„The Wrestler“ – Mickey Rourke mal kein Macho

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   7,00 (6 Stimmen)
Loading...

Wenige Tage ist es erst her, dass Mickey Rourke keinen Oscar bekam für seine Hauptrolle in „The Wrestler“. Auch wenn man den kernigen Profiboxer in letzter Zeit in ein paar anderen Filmen gesehen hatte, so gilt „The Wrestler“ als sein großes Comeback. Und was man diesem Film anrechnen muss, ist Rourkes authentische Leistung als gebrochener Mann in einem Drama. Eine Rolle, die man ihm sicherlich nicht zugetraut hätte.Der Film erzählt die mittleren Jahre eines Profiwrestlers, der beruflich und gesellschaftlich am Rande seiner Existenz lebt. Weder die Karriere ist noch da, noch will seine Familie  etwas mit ihm zu tun haben. Doch eine gesundheitliche schwere Veränderung zwingt ihn zum Umdenken. Er will etwas verändern.

Der neue Film von Kult-Regisseur Darren Aronofsky, bekannt durch „Requiem for a dream“, ist ein authentischer Film, der ohne große künstlerische Szenen aufwartet. Lediglich mit einer Handkamera und einem kaum wahrzunehmenen Soundtrack ausgestattet erzählt der Film das Leben über einen gebrochenen Mann.

Eigentlich interessiert mich diese Sportart nicht, aber „Wrestling“ bietet sich perfekt dafür an, um diese Figur darzustellen. Denn nichts scheint illusorischer und trügerischer als der Beruf des Profi-Wrestlers. Doch leider kommt das Interesse als Zuschauer für den Film nicht auf. Man kann sich irgendwie nicht ganz hineinversetzen, obwohl gerade Mickey Rourke verdammt gut spielt. Vielleicht liegt es daran, dass es selbst für ein Drama ein zu ruhiger Film ist, dessen Drehbuch nur teilweise auf einen Höhepunkt zuarbeitet.

Sehen kann man dieses Drama mit Mickey Rourke, aber mit diesem Regisseur, Hauptdarsteller und dieser Thematik hätte man viel mehr draus machen können. Der Film ist leider zu ruhig geworden und zieht nicht wirklich.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


Verwandte Artikel

2 Kommentare

  1. Der Film war nicht schlecht, aber für einen Regisseur wie Darren Aronofsky kommt er einfach zu schlicht daher. Ok, ich mochte „The Fountain“ nicht, aber „Requiem For A Dream“ ist in jeder Hinsicht ein Meisterwerk.

    Generell kann ich aber auch mit Wrestling absolut nichts anfangen, allerdings muss man sagen, dass das bei diesem Film auch nicht von Bedeutung ist.

    Mickey Rourke spielt großartig und die wackelnde Handkamera mit ihren mitunter recht langen Einstellungen unterstützt den realistischen Stil des Films.

    Insgesamt aber leider ein Film, von dem nicht viel hängen bleiben wird.

  2. Also ich kann Pau´s Kommentar leider nicht unterstützen.
    Für mich ist „The Wrestler“ eines der besten und ergreifensten Dramen der letzten Jahre das an intensität und emotionaler Tiefe nicht mehr zu überbieten ist. Rourke spielt die Rolle seines Lebens und Tomei habe ich noch nie in einer so guten Rolle gesehen.
    Meiner Meinung nach hätte Mickey einen Oscar verdient gehabt.
    The Wrestler steht jetzt in meinem DVD Regal und das war eine gute Investition.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.