt und in Szene gesetzt, so daß einem das Ganze bisweilen richtig an die Nieren geht. Da paßt alles.

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