„Crank 2: High Voltage“ – Das war mir zu krank!

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„Crank“ habe ich letzte Woche zum ersten Mal gesehen, für mich war das immer ein weiterer „Transporter“ mit Jason Statham, doch ich muss zugeben, dass „Crank“ echt ein kleines Highlight war, voller lustiger Einfälle und sehr abwechslungsreich in Szene gesetzt. Wie man dem Ende des ersten Teils dann jedoch eine Fortsetzung folgen lassen wollte, war mir nicht so ganz klar. Jetzt weiß ich, dass man dafür einfach alle Logik außer Kraft setzen und im Drehbuch nur noch die Sau rauslassen muss. „Crank 2“ ist nur noch krank, total verrückt, und mir persönlich dann leider doch schon zu überdreht.

Chev hat den Absturz aus dem Flugzeug überlebt und wird drei Monate am Leben erhalten, zudem wird sein Herz durch die chinesische Mafia gegen ein künstliches Herz ausgetauscht, das ihn für weitere Organentnahmen am Leben erhalten soll, doch Chev wacht auf und kann fliehen. Jetzt versucht er natürlich, sein echtes Herz wieder zu bekommen, denn das künstliche Herz kann ohne Strom nicht lange funktionieren und der externe Stromgeber hat leider bereits den Geist aufgegeben. Aber Chev findet viele Möglichkeiten, um das Herz wieder mit Strom zu versorgen…

Natürlich war der erste Film schon übertrieben und unrealistisch, aber hier ist halt alles egal, ein künstliches Herz scheint hier zusätzlich unverwundbar zu machen und gleichzeitig übermenschliche Kräfte zu verleihen. Der Kontakt mit Starkstromleitungen ist kein Problem mehr, naja, Abstürze aus 1 km Höhe aus dem Flugzeug und bei einem Frontalcrash durch die Frontscheibe zu fliegen hinterlässt ja auch keine Kratzer. Klar, der Film ist eine Art Parodie auf übertriebene Actionfilme, aber mir war das alles einfach wieder zu sehr nach dem Prinzip, alle Ideen aus dem ersten Teil hier in mindestens doppelter Form zu überreizen.

Jason Statham darf hier mal so richtig durchdrehen, er macht dabei auch zeitweise wirklich Spaß, Amy Smart hingegen spielt zu übertrieben, von ihrem Charakter aus dem ersten Teil ist hier nur noch eine absolut verrückte Version zu sehen.

Ok, der Stil des zweiten Teils war sehr experimentell und hatte wirklich was, außerdem hat der Film wirklich neue Ideen in die Filmwelt gebracht, wie das Abhacken von Ellenbogen mit einer Machete, das Zerschießen von Silikonbrüsten in einer Stripbar und Sex auf der Rennbahn, wo das Mädel dabei einem über sie hinweg springenden Hengst noch zwischen die Beine schauen darf. Aber ob die Filmwelt diese Ideen nötig hatte, kann man sicher auch anzweifeln. Immerhin ist dieser Film dann doch mal FSK 18, hier war die Grenze dann doch tatsächlich mal erreicht. Der Film wird sicher eine große Fangemeinde finden und vielleicht bin ich ja auch wirklich total falsch an den Film herangegangen, aber mir war das dieses Mal dann doch zu „crank“.

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Ein Kommentar

  1. Vergiss nicht die tolle Szene, wo sich der eine selber die Nippel abschneiden muss. ;) Der Film war echt strange, aber hat mir gut gefallen. Ich hab teilweise doch echt mal wieder schallend über den guten alten „Voll in die Klöten“-Witz gelacht. Hier und da war der Film vielleicht ein klitze übertrieben… MUHUHAAA Also mir hat der Film spaß gemacht, ein absolutes Feuerwerk, dem man grad mal so folgen kann mit wirklich sehr tollen neuen Ideen für Zwischenschnitte und Interpretationen. Wer gerne mal „was anderes“ schaut, der soll „Crank 2“ unbedingt schauen! Ich schwanke noch zwischen 3 und 4 Sternen.

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