„Der seltsame Fall des Benjamin Button“ – Toll, aber lang

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Regisseur David Fincher hat bereits bei „Fight Club“ und „Sieben“ mit Brad Pitt zusammen gearbeitet, aber dieser Film ist völlig anders. Fincher hat mit „Benjamin Button“ eine Lebensgeschichte verfilmt, die von einem, der alt auf die Welt kommt und im Laufe des Lebens immer jünger wird. Eine interessante und witzige Idee, die er in seinem Drama mit tollen Aufnahmen, klasse Schauspielern und beeindruckender Maskenarbeit gekonnt auf die Leinwand bringt. Aber irgendwie ist der Film zu lang.

1918 wird dem Unternehmer Thomas Button ein Sohn geboren. Als dieser Sohn jedoch völlig veraltet auf die Welt kommt und seine Frau bei der Geburt stirbt, legt er ihn vor einem Altenheim auf die Treppe, wo Benjamin aufgenommen wird. Doch anstatt wie erwartet älter zu werden, wächst der Junge heran und wird mit dem Alter immer jünger. Später fährt er zur See und gerät doch auch in die Seeschlachten des Zweiten Weltkriegs. Doch immer treibt ihn die Liebe zu Daisy an, die er bereits kennt, seit sie ein kleines Mädchen ist, doch er weiß, dass seine Andersartigkeit ein normales Leben und damit eine langfristige Beziehung unmöglich macht.

Die Maske ist wirklich beeindruckend, nahezu perfekt sieht man Cate Blanchett und Brad Pitt in Altersstufen von 20 bis 80. Generell ist der Film großartig aufgenommen und mit vielen schönen Einstellungen versehen, aber irgendwas fehlte dem Film, um auf der Länge von fast drei Stunden durchgehend zu unterhalten. Vermutlich ist der Film für diese Länge dann doch zu ruhig, gerade für einen Film von David Fincher. Trotzdem ist der Film sehr ergreifend und mitunter auch spannend und insgesamt wirklich gelungen. Gerade die Mischung aus witzigen und traurigen Erfahrungen, die man zusammen mit Benjamin Button aufgrund seiner Andersartigkeit macht, machen den Film aus. Die Rollen sind auch bis in die Nebencharaktere gut besetzt und toll gespielt, gerade der verrückte Kapitän oder der Mann, der ständig vom Blitz getroffen wurde, sorgen für amüsante Abwechslung.

Wer auf Biopics und Dramen steht, dem wird dieser Film gefallen, aber man sollte nicht den Fehler machen, einen „typischen Fincher“ zu erwarten. Wer die Dauer des Films übersteht, ist aber auf jeden Fall um einen tollen Kinobesuch reicher.

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3 Kommentare

  1. Ich sehe Dramen sehr gerne, aber aus irgendeinem Grund empfinde ich „Biografien“ als sehr langweilig, da sie keinen richtigen Spannungsbogen haben und sich damit von normalen Drehbüchern abheben. Wie das Leben fangen sie irgendwo an und hören auch irgendwo auf und zwischendurch gibt es unregelmäßig Höhen und Tiefen. Wie das Leben werden Szenen gezeigt, die für den restlichen Film unwichtig sind, aber in der Gesamtheit des Lebens dieser Person halt elementar sind.
    Genau das ist auch der Grund, weswegen ich „Button“ nicht so mochte. Er besitzt eine gute Grundidee, gute Schauspieler und eine verdammt gute Maske. Das Talent Finchers, Bilder richtig in Szene zu setzen, muss man auch nicht noch erwähnen. Allerdings haben die Schauspieler, in erster Linie Brad Pitt und Cate Blanchett keine Herausforderung in ihren Rollen und das Drehbuch ist einfach zu ruhig. Es gibt keine großen Höhepunkte im Film.
    Der Film ist einfach nett, in einzelnen Punkten sticht er zwar grandios hervor, aber der Gesamteindruck bleibt da einfach hinter, gerade wenn man sich bewusst macht, dass der Film von Fincher ist. Fincher hatte gerade mit „Sieben“ und „Fight Club“ nicht nur Meilensteine der Filmgeschichte geschaffen, sondern damit auch die Art, wie man einen Film definiert, neu geschrieben. Meines Erachtens bei „Fight Club“ mehr als bei „Sieben“, aber darüber kann man streiten. „Button“ ist wirklich sehr gut, aber relativ gesehen zu seinen „großen Brüdern“ wird er leider in Vergessenheit geraten. Trotzdem ein durchaus guter Film.

  2. Der Film war nett. Er hatte auch einige berünende momente. Ein genialer Schnitt muss man sagen. Was mir aber am besten gefiel das er sich von Roman unterscheidet. Da das Buch Ironischer und eigentlich als kritik an die Jugend stark hervor sticht und mit den gedanken das Junge Menschen ihre Jugend verschwenden spielt.
    Was mir nicht so gut gefiel. Fincher meister des guten film ich es besser darstellt und nicht mehr als Kritik an die an Junge Menschen sondern ein Film ist der das Leben zeigt. In all ihren zügen. Ich persönlich mag Biografien da sie das Leben eher zeigen, aber es ist geschmacks sache. Der wird leider schnell in vergessenheit geraten schade eigentlich.

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